Nürnberg

Nürnberg: Gedenken an Wilhelmstraßenprozess im Memorium

Mit einer Gedenkveranstaltung erinnert das Memorium Nürnberger Prozesse an den 70. Jahrestag der Urteilsverkündung im Wilhelmstraßenprozess.
Artikel drucken Artikel einbetten

Mit einer Gedenkveranstaltung erinnert das Memorium Nürnberger Prozesse an den 70. Jahrestag der Urteilsverkündung im Wilhelmstraßenprozess. Als Experten sprechen der Marburger Historiker Prof. Dr. Eckart Conze und der US-amerikanische Archivar Henry Mayer am Donnerstag, 11. April 2019, um 19 Uhr im Saal 600, Bärenschanzstraße 72.

Der elfte der insgesamt zwölf ?Nachfolgeprozesse? war nicht nur der längste, er übertraf auch in manch anderer Hinsicht sogar den ?Hauptkriegsverbrecherprozess? und mit ihm endete aufgrund seiner langen Dauer die Prozessserie in Nürnberg. Der Kreis der Angeklagten rekrutierte sich aus Reichsministern, aus Mitgliedern des Innenministeriums, des Propagandaministeriums, der Privat- sowie der Staatswirtschaft, der SS und des Auswärtigen Amts. Prof. Dr. Eckart Conze ordnet den Prozess zeitgeschichtlich ein und verortet ihn innerhalb der Ahndung von Kriegs- und Menschlichkeitsverbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg. Außerdem stellt er speziell den Beitrag des Auswärtigen Amts zu den Verbrechen des nationalsozialistischen Staats sowie maßgebliche Akteure vor. Anschließend widmet sich Henry Mayer, leitender Archivar am United States Holocaust Memorial Museum, dem Nachlass Robert Kempners. Robert Kempner war der amerikanische Ankläger, der sich mit den Tätern im diplomatischen Dienst befasste. Mayer hat diesen Nachlass über Jahre zusammengetragen und erschlossen.

Die Veranstaltung findet in englischer und deutscher Sprache statt, Henry Mayer trägt auf Englisch vor. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter Telefon
09 11 / 2 31-2 86 14 oder per E-Mail an memorium@stadt.nuernberg.de wird gebeten. alf


Dieser Inhalt wurde erstellt von Stadt Nürnberg
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren