Nürnberg
Detonation

Franken: Weltkriegsgranate explodiert in Wohnung - Mann (35) schwer verletzt

In Nürnberg ist ein Mann bei der Explosion einer alten Weltkriegsgranate schwer verletzt worden. Der Nürnberger hatte den Sprengkörper aus dem zweiten Weltkrieg in der Nähe des Eisenweihers entdeckt und mit in seine Wohnung genommen. Als er versuchte die Sprenggranate zu reinigen, explodierte diese.
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Ein 35-Jähriger wurde bei einer Granaten-Explosion schwer verletzt. Der Mann hatte den Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg in Nürnberg gefunden. Symbolfoto: Polizei
Ein 35-Jähriger wurde bei einer Granaten-Explosion schwer verletzt. Der Mann hatte den Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg in Nürnberg gefunden. Symbolfoto: Polizei

  • Mann bei Granaten-Explosion in Nürnberger Wohnung schwer verletzt
  • Der 35-Jährige hatte den Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg nahe dem Eisweiher gefunden
  • Bei der Reinigung detonierte die Sprenggranate

In Nürnberg-Fischbach hat ein Mann eine Granate aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Der 35-Jährige nahm sie mit nach Hause. Bei dem Versuch den Sprengkörper zu reinigen, explodierte dieser und verletzte den Mann schwer. Das berichtet das Bayerische Landeskriminalamt.

Granate detoniert in Nürnberger Wohnung

Den Fund hatte der Nürnberger bereits am 25. Juli 2019 gemacht. Beim Eisweiher suchte er mit seinem Suchgerät nach Metallteilen. Dabei fand er eine noch intakte 2-cm-Sprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg. In Nürnberg liegen vermutlich noch viele Bomben: Hier ist die Explosionsgefahr besonders hoch.

Bei der Reinigung explodierte die Granate. Dabei erlitt der Mann erhebliche Verletzungen an beiden Händen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Nach seiner Entlassung rief er am Mittwoch, 07.08.19, eine Privatfirma, die sich auf die Beseitigung von Kampfmitteln spezialisiert hat, um weitere Fundmunition zu entsorgen.

Sprengstoffexperten rufen sofort Polizei

Am Donnerstag kamen Mitarbeiter in seine Wohnung und riefen danach sofort die Polizei. Daraufhin übernahmen die Waffen- und Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes (BLKA ) mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth die weiteren Ermittlungen. Entgegen ersten Vermutungen wurde keine weitere Munition gefunden.

Den 35-Jährigen erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen eines Vergehens nach dem Sprengstoffgesetz. Im Falle des Auffindens von gefährlichen oder sprengstoffverdächtigen Gegenständen rät das BLKA eindringlich, diese vor Ort zu belassen, nicht in die Hand zu nehmen oder anderweitig zu bewegen und umgehend die Polizei über die Notrufnummer 110 zu rufen.

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