Nürnberg

Nürnberg: Erinnerung an Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs

Andreas Ehresmann, Leiter der Gedenkstätte Lager Sandbostel in Niedersachsen, reflektiert in seinem Vortrag ?Eine normale Begleiterscheinung? Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs in der öffentlichen und lokalen Erinnerung? Gründe und Formen des Gedenkens an die Betroffenen.
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Andreas Ehresmann, Leiter der Gedenkstätte Lager Sandbostel in Niedersachsen, reflektiert in seinem Vortrag ?Eine normale Begleiterscheinung? Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs in der öffentlichen und lokalen Erinnerung? Gründe und Formen des Gedenkens an die Betroffenen. Er spricht am Dienstag, 21. Mai 2019, um 18.30 Uhr im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Bayernstraße 110. Im Anschluss folgt ein Gespräch mit Hanne Leßau, Kuratorin der aktuellen Sonderausstellung ?Das Reichsparteitagsgelände im Krieg? im Dokumentationszentrum, und Jörg Raab vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Das Erinnern an den Nationalsozialismus ist in starkem Maße mit den Namen der großen Konzentrationslager wie Auschwitz, Bergen-Belsen oder Dachau verbunden. Die Geschichte von Millionen Kriegsgefangener, die während des Zweiten Weltkriegs in deutsche Gefangenschaft gerieten, findet wenig Beachtung. Weder in der Forschung noch in Form von Erinnerungsorten oder Gedenkstätten nehmen sie einen größeren Platz ein. Wurden sie bislang als ?normale Begleiterscheinung? des Kriegs gesehen? In seinem Vortrag geht Andreas Ehresmann dieser Frage nach und erläutert, ob es möglicherweise noch andere Gründe für das Vergessen der ausländischen Kriegsgefangenen in der öffentlichen Erinnerung an den Nationalsozialismus gibt. Im anschließenden Gespräch mit Hanne Leßau und Jörg Raab geht es um die lokale Aufarbeitung dieses Kapitels in Nürnberg.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Bayern, statt. Sie ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung ?Das Reichsparteitagsgelände im Krieg. Gefangenschaft, Massenmord und Zwangsarbeit?, die das Dokumentationszentrum bis 2. Februar 2020 zeigt. Der Eintritt ist frei.

Eine Anmeldung unter Telefon 09 11 / 2 31-75 38 oder per E-Mail an
dokumentationszentrum@stadt.nuernberg.de wird empfohlen. alf


Dieser Inhalt wurde erstellt von Stadt Nürnberg


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