Nürnberg

Nürnberg: Mann (33) vor U-Bahn gestoßen - unter Wagen eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt

Ein Mann ist an Heiligabend am Nürnberger Hauptbahnhof vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen und lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung, ein Verdächtiger wurde festgenommen.
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Ein 32-Jähriger hat seinen Kontrahenten in Nürnberg vor die U-Bahn gestoßen und dabei lebensgefährlich verletzt. Symbolfoto: David Ebener dpa/lby
Ein 32-Jähriger hat seinen Kontrahenten in Nürnberg vor die U-Bahn gestoßen und dabei lebensgefährlich verletzt. Symbolfoto: David Ebener dpa/lby

  • An Heiligabend ist ein Mann bei einem Streit vor eine fahrende U-Bahn in Nürnberg gestoßen worden
  • Er wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden
  • Der Mann wurde lebensgefährlich verletzt.
  • Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen und wird noch am 1. Weihnachtsfeiertag dem Ermittlungsrichter vorgeführt

Nach Streit vor einfahrende U-Bahn gestoßen: Gegen 23.50 Uhr an Heiligabend stritten sich zwei Männer (32 und 33 Jahre alt) auf einem U-Bahnsteig an der Linie 2 im Hauptbahnhof.

Wie die Polizei berichtet, stieß der 32-Jährige den anderen Mann vor die einfahrende U-Bahn der Linie 2 in Richtung Röthenbach. Der 33-Jährige stürzte ins Gleisbett und wurde unter der U-Bahn eingeklemmt.

U-Bahn-Attacke am Nürnberger Hauptbahnhof: Bilder aus Videoaufnahmen führen zum Täter

Dabei wurde er lebensgefährlich verletzt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Anschließend wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Der mutmaßliche Täter floh vom Tatort.

Videoaufnahmen des Bahnsteigs gaben den umliegenden Polizeistreifen Hinweise auf das Aussehen des Tatverdächtigen. Über einen Messengerdienst wurden Bilder des mutmaßlichen Täters an Streifen verschickt, so dass Beamte bereits gegen 0.30 Uhr den Mann am Prinzregentenufer identifizieren und vorläufig festnehmen konnten.

Verdächtiger wird am ersten Weihnachtsfeiertag Ermittlungsrichter vorgeführt

Der Tatverdächtige wurde an den Kriminaldauerdienst Mittelfranken überstellt. Die Mordkommission der Nürnberger Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen vor Ort.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte Haftantrag gegen den Beschuldigten. Er wird noch am Weihnachtsfeiertag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Angriffe an Bahnsteigen

Immer wieder kommt es auf Bahnhöfen zu derartigen, teils schockierenden Taten. Manchmal sind die Täter geistig verwirrt, mal geschehen die Taten mit Vorsatz, mal infolge von Prügeleien. Ende Juli stieß ein Mann in Frankfurt einen Achtjährigen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE. Der Junge starb im Gleisbett, seine Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten.

Am 20. Juli wurde in der niederrheinischen Stadt Voerde eine 34-Jährige von einem 28-jährigen Mann vor eine einfahrende Regionalbahn gestoßen. Die Frau starb an ihren Verletzungen.

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