Nürnberg
Betrug

Rund 700.000 €: Falsche Polizisten betrügen auch Opfer aus Franken

Polizisten aus drei Bundesländern haben am Donnerstagmorgen mutmaßliche Betrüger in Niedersachsen festgenommen. Den Männern wird vorgeworfen, ihre Opfer (unter anderem aus Mittelfranken) um rund 700.000 Euro betrogen zu haben.
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Vier Mitglieder einer mutmaßlichen Betrüger-Bande hat die Polizei mittlerweile festgenommen. Ihre Opfer stammen unter anderem aus Mittelfranken. Symbolfoto: Marcus Führer/dpa
Vier Mitglieder einer mutmaßlichen Betrüger-Bande hat die Polizei mittlerweile festgenommen. Ihre Opfer stammen unter anderem aus Mittelfranken. Symbolfoto: Marcus Führer/dpa

Mit einer Betrugsmasche hat eine Bande ihre Opfer, die unter anderem aus Mittelfranken stammen, um rund 700.000 Euro erleichtert. Das berichtet die Polizei. Die Ermittler haben nun weitere mutmaßliche Betrüger hochgenommen.

Betrugsmasche am Telefon: Opfer verlieren viel Geld

Mit der speziell eingerichteten "Ermittlungskommission (EKO) 110" kam die Polizei ihnen Ende 2018 auf die Spur. Bei den Betrügern soll es sich um eine Bande handeln. Laut den Ermittlern gaben sich die Täter als Polizisten aus und setzten ihre Opfer am Telefon unter Druck. Dadurch konnten sie hohe Geldsummen erbeuten. Darüber hinaus verloren die Opfer Schmuck und andere Wertgegenstände an die Betrüger.

Vier mutmaßliche Betrüger verhaftet

Am Donnerstagmorgen (4.04.2019) durchsuchten Polizisten aus Mittelfranken, Baden-Württemberg und Niedersachsen Wohnungen in Niedersachsen. Die Beamten stellten zahlreiche Beweise sicher. Dazu zählen: Bargeld, Schmuck sowie Mobiltelefone und elektronische Datenträger.

Zwei Verdächtige wurden festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte gegen eine Person Haftantrag. Gegen eine zweite Person lag bereits ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Stuttgart vor.

Zwei weitere Verdächtige waren Anfang Februar in Niedersachsen festgenommen worden. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung fanden die Beamten ebenfalls umfangreiche Beweismittel sowie einen Teil der Beute. Insgesamt wurden bisher fünf Tatverdächtige identifiziert. Vier davon befinden sich in U-Haft.

 



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