Nürnberg
Alkoholkonsum

Studie über Alkoholkonsum: Jugendliche auf dem Land trinken mehr

Beim Alkoholkonsum von jungen Leuten im Freistaat gibt es Unterschiede zwischen Stadt- und Land. Laut einer Studie des Gesundheitsministeriums wird in Dörfern früher, mehr und häufiger Alkohol konsumiert.
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Neue Studie zum Alkohol- und Drogenkonsum veröffentlicht: Jugendlichen in bayerischen Dörfern trinken tendenziell mehr und häufiger Alkohol als Gleichaltrige in den Städten. Hinzu komme, dass sie deutlich früher mit Alkohol anfangen, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstag (19. Oktober 2019) die Ergebnisse einer Studie mit.

Studie zum Alkoholkonsum bei Jugendlichen: Binge Drinking weit verbreitet

Gerade unter den Jungs auf dem Land sei auch exzessiver Alkoholkonsum, das sogenannte Binge Drinking, weit verbreitet. Hingegen würde in den Städten etwas mehr gekifft. Das Ministerium will seine Präventionsarbeit zukünftig besser am regionalspezifischen Bedarf ausrichten.

 

Im Rahmen der sogenannten Schulbus-Studie (Schüler- und Lehrerbefragungen zum Umgang mit Suchtmitteln) wurden rund 5700 Schüler ab der 8. Klasse aus den Städten München und Nürnberg sowie den Landkreisen Miltenberg, Dillingen und Weilheim-Schongau zu ihrem Suchtverhalten befragt. Die Studie startete den Angaben zufolge zum Schuljahresbeginn 2017/2018.

 

Ein Fünftel nutzt E-Zigaretten oder E-Shishas

Kritisch sei auch, dass zahlreiche Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren Zugang zu E-Zigaretten und E-Shishas haben. So gaben rund 20 Prozent der Schüler an, im vergangenen Monat eine E-Zigarette oder E-Shisha geraucht zu haben. "E-Zigaretten und E-Shishas gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen, sie können ein getarnter Einstieg in die Nikotinsucht sein", warnte Gesundheitsminister Melanie Huml (CSU). Zudem könnten E-Zigaretten und E-Shishas Substanzen enthalten, die Allergien auslösen. In den USA haben viele Konsumenten von E-Zigaretten mit einer besonderen Lungenkrankheit zu kämpfen.

Als positiv wertet das Ministerium die Tatsache, dass es keinen Anstieg des Konsums der so genannten Neuen Psychoaktiven Substanzen (NPS) oder der Droge Crystal Meth (Meth-Amphetamin) unter den Jugendlichen gab.

 

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