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Nürnberg
Blaulicht

"Mit um die Ecke": Maskenverweigerer fordert Polizisten zum Faustkampf heraus

In Nürnberg Betrunkene die Polizei zu einem Faustkampf aufgefordert. Sie hatten sich zuvor partout geweigert, die Maskenpflicht einzuhalten.
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Faustschlag
Der Betrunkene forderte die Beamten auf, "mit um die Ecke" zu kommen. Er wollte einen Faustkampf mit der Polizei. Foto: Rockafox/Adobe Stock

Am Donnerstagabend (21.05.2020) ist es in der Haupthalle des Nürnberger Hauptbahnhofs zu einem Zusammenstoß zwischen einer Gruppe betrunkener Männer und der Polizei gekommen. Es folgten mehrere Festnahmen und Strafverfahren.

Wie die Polizei berichtet, war die Männergruppe an diesem Abend gleich zweimal auffällig geworden. Sie war der Polizei zuvor bereits aufgefallen, weil keiner der drei Männer den Mindestabstand einhielt, noch Gesichtsmasken trug - was die bayerische Infektionsschutzverordnung derzeit allerdings vorschreibt. Die Polizisten forderten die Männer auf, Masken zu tragen und den vorgeschriebenen Abstand einzuhalten. Widerwillig setzten die Männer daraufhin ihre Masken auf. Als ihnen die Polizei 20 Minuten später erneut begegnete, hatte zwei der drei Männer abermals keine Masken auf. 

Nürnberg: Polizei muss mit Schlagstock drohen

Die Beamten versuchten daraufhin, die Identität der beiden Unbelehrbaren zu ermitteln. Als einer der Männer versuchte, sich aus dem Staub zu machen, forderten ihn die Beamten auf stehenzubleiben. Der 31-Jährige hob daraufhin die Fäuste und nahm eine "kampfsporttypische Angriffshaltung" ein, wie die Polizei es ausdrückte. Als die Polizisten mit dem Einsatz des Schlagstocks drohten, zeigte sich der junge Mann schließlich kooperativ.

Sein 37-jähriger Begleiter forderte die Polizisten allerdings auf, für einen Schlagabtausch "mit um die Ecke" zu kommen. Er hob dabei ebenfalls - wie sein Freund zuvor - die Fäuste. Die Beamten überwältigten den 37-Jährigen kurzerhand und nahmen ihn fest. Beim Versuch, sich zu wehren, griff der Mann einen der Beamten mit einem Kopfstoß an. Der Polizist konnte diesem jedoch ausweichen.

Eine Alkoholmessung auf der Wache ergab einen Wert von 1,6 Promille. 

Der 31-Jährige muss sich nun wegen Verstoß gegen die vierte bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verantworten. Auf den 37-Jährigen kommt dieselbe Anzeige zu, darüber hinaus eine Anzeige wegen tätlichen Angriffs und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. 

Die Corona-Maßnahmen stoßen immer wieder auf Widerstand. In Nürnberg fanden bereits mehrere Demonstrationen statt. Die Polizei sprach unlängst davon, "starke Präsenz" zeigen wollen.