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Kulturhauptstadt

Nürnberg stellt Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas vor

Die Stadt Nürnberg hat ihre Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 vorgestellt. Mit den Themen "embracing humanity - Menschlichkeit als Maß", "exploring reality - Welt als Aufgabe" und "evolving community - Miteinander als Ziel" soll bis 2019 ein Bewerbungsbuch erstellt werden.
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Die Verantwortlichen der Stadt Nürnberg stellten drei zentrale Themen für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt des Jahres vor. Foto: Daniel Karmann/dpa
Die Verantwortlichen der Stadt Nürnberg stellten drei zentrale Themen für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt des Jahres vor. Foto: Daniel Karmann/dpa

Die Stadt Nürnberg bewirbt sich um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025. Am Freitag stellten die Verantwortlichen der Stadt die drei zentralen Themen vor, mit denen sie ins Rennen um den Titel gehen wollen. Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) versprach: "Wir werden Fragen aufwerfen, an denen wir uns abarbeiten dürfen." Dabei spielten die Aspekte Arm und Reich, Rechtsstaatlichkeit, Fluchtbewegungen und Digitalisierung eine zentrale Rolle.

Konkret tritt die Stadt mit den drei Themen "embracing humanity - Menschlichkeit als Maß", "exploring reality - Welt als Aufgabe" und "evolving community - Miteinander als Ziel" an. Diese Kernpunkte seien in einem ausführlichen Prozess erarbeitet worden, bei dem Kunst- und Kulturschaffende, städtische und nicht städtische Institutionen, Vereine, Initiativen und Vertreter der Gesellschaft an einem Strang gezogen hätten, hieß es.

Stadtgeschichte als Herausforderung

Das Thema "Menschlichkeit als Maß" stehe im Zusammenhang mit dem historischen Erbe Nürnbergs. Laut Kulturreferentin Julia Lehner (CSU) sollen im Zuge der Bewerbung "alle Seiten der Stadtgeschichte als Herausforderung gesehen werden. Wir müssen uns fragen, welche Verpflichtungen daraus für die Gegenwart und Zukunft entstehen", erläuterte Lehner.

Der Punkt "Miteinander als Ziel" setze die Partizipation möglichst vieler Bürger voraus, so der Leiter des Bewerbungsbüros, Hans-Joachim Wagner. Denn: "Kulturhauptstadt kann nur dann gelingen, wenn möglichst viele Menschen mitwirken - in direkter Verantwortung für den Stadtteil, das Quartier und die Straße", sagte er. Aus diesem Grund werde die Idee der Soziokultur und der Kulturläden eine besondere Rolle spielen.

Auf Basis der Themen soll nun die Arbeit am 60 Seiten umfassenden Bewerbungsbuch stattfinden. Dieses muss der europäischen Jury bis September 2019 vorgelegt werden. Neben Nürnberg kämpfen acht weitere Städte, darunter Chemnitz, Hannover und Gera, um den Titel.

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