Nürnberg
Gesundheit

Ekel-Alarm in fränkischem See: Wurmlarven bohren sich in Haut von Badegästen

Das Gesundheitsamt Nürnberg warnt Badegäste der Norikusbucht in Nürnberg vor sogenannten "Zerkarien". Es handelt sich dabei um Wurmlarven, die in die Haut des Menschen eindringen können.
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Ein Hautausschlag und Juckreiz ist ein Symptom sogenannter "Zerkarien". Dabei handelt es sich um Wurmlarven, wie sie auch in der Norikusbucht in Nürnberg zu finden sind. Symbolfoto: pixabay.com/ID 2396521
Ein Hautausschlag und Juckreiz ist ein Symptom sogenannter "Zerkarien". Dabei handelt es sich um Wurmlarven, wie sie auch in der Norikusbucht in Nürnberg zu finden sind. Symbolfoto: pixabay.com/ID 2396521

Wurmlarven sorgen in Nürnberg für Ausschläge: Nach bereits drei Fällen des Befalls von Zerkarien in der Norikusbucht am Wöhrder See, warnt das örtliche Gesundheitsamt nun auf ihrer Webseite vor den Larven.

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Wurmlarven in der Norikusbucht in Nürnberg: Was sind Zerkarien?

Zerkarien sind Larven von Saugwürmern, die sich einen Wirt suchen, um sich dort zu entwickeln und Eier zu legen, die mit dem Kot wieder ausgeschieden werden, so das Bayerische Landesamt für Gesundheit.

Als Wirt ist der Mensch allerdings ungeeignet, weshalb sich die Larven lieber Wasservögel, meist Enten, als Wirt suchen. Falls sich eine Wurmlarve aus Versehen doch in die Haut eines Menschen bohrt, ist unser Immunsystem stark genug, den Eindringling abzutöten, und der Parasit kann sich nicht zu einem Wurm entwickeln. Das ist für den Menschen nicht gefährlich, betont Renate Scheunemann vom Gesundheitsamt Nürnberg. Es könne lediglich zu einem roten Hautausschlag und Hautjucken kommen.

So vermeiden Sie einen Befall mit Zerkarien

  • Das Gesundheitsamt Nürnberg empfiehlt, vor allem das Baden in seichten Gewässern zu vermeiden, da sich hier die meisten Larven befinden und das Risiko höher ist. Man sollte demnach am besten schnell durch niedriges Wasser laufen und direkt in das tiefere Wasser baden gehen.
  • Auch das Baden am frühen Morgen sollte man laut Gesundheitsamt vermeiden. „Die Zerkarien warten am Morgen sozusagen schon auf einen Wirt, weshalb das Risiko auch viel höher ist.“
  • Außerdem gilt zu beachten, Badesachen nach dem Schwimmen direkt zu wechseln und den Körper gut abzutrocknen.

Die Expertin betont jedoch, dass nicht nur in der Norikusbucht das Risiko eines Befalls besteht, sondern in jeglichen naturbelassenen Gewässern - "hier muss jeder selbst abwägen, ob man in einem natürlichen Gewässer schwimmen möchte, das vielleicht schöner, aber mit einem gewissen Risiko belastet ist. Genauso kann es aber auch mit Chlor zu Schwierigkeiten kommen."

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