Nürnberg
Krankheit

Lea (12) hat Blutkrebs: FAU Erlangen will leukämiekranken Kindern mit besonderer Aktion helfen

Die FAU Erlangen-Nürnberg kümmert sich besonders um die Blutkrebspatienten in der Uni-Klinik. So auch um Lea (12), die schon vor drei Jahren ihre Diagnose bekam. Sie kann wieder Mut schöpfen. Als Vorbild könnte dabei ein junger Bergsteiger dienen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Lea hat Leukämie: Zur Behandlung muss sie regelmäßig Knochenmarkpunktion in der Erlanger  Uni-Klinik über sich ergehen lassen. Ihre Mutter begleitet sie. Foto: Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen
Lea hat Leukämie: Zur Behandlung muss sie regelmäßig Knochenmarkpunktion in der Erlanger Uni-Klinik über sich ergehen lassen. Ihre Mutter begleitet sie. Foto: Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen
+3 Bilder

Die Onkologie (Abteilung für Tumore und Krebs) im Erlanger Uni-Klinikum hat auch eine Abteilung für Kinder und Jugendliche. In Behandlung sind dort junge Menschen, die um ihr Leben kämpfen. So auch die 12-jährige Lea, die bereits mit neun Jahren die Diagnose Blutkrebs bekam.

Schockdiagnose Blutkrebs: Eltern und Lea wenden sich an Uni-Klinik Erlangen

"Es war der 22. September 2016, als Professor Doktor Markus Metzler unserer Tochter Knochenmark entnahm und untersuchte", erinnert sich Leas Vater, Darko Jankovic. Nur wenige Stunden nach der Entnahme erklärte Professor Metzler, dass Lea Leukämie hat. Da die damals Neunjährige und ihre Eltern Angst hatten vor einer Knochenmarktransplantation, wendeten sie sich an die Fachabteilung des Uni-Klinikums Erlangen.

Im darauffolgenden Sommer hatten die Erlanger Ärzte mit Medikamenten bereits ein Nachlassen der Krankheit erreicht - trotz eines extremen Ausgangsbefunds. Täglich nimmt die Zwölfjährige heute eine kleine Tablette ein. "Die vergisst sie nie", versichert ihr Vater. "Und damit geht es ihr so gut, dass man nicht denken würde, dass sie jemals krank war."

Bereits mit 12 erkrankt: Yunus litt an Blutkrebs - heute geht es ihm wieder gut

Auch Yunus litt bereits mit 12 Jahren schon an einer speziellen Blutkrebsart - der chronischen myeloischen Leukämie (CML). Heute geht es dem Teenager wieder gut. Jetzt setzt sich der Junge für die Erforschung der Leukämie ein - in dem er auf besondere Weise für Spenden wirbt.

"Klettern für Heilung" heißt das Projekt, an dem Yunus (18) teilnehmen wird. Das Ziel: Die Besteigung des Kilimandscharo in Tansania. Begleitet wird er dabei von Mutter Cornelia, Schwester Ayla und seinem Arzt Professor Doktor Markus Metzler, der die Kinderonkologie des Universitätsklinikums Erlangen leitet. In einem fränkischen Krankenhaus griff vor Kurzem ein Mann einen Helfer in der Notaufnahme an.

Mut, Medikamente und gute Ärzte: Yunus ist wieder leistungsstark und will damit Spenden sammeln

Dass sich Yunus überhaupt auf den Weg zum 5895 Meter hohen Gipfel machen kann, verdankt er seinem Mut, wirksamen Medikamenten und den Ärzten aus Erlangen. Durch die Besteigung des Gipfels vom 26. Oktober bis zum 3. November 2019 soll gezeigt werden, wie leistungsstark Yunus und andere Blutkrebs-Patienten heute sind.

Insgesamt nehmen abgesehen von Yunus und seiner Familie 25 internationale Forscher und Ärzte mit Patienten teil. "Wir machen damit auf unsere Herzensangelegenheit aufmerksam: Darauf, dass wir Leukämie heute weltweit mit guter Diagnostik und modernen Medikamenten erfolgreich bekämpfen können, wenn wir über uns hinauswachsen und unsere Komfortzone verlassen", sagt Professor Metzler.

Vorbereitung aufs Bergsteigen: "Yunus ist heute wieder mehr als fit"

Seit Wochen bereitet sich Professor Metzler auf die Bergbesteigung vor, macht Höhentouren, geht regelmäßig joggen und fährt viel Rad. Yunus trainierte in den vergangenen Tagen unter anderem bei der Albstadt-Challenge auf der Schwäbischen Alb: Er, seine Mutter und seine Schwester liefen dort je 60 Kilometer und 1.500 Höhenmeter - 14 Stunden am Stück. "Yunus ist heute wieder mehr als fit", sagt seine Mutter Doktor Cornelia Borowczak.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.