Nürnberg
Spende

Nach Spendenaufruf: Herzkrankes Mädchen Aria bekommt endlich ein neues Herz

Aria ist sehr krank. Das kleine Mädchen aus Mittelfranken erleidet im November 2017 einen Herzstillstand. Seitdem muss sie Medikamente nehmen. Essen und trinken kann sie nicht alleine. Eine Transplantation in den USA soll sie retten. Mittwoch hebte sie aus Nürnberg ab.
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Mutter Sabrina mit Aria Foto: Airport Nürnberg / Christian Albrecht
Mutter Sabrina mit Aria Foto: Airport Nürnberg / Christian Albrecht
Die kleine Aria aus Ellingen in Mittelfranken ist schwer krank: Sie hat eine fortschreitende Herzmuskelerkrankung, welche zum Herzstillstand führen kann. Bislang helfen Medikamente, um sie zu stabilisieren, doch eine Transplantation ist unumgänglich. Diese soll jetzt in einer Spezialklinik in Memphis (Texas) durchgeführt werden.

Auf ein Spenderherz müsste Aria in Deutschland über zwei Jahre warten - in den USA gehe das schneller, meldet Antenne Bayern. Das kleine Mädchen kann nicht mehr selbst trinken und muss über eine Sonde durch die Nase ernährt werden, heißt es weiter. In der letzten Zeit gab es viele Benefizveranstaltungen und einen Spendenaufruf für Aria - rund 235 000 Euro seien so zusammengekommen.

Aria - ein Kind, das völlig gesund scheint - hat im November 2017 nachmittags plötzlich einen Herzstillstand. Arias Opa, der Erfahrung als Rettungssanitäter hat, übernimmt die Reanimation bis der Notarzt kommt. Dann die Schockdiagnose: Arias linker Herzmuskel ist krankhaft vergrößert. Etliche Aufenthalte im Uniklinikum Erlangen folgen.



Arias Vater hat eine Verbindungen zu den USA - er kommt aus Memphis. Dort soll die Herztransplantation durchgeführt werden. Warum? Dort ist jeder zweite Bürger als Organspender registriert, so Antenne Bayern. Die Chancen für Aria sind somit viel höher, schnell Hilfe zu bekommen.

Nach dem Spendenaufruf, bei dem Geld für das kleine Mädchen gesammelt wurde, kommt schließlich die Zusage der Krankenkasse: ein Teil der Transplantationskosten wird übernommen. Am Mittwoch hebt das kranke Mädchen endlich mit dem Frühflug der Lufthansa vom Airport Nürnberg nach Frankfurt ab. Von dort aus geht es direkt weiter in die USA.

Aria bewegt seit Wochen die Gemüter, denn wegen der hohen Kosten für die Transplantation wurden Spendenaufrufe ins Leben gerufen und über sie berichtet. Ihre Familie hofft, dass Arias Schicksal möglichst viele dazu bringt, über Organspenden nachzudenken.

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