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Nürnberg: Internationale Fachdiskussion über Vermittlungsarbeit zu Zeppelintribüne/Zeppelinfeld

Bei einem ?Dialog Zeppelintribüne/Zeppelinfeld? lotet die Stadt Nürnberg mit internationalen Fachleuten Chancen und Möglichkeiten der Vermittlungsarbeit aus.
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Bei einem ?Dialog Zeppelintribüne/Zeppelinfeld? lotet die Stadt Nürnberg mit internationalen Fachleuten Chancen und Möglichkeiten der Vermittlungsarbeit aus. Die öffentliche Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 21. März 2019, um
19 Uhr im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Bayernstraße 110.

?Sichern, Öffnen und Vermitteln? sind die Leitgedanken der Stadt Nürnberg für den baulichen Erhalt von Zeppelintribüne und Zeppelinfeld in den kommenden Jahren. Damit einher geht die Erarbeitung eines umfassenden Vermittlungskonzepts. Über die Entwicklung dieser Maßnahmen informiert die Stadt Nürnberg regelmäßig und tritt in einen Austausch mit Bürgerschaft und Fachleuten. Das Kulturreferat lädt nun gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände zu einem Dialog mit Fachleuten ein, die vor dem Hintergrund der Bewerbung Nürnbergs als Kulturhauptstadt Europas 2025 bewusst eine nichtdeutsche Perspektive auf die Herausforderungen der künftigen Vermittlungsarbeit an der Zeppelintribüne und am Zeppelinfeld werfen. Prof. Dr. Karin Fuchs (Pädagogische Hochschule Luzern/Schweiz) und Prof. Neil Gregor (University of Southampton/Großbritannien) stellen ihre Erkenntnisse im Dokumentationszentrum vor.

Große Bereiche der Zeppelintribüne und des Zeppelinfelds, die jährlich rund
300 000 Menschen aufsuchen, sind derzeit nicht zugänglich ? nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen. So schützen beispielsweise Absperrungen auf der Rückseite der Zeppelintribüne vor herabfallenden Steinbrocken. In den kommenden Jahren sichert die Stadt Nürnberg das Bauensemble und etabliert für künftige Generationen ein zukunftsgerichtetes Vermittlungskonzept. Die Finanzierung der Gesamtmaßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit Bund und Land.

Daneben ist das Kulturreferat im intensiven Austausch mit Fachleuten für Geschichte und deren Vermittlung. Im Februar 2019 erschien mit Band 4 der Schriften des Kulturreferats der Stadt Nürnberg eine Auswertung und Analyse der ersten Besucherbefragung auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, die der Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführt hat. Sie hat gezeigt, dass allein an den Befragungstagen Menschen aus 29 Ländern das Gelände besucht haben. Auf Einladung des Kulturreferats nehmen nun zwei renommierte Fachleute außerhalb Deutschlands diese internationale Perspektive ein und geben für die Herausforderungen der zukünftigen Vermittlungsarbeit ihre Empfehlungen ab:

Das Institut für Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen der Pädagogischen Hochschule Luzern, vertreten durch Prof. Dr. Karin Fuchs, gehört zu den herausgehobenen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum für die Beratung speziell in der schulischen und vor allem außerschulischen Geschichtsvermittlung. Es ist in zahlreichen wissenschaftlichen Beiräten und Herausgebergremien (unter anderem Georg-Eckert-Institut für Schulbuchforschung, Zeitschrift für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften) vertreten und wirkt bei Standardwerken zum Umgang mit außerschulischen Lernorten mit (zum Beispiel Handbuch Praxis des Geschichtsunterrichts).


In Großbritannien zählt Prof. Neil Gregor zu den profiliertesten Historikern in der Erforschung der nationalsozialistischen Gesellschaft und der Auseinandersetzung mit dieser Zeit nach 1945. Sein Augenmerk liegt dabei speziell auf Nürnberg. 2008 erschien von ihm hierzu das vielbeachtete Buch ?Haunted City. Nuremberg and the Nazi Past?. Er ist Mitglied zahlreicher renommierter wissenschaftlicher Beiräte (etwa beim Deutschen Historischen Institut London, Leo-Baeck-Institut London) sowie im Herausgebergremium der ?Studies in German History? in der renommierten Oxford University Press.

Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner wird in die Veranstaltung am 21. März um
19 Uhr einführen und den Stand des Projekts vorstellen.

Zu der Veranstaltung in deutscher Sprache ist der Eintritt frei. Eine Anmeldung wird empfohlen telefonisch unter 09 11 / 2 31-75 38 oder per E-Mail an dokumentationszentrum@stadt.nuernberg.de. Nur so kann ein Sitzplatz garantiert werden. alf


Dieser Inhalt wurde erstellt von Stadt Nürnberg
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