Nürnberg
Vergiftung

Hündin Mimi stirbt qualvoll an Rattengift-Köder – Frauchen warnt alle Hundebesitzer in Franken

Hündin Mimi ist innerlich verblutet, weil sie in Nürnberg einen Rattengift-Köder beim Spazierengehen gefressen hat. Ihre Besitzerin Nancy möchte nun andere Hundebesitzer warnen.
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Hündin Mimi stirbt durch Rattengift-Köder: Nancy Feuchtinger hat Mimi als Welpe bekommen und großgezogen. Mit nur anderthalb Jahren muss sich Nancy schon wieder von ihrem geliebten Tier verabschieden. Ein mit Rattengift präparierter Köder hat die Hündin (Rasse: Magyar Vizsla) innerlich verbluten lassen, erzählt Nancy inFranken.de.

Nancys Mann sei am Donnerstagnachmittag (28.11.2019) mit Mimi in der Nürnberger Gartenstadt an einem Waldstück in der Nähe des Sportvereins Sparta Noris spazieren gewesen. "Dort gehen wir regelmäßig Gassi", erklärt Nancy. Doch an diesem Donnerstag muss die Hündin etwas gefressen haben, was ihr Mann nicht direkt gesehen hat. "Sie war kurz im Gebüsch verschwunden, doch mein Mann hat sie schnell zurückgerufen. Aber da muss es passiert sein", sagt Nancy.

Rattengift nicht bemerkt: Tierklinik diagnostiziert herkömmlichen Infekt

Am Abend begann Mimi zu husten. Noch kein Grund zur Beunruhigung, dachte sich Nancy. "Man möchte ja nicht gleich überreagieren", sagt sie, "doch in der Nacht wurde das Husten immer schlimmer". Nachdem sich Mimi zweimal übergeben hatte, fuhren die Hundehalter um fünf Uhr morgens in die Nürnberger Tierklinik. Dort diagnostizierten die Ärzte lediglich einen herkömmlichen Infekt und gaben der Hündin eine Spritze.

Doch am Freitag (29.11.2019) wurde Mimis Zustand immer schlimmer. "Sie hatte Blut im Stuhl. Ihr Bauch war ganz dick und schwammig. Sie hat sich eingenässt und ihre Hinterläufe sind komplett weggebrochen", erzählt Nancy. Der Tierarzt konnte nichts mehr für Mimi tun, ihr Bauch war bereits voller Blut. Sie musste von ihren Qualen erlöst werden und wurde eingeschläfert. "Man denkt immer nicht, dass es einen selbst betrifft. Das schien alles so weit weg", erzählt Nancy.

Es zählt jede Sekunde: Nancy will andere Hundebesitzer warnen

"Wichtig ist mir, dass die Leute nicht mehr denken, Rattengift würde sich innerhalb von zwei bis drei Stunden bemerkbar machen. Es kann sich bis zu 48 Stunden hinausziehen", erklärt die Nürnbergerin. Rattengift würde manchmal absichtlich zeitversetzt wirken, wisse sie jetzt von ihrer Tierheilpraktikerin. "Eigentlich muss man sofort handeln. Da zählt jede Sekunde, um den Hund zu retten", warnt Nancy. Auf Facebook hat die Hunde-Liebhaberin ihren Verlust geteilt und möchte damit andere Halter warnen, damit es anderen Hunden nicht so wie Mimi ergehen muss.

Wer den Giftköder ausgelegt hat, wisse Nancy nicht. "Ich habe viele Freunde in der Gartenstadt, weil ich dort früher einmal gewohnt habe", sagt sie. Die Bekannten hätten Nancy schon von einem Hundehasser erzählt, der für das Schicksal von Mimi verantwortlich sein könnte. Doch das seien nur Spekulationen.

Auch in Oberfranken warnt die Polizei alle Hundebesitzer: Am frühen Sonntagmorgen hat ein Hund womöglich einen Giftköder gefressen, das Tier verstarb wenig später. Die Untersuchung beim Tierarzt brachte ein beunruhigendes Ergebnis.

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