Schwarzenbruck
Hochzeit

Nach Schicksalsschlag: Querschnittsgelähmter erlebt glücklichsten Tag im Krankenhaus

Ein querschnittsgelähmter Patient des Rummelsberger Krankenhauses will seine große Liebe heiraten. Das Krankenhauspersonal macht es möglich und beschert Josef und Christina Rappl den schönsten Tag in ihrem Leben.
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Mit klappernden Dosen am Rollstuhl steht er mit seiner großen Liebe vor dem "Altar". Josef Rappl und seiner Frau fehlte es bei ihrer Hochzeit an nichts. Foto: Dominik Kranzer
Mit klappernden Dosen am Rollstuhl steht er mit seiner großen Liebe vor dem "Altar". Josef Rappl und seiner Frau fehlte es bei ihrer Hochzeit an nichts. Foto: Dominik Kranzer

Für Christina und Josef Rappl ist es der schönste Tag in ihrem Leben: die gemeinsame Hochzeit. Für die beiden Frischverheirateten fand der allerdings nicht wie für andere in der Kirche, sondern im Rummelsberger Krankenhaus statt. Das war auch für das Personal das erste Mal: "Eine Trauung hatte es bis dato im Krankenhaus noch nie gegeben", so Klinikseelsorger Walter Pfeufer.

Unfall verändert sein Leben - Josef kämpft sich zurück

Einige Wochen davor hatte Josef Rappl aus Beratzhausen seiner Freundin den Hochzeitsantrag gemacht. Seit 20 Jahren sind die beiden schon ein Paar. Wie stark die Liebe der beiden ist, bewies sein Unfall im Jahr 2018.

Vier Wochen lag Rappl im Koma. Der Grund war ein Zusammenstoß mit einem Omnibus - Rappl saß auf seinem Roller. Seit jenem Unfall ist er querschnittsgelähmt und lebt Querschnittszentrum Rummelsberg. Hier kämpfte er sich seinen Weg zurück ins Leben.

Hochzeit im Krankenhaus: "So etwas habe ich woanders noch nie erlebt"

Seine Freundin Christina wich ihm bei diesem Weg nie von der Seite. Durch sie schöpfte Rappl neuen Mut - eine Frau zum Heiraten, dachte sich Rappl: "Ich habe mich schon oft gefragt, warum ich diesen Schritt nicht schon früher gemacht habe. Es hat eben gedauert".

Organisiert hatte die Feierlichkeiten das Team des Querschnittszentrums. "So etwas habe ich woanders noch nie erlebt, wie sich hier alle einbringen", sagt Rappl. Denn vom geschmückten Samariter-Bus, der die beiden hupend zum Standesamt brachte bis hin zum Rollstuhl mit klappernden Dosen fehlte es der Hochzeit an nichts. Die Segnung der Verliebten durch einen Bruder des Krankenhauses und die Feier mit Familie und Mitarbeitern waren die Höhepunkte der Hochzeit.

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