Nürnberg

Nürnberg: Online-Ausstellung zu Graff bei Google Arts & Culture

?Pionier der Stadtansichten.
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?Pionier der Stadtansichten. Ein Rundgang durch Nürnberg auf den Spuren von Johann Andreas Graff? heißt eine zweiteilige digitale Präsentation, die jetzt online ist. Die digitale Ausstellung, die den unverdient in Vergessenheit geratenen Künstler bewusst in den Blick nimmt und als Pionier künstlerisch hochwertiger Nürnberger Stadtansichten zeigt, ist zu finden unter
https://go.nuernberg.de/210a5b07 (Teil eins) und
https://go.nuernberg.de/55f19e52 (Teil zwei).

Mit den beiden digitalen Präsentationen würdigen die Kunstsammlungen der Museen der Stadt Nürnberg gemeinsam mit dem Förderverein Kulturhistorisches Museum Nürnberg e.V. den Maler, Zeichner, Kupferstecher und Verleger Johann Andreas Graff. Graff ist vielen nach wie vor lediglich als Ehemann der berühmten Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian bekannt.

Teil eins zeigt ausgewählte Orte und Gebäude der Sebalder Altstadt, Teil zwei widmet sich der Lorenzer Altstadt. Den äußerst detaillierten, teilweise kolorierten Stadtansichten des alten Nürnberg im 17. Jahrhundert sind zur besseren Orientierung jeweils neuere, manchmal bis in die Jetztzeit reichende Fotos der selben Plätze und Gebäude gegenübergestellt. Die Ausstellung erlaubt damit auch einen Blick in die Historie der architektonischen Entwicklung der Stadt, beginnend in einer Epoche lange vor Erfindung der Fotografie geben sollte.
Ausnahmetalenten wie Graff ist es zu verdanken, dass das damalige Aussehen der Stadt in Bildern für heutige Betrachter überliefert ist, und das in einer Qualität, die zu den besten ihrer Zeit zählte.

Die virtuelle Schau basiert auf der Ausstellung ?Johann Andreas Graff. Seite 2 von 2 Pionier Nürnberger Stadtansichten? in der Stadtbibliothek Nürnberg vom 2. Juni bis 26. August 2017 und dem dazu erschienen gleichnamigen Katalog. Das Gedenkjahr zum 300. Todestag von Maria Sibylla Merian hatte der Förderverein Kulturhistorisches Museum e.V. 2017 zum Anlass genommen, ihrem Ehemann eine Ausstellung zu widmen.

Mit den beiden neuen virtuellen Ausstellungen starten die Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg eine eigene Präsenz in dem von vielen Museen und Kultureinrichtungen weltweit genutzten Portal Google Arts & Culture. Seit 2011 stellt Google zur Erschließung von Kunst über Geschichte bis hin zu Weltwundern eine professionell gemachte und laufend moderierte Plattform für Kultureinrichtungen und kulturell bedeutsame öffentliche Orte kostenlos zur Verfügung. Interessierte können dort virtuelle Streifzüge durch kulturelle Sehenswürdigkeiten unternehmen, Ausstellungen und Sammlungen ansehen sowie auch Konzerte anhören.

Die teilnehmenden Kultureinrichtungen müssen sich um ihre Daten keine Sorgen machen, denn die Bildrechte gehen nicht an Google über, sondern verbleiben bei den Autoren. Auch sind die Bilder nicht herunterladbar. Es können außerdem Extra-Services kostenfrei in Anspruch genommen werden wie zum Beispiel hochauflösende Gigapixel-Aufnahmen bedeutender Kunstgegenstände oder die Erfassung der Museumsräume mit Google Street View.

Mit ihren digitalen Ausstellungen erhöhen die Museen die Sichtbarkeit Nürnberger Kultureinrichtungen sowohl für das lokale wie auch ein internationales Publikum. Dies kommt sowohl den Museen selbst zugute als auch dem Image der Stadt als touristisches Ziel sowie Sitz interessanter Sammlungsbestände für die wissenschaftliche Forschung. Die Museen der Stadt Nürnberg waren 2016 zunächst Vorreiter und als erste Einrichtung aus Franken bei Google Arts & Culture vertreten. Aus dem städtischen Museumsverbund sind dort neben den Kunstsammlungen auch das Deutsche Spielearchiv sowie das Museum Industriekultur präsent. Auch in Zukunft werden die Museen der Stadt Nürnberg weitere Sonderausstellungen und spezielle Sammlungsbereiche veröffentlichen. boe


Dieser Inhalt wurde erstellt von Stadt Nürnberg
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