Nürnberg

Nürnberg: Staupe bei einem Fuchs im Stadtgebiet festgestellt

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat dem Veterinäramt der Stadt Nürnberg mitgeteilt, dass bei einem Fuchs aus dem Jagdrevier Kraftshof Staupe festgestellt worden ist.
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Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat dem Veterinäramt der Stadt Nürnberg mitgeteilt, dass bei einem Fuchs aus dem Jagdrevier Kraftshof Staupe festgestellt worden ist. Da davon auszugehen ist, dass sich die Erkrankung in der Fuchspopulation verbreitet, sollten Hundehalterinnen und -halter ihre Hunde im Stadtgebiet, insbesondere in unübersichtlichen Bereichen mit Wald, Hecken und Büschen, angeleint lassen. Zum Schutz vor einer Infektion rät das Veterinäramt allen Hundehalterinnen und -haltern dringend, den Staupe-Impfstatus ihrer Tiere zu kontrollieren und die Impfungen zu aktualisieren, falls diese nicht in den erforderlichen Abständen durchgeführt wurden.

Der Fuchs wurde am 22. Mai 2019 aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten erlegt und zur Abklärung ansteckender Erkrankungen, insbesondere Tollwut und Staupe, an das LGL gesandt. Staupe bei Füchsen wurde in diesem Jahr bereits in mehreren Gegenden Deutschlands festgestellt, unter anderem in den Landkreisen Ansbach und Neumarkt.

Staupe ist eine virale Erkrankung, die mit Fieber, gastrointestinalen Beschwerden oder Atemwegssymptomatik beginnt. Im weiteren Verlauf kann es durch Schädigung des Gehirns zu zentralnervösen Störungen kommen, die sich nicht selten tollwutähnlich darstellen. Das Virus wird über Tröpfcheninfektion übertragen. Für Hunde und Frettchen ist Staupe meist tödlich, eine Behandlung von infizierten Tieren ist meist erfolglos. Umso wichtiger ist eine vorbeugende Impfung der empfänglichen Hunde. Für Menschen gilt das Staupe-Virus als ungefährlich.

Auffällige oder tot aufgefundene Füchse und andere Tiere sollten nicht angefasst werden, sondern unverzüglich der zuständige Jagdpächter informiert werden. alf


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