Nürnberg
Polizeieinsatz

Nürnberg: Schüsse in der Südstadt - 36-Jähriger rief "Allahu Akbar"

Ein Großaufgebot der Nürnberger Polizei war am Donnerstagabend in der Südstadt im Einsatz. Zeugen hatten von Schüssen in der Speyerer Straße berichtet.
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Ein bewaffneter Nachbarschaftsstreit rief etliche Einsatzkräfte in der Nürnberger Südstadt auf den Plan. Symbolfoto: Oliver Killig/dpa
Ein bewaffneter Nachbarschaftsstreit rief etliche Einsatzkräfte in der Nürnberger Südstadt auf den Plan. Symbolfoto: Oliver Killig/dpa
Wie die Polizei berichtet, erreichte sie am Donnerstagabend eine Vielzahl an Notrufen, bei denen die Anrufer von Schüssen in der Nürnberger Südstadt berichteten. Außerdem schlage eine Person mit einer Machete um sich.

Als zahlreiche Einsatzkräfte am Ort des Geschehens eingetroffen waren, teilten mehrere Zeugen mit, ein 35-jähriger Anwohner habe auf der Straße herum geschrien. Ein 36-jähriger Nachbar ging daraufhin, mit einer Machete und Pfefferspray bewaffnet, zu dem Ruhestörer.


Mann droht mit Machete, Kontrahent zückt Schreckschusswaffe

Zunächst trugen die Männer den Konflikt nur mit Worten aus. Als der 36-jährige Nachbar seinen Kontrahenten jedoch mit der Machete bedrohte und dabei "Allahu Akbar" rief, zog dieser eine Schreckschusspistole und gab mehrere Schüsse ab. Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen wurde aber niemand verletzt.

Nach den Schüssen flüchteten beide Männer. Die Einsatzkräfte leiteten umgehend Fahndungsmaßnahmen ein. Mit der Unterstützung von einem Polizeihund und einem Polizeihubschrauber konnten die beiden Männer noch in Tatortnähe festgenommen werden. Die Schreckschusswaffe des 35-Jährigen, die einer echten Waffe täuschend ähnlich sieht, war komplett entladen. Sie wurde sichergestellt.


Der 35-jährige Ruhestörer und Schütze wurde auf die Polizeiinspektion gebracht, für den 36-jährigen Machetenbesitzer veranlasste die Polizei die Einweisung in eine Fachklinik. Es liegen deutliche Hinweise auf eine psychische Belastung vor.

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