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Hauptbahnhof Nürnberg: Bombendrohung gegen ICE - Zusammenhang mit Anschlag bei Allersberg?

Am Montag lief am Nürnberger Hauptbahnhof ein Großeinsatz der Polizei. Grund: Eine konkrete Bombendrohung gegen einen ICE der Deutschen Bahn. Die Polizei ermittelt weiterhin nach dem Täter. Auch ein Zusammenhang zu einem früheren Anschlag auf einen ICE wird geprüft.
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Der ICE steht am Gleis und wird durchsucht. Die Bundespolizei hatte eine Bombendrohung erhalten. Foto: NEWS5/Salg
Der ICE steht am Gleis und wird durchsucht. Die Bundespolizei hatte eine Bombendrohung erhalten. Foto: NEWS5/Salg

++++Update: Nach Anschlag auf ICE bei Allersberg: IS-Hintergrund bestätigt sich - Tatverdächtiger festgenommen

 

Großeinsatz am Nürnberger Hauptbahnhof - Bombendrohung gegen ICE: Die Bundespolizei hat am Montag (7. Januar 2019) einen Großeinsatz am Hauptbahnhof in Nürnberg gestartet. Grund war eine konkrete Bombendrohung gegen einen ICE. Der Zug ICE 706 aus München war auf dem Weg nach Berlin.

Der ICE wurde kurz vor Nürnberg gestoppt und wurde evakuiert. Eine Bombe wurde nicht gefunden, auch Verletzte gab es nicht.

Polizei prüft Zusammenhang zu Anschlag im Herbst auf derselben Bahnstrecke

Die Ermittler prüfen nun, ob es einen Zusammenhang zu einem Anschlag auf dieselbe Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg-München vom Herbst vergangenen Jahres gibt, erklärte der Sprecher der Bundespolizei Nürnberg, Thomas Gigl. Unbekannte hatten Anfang Oktober bei Allersberg in Mittelfranken ein Drahtseil über die Gleise gespannt. Ein ICE raste nachts über das Seil. Der Zug wurde beschädigt, verletzt wurde niemand.

Bombendrohungen wie die von Montag seien "glücklicherweise eine Ausnahme", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn in Berlin. Die Bahn sei zwar ein offenes System, die Zugänge zu Gleisen und Zügen für jedermann möglich und daher ein hundertprozentiger Schutz nicht zu gewährleisten.

Die Mitarbeiter der Bahn würden aber regelmäßig für mögliche Gefahrenlagen sensibilisiert. "Nicht nur die Sicherheitskräfte, auch Lokführer, Zugbegleiter und Mitarbeiter an den Schaltern achten auf auffällige Personen oder Gegenstände", betonte der Sprecher.

Hauptbahnhof in Nürnberg: Polizei-Hunde spüren "keine verdächtigen Gegenstände" auf

Wie die Bundespolizei nach der Drohung am Montag um 17.24 Uhr via Twitter mitteilte, konnten die Spürhunde keine verdächtigen Gegenstände finden. Demnach bestehe keine Gefahr. Die Sperrung wurde anschließend wieder aufgehoben.

 

 

Was war passiert?

Der ICE war am Montag sofort gestoppt und nach einem Halt im S-Bahn-Bahnhof Dürrenhof in den Hauptbahnhof weitergeleitet worden. Dort wurde er umgehend durch Spezialhunde durchsucht.

 

 

Zugverkehr stark beeinträchtigt

Die Fahrgäste wurden aus dem Zug evakuiert und in die Bahnhofshalle gebracht. Wer und wie die Drohung ausgesprochen wurde, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht sagen. Rund 40 Polizeibeamte waren im Einsatz.

Wegen des Vorfalls war der Zugverkehr rund um Nürnberg stark beeinträchtigt. Die Bahn bat Reisende, sich über die App beziehungsweise der Homepage über die aktuellen Abfahrtszeiten zu informieren.

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