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Nürnberg: N2025: Menschenrechte-Pavillon vor Neuem Museum

N2025: Menschenrechte-Pavillon vor Neuem Museum Bei Bettina Pousttchis Installation ?UNN (United Nations Nuremberg)? auf dem Klarissenplatz vor dem Neuen Museum geht es um Menschenrechte und die Verbindung zwischen den Vereinten Nationen und Nürnberg.
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N2025: Menschenrechte-Pavillon vor Neuem Museum

Bei Bettina Pousttchis Installation ?UNN (United Nations Nuremberg)? auf dem Klarissenplatz vor dem Neuen Museum geht es um Menschenrechte und die Verbindung zwischen den Vereinten Nationen und Nürnberg. Das Bewerbungsbüro Kulturhauptstadt Europas 2025 der Stadt Nürnberg und das Neue Museum Nürnberg bespielen den Pavillon gemeinsam. Neben einer regelmäßigen Sprechstunde vom 26. Juli bis 4. Oktober 2018, immer donnerstags von 16 bis 18 Uhr, gibt es Diskussionsveranstaltungen zum Thema Menschenrechte.

Der Pavillon der Künstlerin Bettina Pousttchi ist an das UN-Hauptquartier in New York angelehnt. Er soll einen Bezug schaffen zwischen dem Sitz der internationalen Vereinigung und Nürnberg ? früher Repräsentationsstätte des NS-Regimes und heute die Stadt der Menschenrechte. ?Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte bildet die Grundlage des friedlichen Zusammenlebens aller Völker und Nationen ? sie ist von höchster Bedeutung und wird doch vielerorts auf der Welt nicht oder nicht ausreichend beachtet. Nürnberg bildet sowohl mit seiner Geschichte als auch mit seinen Taten einen Ansatzpunkt, um ein weltweites Zeichen für die Menschenrechte zu setzen? so Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner, Leiter des Bewerbungsbüros. ?Wir freuen uns, das Thema gemeinsam mit dem Neuen Museum Nürnberg bearbeiten zu können.?

Sprechstunde des Bewerbungsbüros
Das Bewerbungsbüro richtet eine Sprechstunde im Pavillon ein, bei der Bürgerinnen und Bürger vorbeikommen und mit dem N2025-Team in Dialog treten können. Bei diesen Sprechstunden lädt das Bewerbungsbüro zu bestimmten Terminen Gäste ein, die mit Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner zusammen verschiedene Aspekte des Themas Menschenrechte diskutieren werden. Zugesagt haben ihre Teilnahme unter anderem Johannes Volkmann (Das Papiertheater Nürnberg), Henrike Claussen (Leitung des Memoriums Nürnberger Prozesse), Dr. Thomas Amberg (Pfarrer und Islamwissenschaftler, Leiter des Begegnungszentrum Brücke-Köprü) und die IHK Nürnberg für Mittelfranken. Die Termine werden auf der Internetseite www.n2025.de bekanntgegeben.

Zusätzliche Sonderveranstaltungen:

Neben der Sprechstunde des Bewerbungsbüros stehen weitere besondere Termine fest (der Eintritt ist frei):

Freitag, 20. Juli, ab 18 Uhr
Eröffnung der Installation ?UNN (United Nations Nuremberg)?

Dienstag, 24. Juli, 19 Uhr
Nürnberger Prinzipien ? Europäische Werte ? Universale Menschenrechte
Ein Gespräch mit Klaus Rackwitz, Direktor der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien

Donnerstag, 16. August, 19 Uhr
Menschenrechte im Kontext der Digitalisierung
Ein Gespräch mit Gerhart Baum, Bundesminister a. D. und Rechtsanwalt
Moderation: Alexander Jungkunz, Chefredakteur der ?Nürnberger Nachrichten?

Samstag, 6. Oktober, 12 Uhr
UNN-Talk
Künstlergespräch mit Bettina Pousttchi, Künstlerin der Installation, Oliver Ulich, Leiter des Bereichs ?Policy and Partnerships? in der Hauptabteilung des Peacekeeping im UN-Sekretariat, Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner, Leiter Bewerbungsbüro Kulturhauptstadt Europas 2025, und Dr. Eva Kraus, Direktorin Neues Museum

Hintergrund zur Installation
Der von Bettina Pousttchi (geboren 1971) errichtete, freistehende Pavillon eröffnet einen illusionistischen, fotografischen Raum. Als Ausgangspunkt dient dabei das Sekretariatshochhaus des UN-Hauptquartier in New York ? federführend entworfen von Le Corbusier und Oscar Niemeyer. Auf dem Klarissenplatz vor dem Neuen Museum entsteht eine schwarz-weiße Fotoinstallation in Form eines großen Pavillons. Der Pavillon schafft einen Bezug zwischen dem Sitz der internationalen Vereinigung und dem historisch aufgeladenen Nürnberg, sowohl frühere Repräsentationsstätte des NS-Regimes als auch heutige Stadt der Menschenrechte.

Als eine weitere Verbindung zwischen dem ikonischen Gebäude der Vereinten Nationen in New York und der Stadt Nürnberg sieht die Künstlerin die Nürnberger Prozesse. Aus diesen ist das für das demokratische Verständnis so wichtig gewordene Völkerstrafrecht hervorgegangen. Der Pavillon verwebt so die Organisation der Vereinigung aller Völker mit der Geschichte der Stadt Nürnberg. jos

Weiter Informationen: www.n2025.de, www.nmn.de


Dieser Inhalt wurde erstellt von Stadt Nürnberg


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