Lauf an der Pegnitz

Lauf an der Pegnitz: Katastrophenhilfe im Schneechaos

21.01.2019 Rettungskräfte aus dem Nürnberger Land unterstützen ihre Kollegen in der südbayerischen Alpenregion Die Beseitigung der Schneemassen nahm mehrere Tage in Anspruch (Fotos: Feuerwehr Lauf) Zu einem kräftezehrenden Einsatz fernab der Heimat wurden Mitte Januar zahlreiche Rettungskräfte aus dem Nürnberger Land in die südbayerische Alpenregion gerufen.
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21.01.2019

Rettungskräfte aus dem Nürnberger Land unterstützen ihre Kollegen in der südbayerischen Alpenregion


Die Beseitigung der Schneemassen nahm mehrere Tage in Anspruch (Fotos: Feuerwehr Lauf)

Die Beseitigung der Schneemassen nahm mehrere Tage in Anspruch (Fotos: Feuerwehr Lauf)

Zu einem kräftezehrenden Einsatz fernab der Heimat wurden Mitte Januar zahlreiche Rettungskräfte aus dem Nürnberger Land in die südbayerische Alpenregion gerufen. Nachdem dort aufgrund der enormen Schneefälle binnen weniger Tage in gleich fünf Landkreisen der Katastrophenfall ausgerufen worden war, hatte man bayernweit sogenannte Hilfeleistungskontingente in Marsch gesetzt.

Zunächst rückten das THW Lauf-Nürnberger Land, die Bergwacht Lauf-Hersbruck und mehrere zivile Helferinnen und Helfer aus, um die Einsatzkräfte vor Ort bei der Beseitigung der Schneemassen zu unterstützen. Auf ein Ersuchen aus dem Berchtesgadener Land, das das Landratsamt Nürnberger Land am Sonntag, 13. Januar erreichte, wurde dann innerhalb weniger Stunden zusätzlich ein aus 135 Feuerwehrleuten bestehendes Helferteam zusammengestellt, das sich um 3 Uhr morgens mit 29 Fahrzeugen auf den Weg machte. Laufs Bürgermeister Benedikt Bisping ließ es sich nicht nehmen, den Hilfskonvoi, der von der Laufer Feuerwache aus startete, persönlich zu verabschieden.

Bis zu zwei Meter hohe Schneelast auf den Dächern

Im Berchtesgadener Ortsteil Buchenhöhe eingetroffen, erwartete die Aktiven ein Einsatz, der ihnen alles abverlangte. Über Seile, Drehleitern und Kräne gesichert, befreiten sie zahlreiche Dächer mit Schaufeln und Schneeschippen von der bis zu zwei Meter hohen Schneelast ? eine schweißtreibende Aufgabe, die mehrere Tage in Anspruch nahm. Quadratmeter für Quadratmeter galt es sich voran zu arbeiten, und immer wieder mussten die Drehleitern mit Laubbläsern von Schnee und Eis befreit werden.

Im Hintergrund organisierte ein Führungsstab unter der Leitung der Kreisbrandmeister Oliver Heinecke und Armin Steinbauer Treibstoff, Verpflegung der Mannschaft, Wechselkleidung und vieles mehr. Übernachtet wurde in einer Turnhalle in der Gemeinde Saaldorf auf Feldbetten, die von den Feuerwehren Lauf und Hersbruck sowie dem BRK Nürnberger Land organisiert worden waren.

Zwölf Aktiven der Feuerwehr Heuchling und sieben Laufer Kameraden, die im Katastrophengebiet eingesetzt waren, folgten nach drei Tagen noch Feuerwehrler aus den Laufer Ortsteilen Bullach, Günthersbühl, Neunhof, Schönberg, Simonshofen, Weigenhofen und Wetzendorf. Sie ergänzten sich mit Führungskräften und speziell in Absturzsicherung geschulten Kameraden aus Lauf und der Nachbargemeinde Rückersdorf zu einer effektiven Einheit.



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