Nürnberg
Verbrechen

Frau während Umarmung mit dem Messer attackiert - lange Haftstrafe für Ex-Mann

Weil er seine Ex-Frau hinterhältig mit einem Messer attackierte ist ein Mann (30) in Nürnberg zu 12 Jahren Haft verurteilt worden. Während einer eigentlich harmlosen Umarmung am Ende des Gesprächs zückte der Mann ein Messer und stach wild auf die wehrlose Frau ein.
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Bei der Verabschiedung fing der Mann an, mehrmals auf seine wehrlose Ex-Frau einzustechen. Als ein Passant zur Hilfe eilte, zückte der Mann sogar noch ein zweites Messer. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa
Bei der Verabschiedung fing der Mann an, mehrmals auf seine wehrlose Ex-Frau einzustechen. Als ein Passant zur Hilfe eilte, zückte der Mann sogar noch ein zweites Messer. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa

Das Opfer glaubte an eine harmlose Umarmung zum Abschied, ihr Ex-Mann missbrauchte die Geste dagegen für eine hinterhältige Messer-Attacke: Wegen versuchten Mordes ist am Donnerstag in Nürnberg ein 30 Jahre alter Mann aus Bad Windsheim zu einer Haftstrafe von 12 Jahren verurteilt worden. Zugleich ordnete das Landgericht Nürnberg-Fürth gegen Ende der Haftzeit die Unterbringung des Verurteilten in einer Entziehungsanstalt an. Der zunächst bis Freitag terminierte Prozess war bereits am Donnerstag zu Ende gegangen.

Mann sticht auf Ex-Frau ein: Bei der Umarmung zückte er das Messer

Das Gericht sah es am Ende des fünftägigen Prozesses als erwiesen an, dass der Mann im Juni 2018 seine frühere Frau im mittelfränkischen Bad Windsheim auf offener Straße mit einem Messer attackiert hatte. Anlass war ein Gespräch mit seiner Ex-Frau, um das der Angeklagte in seiner Bad Windsheimer Wohnung noch einmal gebeten hatte.

Als sich die Frau später von dem 30-Jährigen verabschiedete, hatte der Mann sie um eine letzte Umarmung gebeten. Im Vertrauen darauf, dass er sie wohlwollend in die Arme habe schließen wollen, habe sie sich darauf eingelassen, berichtet die Staatsanwaltschaft. Der als Arbeiter beschäftigte Angeklagte habe dagegen die Situation kaltblütig ausgenutzt und mit einem im Hosenbund versteckten Messer auf die Frau eingestochen.

Passant kommt zur Hilfe: Mann holt zweites Messer heraus und sticht weiter zu

Selbst als ein Passant der attackierten Frau zur Hilfe eilte und dem Angreifer das Messer entrang, habe sich der Angreifer nur kurz von seiner Tat abhalten lassen. Stattdessen zückte der 30-Jährige nach Erkenntnissen der Ermittler ein zweites im Hosenbund verstecktes Messer und stach mit den Worten "Schlampe, ich bring Dich um" und "Wenn ich Dich nicht haben kann, soll niemand Dich mehr haben" weiter auf sein Opfer ein. Die Frau sei mit insgesamt 24 teils lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik gebracht worden.

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