Nürnberg

Nürnberg: Übergabe des Familienzentrums Rothenburger Straße

Nach zweieinhalbjähriger Generalsanierung durch das städtische Hochbauamt ist das Familienzentrum Rothenburger Straße 45 am heutigen Donnerstag, 18. Juli 2019, im Beisein von Schulbürgermeister Dr.
Artikel drucken Artikel einbetten

Nach zweieinhalbjähriger Generalsanierung durch das städtische Hochbauamt ist das Familienzentrum Rothenburger Straße 45 am heutigen Donnerstag, 18. Juli 2019, im Beisein von Schulbürgermeister Dr. Klemens Gsell, dem Referenten für Jugend, Familie und Soziales, Reiner Prölß, und Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich offiziell seiner Nutzung übergeben worden. Die Kosten für die Stadt Nürnberg betragen rund 12,3 Millionen Euro, wobei sich der Freistaat Bayern mit rund 2,4 Millionen Euro beteiligt.

Das Familienzentrum in Gostenhof bündelt in modernen, denkmalgerecht sanierten Räumlichkeiten Angebote der Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern sowie spezifische familienbezogene Angebote, wie etwa Beratung. Die Arbeiten für den Umbau und die Nutzungsänderung für ein Familienzentrum begannen im Dezember 2015. Bereits ab Mai 2018 konnte der Betrieb aufgenommen werden. Jetzt befinden sich dort ein Kindergarten mit zwei Gruppen), eine Kinderkrippe mit einer Gruppe, ein Hort mit drei Gruppen samt Beratungsräumen sowie eine Mittagsbetreuung mit Schulräumen und Büroräume des Allgemeinen Sozialdiensts.

Das denkmalgeschützte Gebäude Rothenburger Straße 45 wurde 1926/1927 errichtet. Im Jahr 1982 erwarb die Stadt Nürnberg das ehemalige ?Selbstanschlussamt? der Post mit Werkstätten. Bis zum Umbau waren dort der Allgemeine Sozialdienst, ein Kinderhort und die Mittagsbetreuung der benachbarten Knauerschule untergebracht. Außerdem wurden Räume zu Unterrichtszwecken genutzt.

?Das Hochbauamt führte die Maßnahme im Spannungsfeld der Anforderungen des Wärme-, Schall-, Brand- und Denkmalschutzes sowie der Barrierefreiheit durch. Die technische Ausrüstung wurde komplett erneuert und eine Schadstoffsanierung durchgeführt. Aufgrund der Kriegsschäden am und im Gebäude, der Umwelteinwirkungen am Naturstein der Fassaden und der baulichen Anpassung an die Brandschutzauflagen mussten umfangreiche und aufwändige Arbeiten durchgeführt werden. Die historischen Fenster und die Innentüren sind denkmalschutzgerecht und nach den neuesten Regeln der Technik modernisiert?, erklärt Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich.

Die Einrichtung versteht sich als Überbau für eine gemeinsame Gestaltung von Bildung, Betreuung, Erziehung und Beratung von Krippen-, Kindergarten- und Hortkindern, in enger Abstimmung und Kooperation mit den Familien, dem im Haus ansässigen Allgemeinen Sozialdienst und den lokalen Partnerinnen und Partnern des Stadtteils. Ziel ist es, das Nebeneinander verschiedener Bildungs- und Beratungsangebote für Kinder und deren Familien durch gemeinsames Handeln unter einem Dach zu überwinden.

Die Mitwirkung der benachbarten Schule Knauer Straße bereichert das Konzept ?Familienzentrum? um eine neue Variante in einem Stadtteil mit großem Unterstützungsbedarf. Eltern steht im Erdgeschoss als Ort der Begegnung ein eigener Elternbereich mit Küche für Bildungsangebote und kleinere Veranstaltungen zur Verfügung. Die Kinder haben sich zwischenzeitlich in den hellen, kindgerecht gestalteten Räumen eingewöhnt und füllen sie täglich mit viel Leben und Lachen.

Das zweite Obergeschoss wurde für eine schulische Nutzung durch die Außenklassen des Sonderpädagogischen Förderzentrums Nürnberg ?An der Bärenschanze? am Standort Knauer-Schule sowie für die Mittagsbetreuung umgebaut. Auch hier war der Anspruch des städtischen Hochbauamts, nutzungsgerechte, helle und freundliche Unterrichtsräume zu schaffen. So entstanden für den allgemeinen Unterrichtsbereich fünf Gruppenräume, für den musischen Bereich ein Rhythmik-Raum und ein Werkraum mit Werknebenraum, im Bereich der Informatik und Textverarbeitung ein Fachraum für Informatik mit Nebenraum sowie ein Raum für die Mittagsbetreuung inklusive Küchenausstattung. Durch den sonderpädagogischen Unterricht in kleinen Lerngruppen kann individuell auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingegangen werden. Damit wird eine bessere Entwicklung der Kinder erreicht und eine leichtere Rückführung an die Regelschule ermöglicht.

Der Allgemeine Sozialdienst des Jugendamts ist auf drei Etagen untergebracht und zuständig für die Regionen Gostenhof, Muggenhof, Doos, Altstadt, St. Johannis, Wetzendorf, Knoblauchsland, St. Leonhard und Schweinau. Der Allgemeine Sozialdienst ist zuständig für alle Haushalte mit Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden bis 21 Jahre. Er berät Familien bei Fragen zu Erziehung, und unterstützt bei familiären Schwierigkeiten. Er ist Ansprechpartner bei familiären Krisen und Kindeswohlgefährdungen. maj


Dieser Inhalt wurde erstellt von Stadt Nürnberg
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren