Nürnberg
Warnung

Tödliches Virus in Franken nachgewiesen: Das müssen Hundebesitzer jetzt beachten

Das Veterinäramt der Stadt Nürnberg warnt Hundehalter vor der gefährlichen Staupe. Bei einem Fuchs im Stadtgebiet wurde die Viruserkrankung nachgewiesen. Das Amt geht davon aus, dass sich das Virus weiter verbreitet, Hunde sind somit in Gefahr.
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Warnung vor Staupe-Virus in Nürnberg: Hundebesitzer sollten ihre Tiere besser anleinen. Symbolfoto: Bernd Weißbrod/dpa/lsw
Warnung vor Staupe-Virus in Nürnberg: Hundebesitzer sollten ihre Tiere besser anleinen. Symbolfoto: Bernd Weißbrod/dpa/lsw

Staupe in Stadt Nürnberg entdeckt: Bei einem Fuchs aus dem Jagdrevier Kraftshof wurde Staupe festgestellt, das berichtete das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)dem Veterinäramt der Stadt Nürnberg. In einer Mitteilung warnt das Veterinäramt nun vor dem gefährlichen Virus im Stadtgebiet Nürnberg.

Hundehalter sollen Folgendes beachten

  • Hundehalter sollten ihre Tiere angeleint lassen (insbesondere in unübersichtlichen Bereichen mit Wald, Hecken und Büschen).
  • Zum Schutz vor einer Infektion rät das Veterinäramt allen Hundehaltern dringend, den Staupe-Impfstatus ihrer Tiere zu kontrollieren und die Impfungen zu aktualisieren, falls diese nicht in den erforderlichen Abständen durchgeführt wurden.

Folgen einer Staupe-Erkrankung

Staupe ist eine große Gefahr für Hunde: Die virale Erkrankung beginnt mit Fieber, gastrointestinalen Beschwerden oder Atemwegssymptomatik. Im weiteren Verlauf kann es durch Schädigung des Gehirns zu zentralnervösen Störungen kommen, die sich nicht selten tollwutähnlich darstellen.

Das Virus wird über Tröpfcheninfektion übertragen. Für Hunde und Frettchen ist Staupe meist tödlich, eine Behandlung von infizierten Tieren ist meist erfolglos. Umso wichtiger ist eine vorbeugende Impfung der empfänglichen Hunde. Für Menschen gilt das Staupe-Virus als ungefährlich.

Infizierte Füchse nicht anfassen

Der Fuchs wurde am 22. Mai 2019 aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten erlegt und zur Abklärung ansteckender Erkrankungen, insbesondere Tollwut und Staupe, an das LGL gesandt. Staupe bei Füchsen wurde in diesem Jahr bereits in mehreren Gegenden Deutschlands festgestellt, unter anderem in den Landkreisen Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Ansbach und Neumarkt.

Auffällige oder tot aufgefundene Füchse und andere Tiere sollten nicht angefasst werden, sondern unverzüglich der zuständige Jagdpächter informiert werden.

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