Nürnberg
Festnahme

Mittelfranken: 26-Jähriger masturbiert im Flixbus - niemand wollte dem Opfer helfen

Auf der A9 in Mittelfranken wurde am Wochenende ein Flixbus angehalten und ein 26-Jähriger festgenommen. Er hatte zuvor in einem Flixbus masturbiert. Eine 24-Jährige alarmierte den Notruf. Jetzt erzählt sie Einzelheiten zu der ekelhaften Situation.
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Exhibitionismus im Flixbus: Am Sonntagvormittag (17. März 2019) hat die Polizei Mittelfranken einen Flixbus auf der A9 zwischen Nürnberg und Feucht angehalten und einen 26-Jährigen festgenommen. Jetzt erzählt das Opfer, das neben dem onanierenden Mann saß, Einzelheiten der widerlichen Begebenheit. So habe ihr weder der Busfahrer noch die Flixbus-Hotline helfen wollen.

Nürnberg: Mann masturbiert im Flixbus - 24-Jährige schockiert

Grund für die Festnahme: Exhibitionistische Handlungen, wie die Polizei gegenüber inFranken.de bestätigte. Der 26-Jährige masturbierte im Flixbus, der von München ins oberfränkische Bayreuth unterwegs war. Eine 24-jährige Frau, saß in der selben Reihe des Reisebusses. Sie postete die Aktion im sozialen Netzwerk Jodel:

Darin heißt es: "Ich sitze gerade im Flixbus und der wixxer neben mir holt sich ernsthaft einen runter"

Zahlreiche User kommentierten den Post. Ein Nutzer schrieb zum Beispiel: "fotografieren und sofort anzeigen!!!!!". Die 24-Jährige postete anschließend ein Beweisfoto unter dem Post: Sie hielt diesen Moment mit ihrem Smartphone fest.

Zunächst sei der Täter hilfsbereit und freundlich gewesen, so die 24-Jährige Frau gegenüber der "Bild"-Zeitung: "Er fragte mich dann auf Englisch: 'Wo fährst du hin, wie alt bist du?'" Daraufhin habe der Mann begonnen, sich an seinem Geschlechtsteil zu berühren. "Das kam mir komisch vor. Ich habe dann mit meinem Handy gespielt und Musik gehört. Irgendwann sah ich im Blickwinkel, dass sich da was bewegt. Ich dachte: 'Das kann nicht sein! Auf keinen Fall kann das wahr sein!'"

Busfahrer und Flixbus-Hotline halfen nicht

Die junge Frau berichtete dem Busfahrer davon. "Sein Blick bedeutete, dass ihn das nicht besonders schockierte", so die 24-Jährige. "Er sagte: 'Da kann ich jetzt nichts machen. So ein Saubär, hat der denn alles vollgespritzt?' Da dachte ich: 'Der will mir nicht helfen.'" Dann versuchte die Frau, die Flixbus-Hotline anzurufen, doch auch die Hotline-Mitarbeiterin konnte oder wollte ihr nicht helfen. "Sie stellte mir komische Fragen, völlig unpassend. Wie meine Buchungsnummer ist und wie ich heiße. Dann meinte sie: 'Ich kann Ihnen jetzt nicht helfen, tut mir leid.'"

Daraufhin verständigte die junge Frau die Polizei. Gegen Mittag kam es auf einer Autobahnraststätte der A9 zur Festnahme. Offenbar ist der Mann, ein 26-jähriger Osteuropäer, polizeibekannt. Dem Mann droht eine Geld- beziehungsweise Haftstrafe. Gegen ihn wird wegen exhibitionistischer Handlungen ermittelt. "Sexuelle Belästigung nach § 184i kommt nicht in Betracht", so ein Polizeisprecher. "Dafür hätte er sein Opfer körperlich berühren müssen." Dann hätten dem Mann bis zu zwei Jahre Haft gedroht.

Flixbus nahm zum wenig hilfreichen Verhalten des Busfahrers bereits Stellung: "Wir nehmen diesen Vorfall zum Anlass, den für uns eingesetzten Fahrer erneut umfassend auf unsere Service- und Beförderungsabläufe hinzuweisen und zu sensibilisieren."

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Symbolbild: Boris Roessler/dpa

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