Nürnberg

Nürnberg: Kinder verlieren geliebte Uroma - Mutter schreibt ihnen rührende Geschichte

Als Ramona Racks kleine Kinder ihre geliebte Uroma verlieren, sind die Zwei- und Fünfjährigen furchtbar traurig. Um ihnen in dieser schweren Zeit Trost zu spenden, denkt sich die Nürnbergerin eine herzergreifende Geschichte für sie aus.
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In Ihrem Buchdebüt "Sternentänzerin" versucht Ramona Rack, das Thema Trauer einfühlsam und kindgerecht aufzuarbeiten. Die Idee zur Geschichte kam der Nürnbergerin nach einem Todesfall in ihrer Familie. Illustration: Matthias Schweigert
In Ihrem Buchdebüt "Sternentänzerin" versucht Ramona Rack, das Thema Trauer einfühlsam und kindgerecht aufzuarbeiten. Die Idee zur Geschichte kam der Nürnbergerin nach einem Todesfall in ihrer Familie. Illustration: Matthias Schweigert
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Kinder trauern um Uroma. Mutter aus Nürnberg erfindet ergreifende Geschichte, um sie zu trösten. Als ihre innig geliebte Uroma stirbt, sind Ramona Racks Kinder furchtbar traurig. Um ihnen bei diesem schweren Verlust beizustehen, denkt sich die Nürnbergerin eine tröstende Geschichte für ihre Tochter (5) und ihre Zwillinge (2) aus. "Meiner Familie hat das unheimlich geholfen", sagt sie.

Um auch anderen Familien beim Abschiednehmen zu helfen und dabei insbesondere Kindern Trost zu spenden, hat die 35-jährige Hobbyautorin ihre Erzählung "Sternentänzerin" nun als Buch veröffentlicht.

Sterne haben Oma geholt und jetzt geht es ihr richtig gut

So fasst die Autorin die Geschichte zusammen: Es geht um Anna und ihre Großmutter, die sich richtig lieb haben und miteinander eine tolle Zeit erleben. Als die Oma schließlich krank wird und ins Krankenhaus muss, kommt sie von dort nicht mehr zurück. Dafür hat Annas Mutter aber eine rührende Erklärung: Die Sterne haben Oma geholt und jetzt macht sie das, was sie immer am liebsten gemacht hat: Sie tanzt den ganzen Tag im Himmel.

Oma kommt zwar nicht mehr zurück, dennoch kann Anna immer mit ihr sprechen. Anna vermisst ihre Oma, aber sie ist auch glücklich, dass es ihr im Himmel gut geht.

"Sternentänzerin": Kinderbuch soll Familien helfen - Tabuthema Trauer

Ihre Geschichte erzählte Rack ihren damals zwei und fünf Jahre alten Kindern. Erst später brachte sie die liebevolle Oma-Enkel-Geschichte unter dem Titel "Sternentänzerin" zu Papier. Mit der Veröffentlichung des 20 Seiten umfassenden Büchleins will die 35-jährige Autorin nun andere Familien dabei unterstützen, das Tabuthema Trauerarbeit einfühlsam und kindgerecht anzugehen.

"Der Tod gehört zum Leben dazu. Das Thema ist unvermeidbar. Irgendwann wird jeder damit konfrontiert. Deshalb sollten wir positiv damit umgehen", appelliert die Mutter, die hauptberuflich als Sekretärin arbeitet. Das Schreiben betreibt sie als Hobby.

Buchvorstellung und Lesung: Männer mit Tränen in den Augen

Ihr Debüt "Sternentänzerin" stellten Rack und Matthias Schweigert, der die fantasievollen Illustrationen zum Buch beisteuerte, vor kurzem in Vischers Kulturladen erstmals der Öffentlichkeit vor.

"Die Resonanz auf die Lesung war absolut unglaublich", so Rack. Bei der Lesung hatten erwachsene Männern Tränen in den Augen. Manch einem aus ihrem Bekanntenkreis war das Thema Tod und Trauer zu aufwühlend. "Es haben tatsächlich auch viele Leute gesagt: Ich komme nicht zur Lesung, ich habe Angst."

Abschiednehmen: "Wichtig ist, dass Kinder Halt von ihren Eltern bekommen"

Um so wichtiger ist es laut Rack, offen mit den Themen Verlust und Traurigsein umzugehen. Ziel ihres Buches sei es, Familien in der Zeit des Abschiednehmens zu unterstützen und insbesondere Kinder positiv zu stärken. "Wichtig ist, dass Kinder Halt von ihren Eltern bekommen."

Erhältlich ist das Buch für 5,95 Euro zuzüglich Porto unter der E-Mail-Adresse der Autorin: ramona-rack@web.de

Einen anderen Weg der Trauerbewältigung geht die Firma mapapu aus Norddeutschland: Deren Inhaber Jennifer Arndt-Lind und Hendrik Lind gestalten personalisierte Kuscheltiere aus der Kleidung eines verstorbenen Angehörigen. Das individuelle Erinnerungsstück soll für einen gesunden Trauerprozess sorgen - nicht nur bei Kindern.

Darüber hinaus hält unser Serviceportal trauer.inFranken.de zahlreiche Angebote zur Trauerbewältigung für Sie parat: Beispielsweise haben wir eine Auswahl regionaler Selbsthilfegruppen und anderer karikativer Einrichtungen rund um das Thema für Sie zusammengestellt. Weitere Trauerliteratur-Empfehlungen finden Sie hier. Außerdem verraten wir Ihnen, was bei einem Todesfall zu tun ist.

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