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Nürnberg
Kommunalwahl 2020

Kommunalwahl-Kuriosum: Nürnberg weiterhin ohne verlässliches Endergebnis

Nach erheblichen technischen Schwierigkeiten hat das Wahlamt der Stadt inzwischen ein "vorläufiges Ergebnis" herausgegeben. Bei diesem wird allerdings nur eine Sitzverteilung für die jeweiligen Parteien genannt - die Stimmenanteile fehlen.
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  • Kommunalwahl 2020 in Nürnberg: Stichwahl nach Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CSU-Kandidat Marcus König und SPD-Kandidat Thorsten Brehm
  • Grüne OB-Kandidatin Verena Osgyan liegt abgeschlagen auf Platz drei
  • Wahlbeteiligung liegt bei rund 45 Prozent
  • Ergebnisse der Stadtratswahl erst am Dienstag

Die Einwohner von Nürnberg müssen am 29. März noch einmal über die künftige Besetzung des Oberbürgermeisteramts entscheiden: Marcus König (CSU) und Thorsten Brehm (SPD) gehen nach dem Ergebnis vom Wahlsonntag in die Stichwahl. Ein verlässliches Ergebnis der Stadtratswahl lag auch am Donnerstag (19. März 2020) noch immer nicht vor.

Update vom 19.03.2020, 18.30 Uhr: Nürnberg weiter ohne verlässliches Endergebnis bei Kommunalwahl

Kommunalwahl-Kuriosum in der Stadt Nürnberg: Nach erheblichen Computerproblemen hat das Wahlamt der Stadt am Donnerstag (19.03.2020) ein "vorläufiges Ergebnis" herausgegeben, bei dem nur eine Sitzverteilung für die jeweiligen Parteien genannt wird, aber keine Stimmenanteile. Gleichzeitig teilte die Stadt laut Deutscher Presse-Agentur mit, dass die Sitzverteilung nicht endgültig sei. "Deshalb gibt das jetzige Ergebnis nur einen Zwischenstand wieder", heißt es in der Mitteilung.

"Aus den Rückmeldungen der Wahlvorstände, aber auch durch Überprüfungen des Wahlamts ergibt sich die Notwendigkeit, die Einzelstimmen-Zahlen einer Reihe von Stimmbezirken zu überprüfen. Dies wird auch Auswirkungen auf die Gesamtstimmenzahl für die Parteien und damit womöglich für die Sitzverteilung haben."

Das Wahlamt bereite entsprechende Korrekturen vor. Man gehe davon aus, "das abschließende Wahlergebnis noch vor der OB-Stichwahl am 29. März 2020 ermitteln zu können." Endgültig feststehen soll es aber erst am 7. April, zur Sitzung des Wahlausschusses. Einige Stimmbezirke müssten komplett neu ausgezählt werden.

Dem vom Nürnberger Wahlamt nun gemeldeten Zwischenstand zufolge würde die CSU als Sieger der Stadtratswahlen hervorgehen und 22 Sitze erhalten. Die SPD käme auf 18, die Grünen auf 14 Sitze. Bliebe es dabei, wäre rechnerisch eine schwarz-grüne Zusammenarbeit möglich, nicht aber eine rot-grüne.

Das Statistische Landesamt hatte am Donnerstag erklärt, es werde in den nächsten Tagen kein Endergebnis der Kommunalwahlen verlautbaren. Zahlreiche vor allem kleinere Gemeinden hätten ihre Endergebnisse noch nicht gemeldet und hätten dafür entsprechend der gesetzten Fristen auch noch Zeit.

Update vom 16.03.2020: Wegen technischer Probleme - Ergebnisse der Stadtratswahl erst am Dienstag

Wer am Tag nach der Wahl auf die Ergebnisse der Stadtratswahlen in Nürnberg gehofft hat, wird enttäuscht: Wie die Stadt am Nachmittag mitteilte, werde es am Montag (16. März 2020) keine Ergebnisse der Stadtratswahl geben. Grund seien "technische Schwierigkeiten mit einem neuen Programm". Die Erfassungen würden am Dienstag fortgesetzt.

Nach aktuellem Stand der Auszählung (298 von 524 Meldungen) zeichnet sich ab, dass die SPD um ihren Status als stärkste Fraktion im Stadtrat bangen muss: Momentan hat die die CSU mit 31,25 Prozent den höchsten Stimmenanteil, während die SPD bei 26,45 Prozent liegt. Die Grünen haben ihr Ergebnis von der bislang letzten Kommunalwahl mehr als verdoppelt - Stand jetzt.

Bei der Stadtratswahl 2014 hatte die SPD 44,1 Prozent erreicht, die CSU kam auf 32,0 Prozent, die Grünen auf 9,0 Prozent.

Kommunalwahl 2020: So lief die OB-Wahl in Nürnberg

Die beiden Kandidaten Marcus König und Thorsten Brehm lieferten sich bei der Kommunalwahl am Sonntag (15.03.2020) ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit 36,5 Prozent landete der CSU-Kandidat knapp vor seinem Mitbewerber von der SPD (34,9 Prozent)- zwischen den beiden wird es in zwei Wochen nun zur Stichwahl kommen.

Gesamtergebnis der OB-Wahl

  • Marcus König (CSU): 36,45 %
  • Thorsten Brehm (SPD): 34,93 %
  • Verena Osgyan (Die Grünen): 15,09 %
  • Roland-Alexander Hübscher (AfD): 4,22 %
  • Sonstige: 9,31 %

Die Landtagsabgeordnete Verena Osgyan, die für die Grünen angetreten ist, liegt abgeschlagen auf Platz drei. Kurz vor der Verkündigung der ersten Wahlergebnisse hatte sie noch gesagt: "Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen." Wie die weiteren Kandidaten abgeschnitten haben, erfahren Sie hier.

SPD-Kandidat hofft bei Stichwahl auf Stimmen der Grünen

Thorsten Brehm erklärt inFranken.de, dass er sich dennoch über das Ergebnis freue. "Ich habe mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem CSU-Bewerber gerechnet. Das Ergebnis ist eine gute Ausgangsbasis für die Stichwahl. Für mich wird es jetzt darauf ankommen, die Wähler der Grünen zu gewinnen."

Trotz der gefühlten Wahlniederlage seiner Genossen gib sich der scheidende Amtsinhaber Ulrich Maly (ebenfalls SPD) betont gelassen. Auch SPD-Bürgermeister Christian Vogel sagt, man habe trotz des Maly-Bonus nicht mit einem roten Durchmarsch gerechnet.

Dabei dürfte es Brehm zumindest innerlich wurmen, dass er selbst nicht in "seinem" Knoblauchsland, wo er geboren und aufgewachsen ist, die Wähler mehrheitlich von sich überzeugen konnte. Relativ früh um kurz nach 19 Uhr wirft sich Brehm den Schal über die Schulter und verlässt mehr oder weniger lautlos den Presseclub.

König spricht von "historischer Chance"

Eine halbe Stunde später betritt Marcus König freudestrahlend in Begleitung von Ehefrau Anke den Marmorsaal des Gewerbemuseums. "Natürlich freue ich mich über den Wahlausgang", sagt der CSU-Kandidat, der kurz vor der Auszählung knapp die Nase vorn hat. Laut König gehe es in der Stichwahl nun darum, wer Nürnberg durch die harten Krisenzeiten führen kann.

Seine Botschaft lautet: Mit König geht es trotz Corona-Krise gut weiter. Oder in Königs Worten: "Wer kann's, wer will's, wer macht's - darum wird es jetzt gehen in der Sichwahl", ist sich König sicher und verspricht seinen Wählern die "historische Chance" jetzt nutzen zu wollen.

"Nürnberg ist keine rote Hochburg mehr", sagt König in die Mikrofone, als er später am Wahlabend freudestrahlend zu den wartenden Reportern im Nürnberger Presseclub spricht. "Natürlich freue ich mich über den Wahlausgang", sagt König und erntet selbst Lob vom grünen Fraktionschef. "Das ist ein Sieg für die CSU", ist sich Achim Mletzko sicher.

Stimmverhalten in Nürnberg: Wer wählte König beziehungsweise Brehm?

Die Stadt Nürnberg veröffentlichte am Abend interessante Zahlen zum Wahlverhalten. Es zeigt sich ein klares Muster, welche Nürnberger König beziehungsweise Brehm gewählt haben. Demnach stimmten vor allem Einwohner aus dem Zentrum für den SPD-Kandidaten, für den CSU-Kandidaten gaben Bürger aus den äußeren Bezirken ihre Stimmen ab.

Entschieden ist in Nürnberg selbstverständlich noch nichts. Dafür ist der Wahlausgang viel zu eng, nun geht es in die Stichwahl. Durch die geplante Brief-Stichwahl könnte König leicht im Vorteil sein. Bei den Stimmenabgaben per Post ist die CSU in Nürnberg mit 38 Prozent noch deutlicher vor der SPD mit 34 Prozent gelegen. Ein Unsicherheitsfaktor ist auch die Wahlbeteiligung, die am Sonntag in Nürnberg trotz der spannenden Konstellation nach dem Ende der Maly-Ära nur magere 45 Prozent betragen hat.

Infobox: Wer, wie, wann und wo? Alle Informationen zur Kommunalwahl 2020

Oberbürgermeister-Kandidat der CSU: Marcus König

  • Name: Marcus König
  • Alter: 39 Jahre
  • Partei: CSU
  • Beruf: Bankkaufmann

Themen: So will der CSU-Kandidat überzeugen

  • Mobilität: Marcus König will eine "zeitgemäße Verkehrspolitik" für "alle Teilnehmer". Dafür will er in eine moderne Infrastruktur investieren.
  • Bauen und Wohnen: Hier spricht er sich klar gegen "Münchner Verhältnisse" aus. Um bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen, möchte er "auch in die Höhe bauen".
  • Umwelt: Für mehr Grünflächen will sich der CSUler einsetzen. Erste Maßnahme: Er will für jedes neugeborene Baby einen Baum pflanzen lassen.
  • Soziales: Marcus König will Bildung aktiv fördern. Dafür soll es umfassende Unterstützung, Beratung und Integration geben.
  • Sicherheit: Sicherheitsgefühl und Sauberkeit sind dem OB-Kandidaten wichtig - für "No-Go-Areas" stehe er nicht zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Kandidaten finden Sie auf seiner Website.

Vorgestellt: SPD-Kandidat Thorsten Brehm

  • Name: Thorsten Brehm
  • Alter: 35 Jahre
  • Partei: SPD
  • Beruf: Geschäftsführer

Diese Schwerpunkte setzt der SPDler

  • Mobilität: Thorsten Brehm wirbt für das 365-Euro-Ticket. "Wir wollen [...], dass immer mehr Menschen ihr Auto stehen lassen und auf Busse und Bahnen umsteigen." Mit Unterstützung des Freistaats will er das Ticket finanzieren. Außerdem will er den Etat für den Radverkehr aufstocken.
  • Bauen und Wohnen: Brehm will stadteigene Baugrundstücke nicht zum Höchstpreis, sondern nach sozialen Kriterien vergeben. Damit will er dem Schwund von Sozialwohnungen entgegenwirken. Zusätzlich soll es ein Sonderbauprogramm für 1500 neue Wohnungen geben.
  • Umwelt: Auch Brehm setzt sich für Grünflächen ein. Unter anderem sollen Dächer und Fassaden begrünt und neue Parks gestaltet werden.
  • Soziales: Präventionsprojekte gegen Armut und Krankheit, Nachbarschaftsinitiativen gegen Einsamkeit und Ausgrenzung - so will Thorsten Brehm die Vielfalt der Stadt Nürnberg wahren.
  • Sicherheit: In puncto Sicherheit zählt Nürnberg zu den besten deutschen Großstädten. Damit das so bleibt, will Brehm den "Nürnberger Sicherheitspakt", einen Zusammenschluss aus Polizei, Schulen und Sozialbehörden, fortsetzen.

Weitere Informationen zum Kandidaten finden Sie auf seiner Website.

Die Kandidatin der Grünen: Verena Osgyan steht für Klimaschutz

  • Name: Verena Osgyan
  • Alter: 48 Jahre
  • Partei: Die Grünen
  • Beruf: Landtagsabgeordnete

Für diese Politik steht sie ein

  • Mobilität: Verena Osgyan möchte den Radwege-Etat erhöhen. Außerdem will sie eine autofreie Innenstadt. Auch sie steht für ein 365-Euro-Ticket. Investieren möchte sie insbesondere in den Lärmschutz, den ÖPNV und die Förderung von E-Mobilität. Auch ein Nachtflugverbot will Osgyan durchsetzen.
  • Bauen und Wohnen: Hier setzt Osgyan auf die städtische Wohnungsgesellschaft wbg. Sie will Mehrgenerationenwohnen, Genossenschaftsmodelle und Erbpacht nutzen, um bezahlbares Wohnen zu fördern. Außerdem soll die Stadt Nürnberg von ihrem Vorverkaufsrecht so oft wie möglich Gebrauch machen.
  • Umwelt: Klimaschutz liegt der Grünen am Herzen. Bis 2035 will sie die Stadt Nürnberg klimaneutral machen. Bei jeder Entscheidung des Stadtrates soll der Klimaschutz bedacht werden. Osgyan möchte einen Klimaschutzfond in Höhe von 150 Millionen Euro umsetzen, mit dem Fördermaßnahmen finanziert werden sollen.
  • Soziales: Die Kandidatin der Grünen steht für Chancengleichheit von Anfang an. So will sie beispielsweise eine Wissenschaftskontaktstelle für Bildungseinrichtungen einführen. Zudem möchte Osgyan den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Dafür sollen dem Ausländeramt "Ermessensspielräume" gegeben werden, um problematische Abschiebungen zu verhindern.
  • Sicherheit: Die Grünen-Politikerin will durch "gestalterische und städtebauliche Maßnahmen" das Sicherheitsgefühl födern. Außerdem fordert Osgyan vom Freistaat, dass die Polizei mit "genügend gut geschultem Personal" ausgestattet wird, um Bürgernähe zu garantieren.

Weitere Informationen zur Kandidatin finden Sie auf ihrer Website.

Freie Wähler: Jürgen Dörfler ist OB-Kandidat

  • Name: Jürgen Dörfler
  • Alter: 58 Jahre
  • Partei: Freie Wähler
  • Beruf: Diplom-Betriebswirt, selbstständiger Unternehmer

Für diese Werte steht Dörfler ein

  • Mobilität: Der Kandidat der Freien Wähler will an Samstagen zwischen 10 und 20 Uhr die Straßenbahnen und Busse kostenlos machen. Ab dem 65. Lebensjahr soll der ÖPNV gänzlich gratis sein. Fördern will er die Radwege, aber auch den Individualverkehr.
  • Bauen und Wohnen: Dörfler möchte 50 Prozent der Neubauwohnungen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus "familienfreundlich" realisieren. Außerdem soll die städtische Wohnbaugesellschaft dazu angehalten werden, in den nächsten sechs Jahren primär sozialen Wohnungsbau durchzuführen.
  • Umwelt: Die Freien Wähler möchten wieder ein Gartenbauamt innerhalb der Stadtverwaltung etablieren. Kleingärten erhalten einen Bestandsschutz. Die bauliche Nachverdichtung in den Stadtteilen ist untersagt, wenn sie bestehende Grünflächen belasten würde. Zusätzlich sollen Fahrradstellplätze in den P+R-Parkhäusern installiert werden.
  • Sicherheit: Um das Sicherheitsgefühl zu stärken, will Dörfler die "Kontrolle krimineller Hotspots" mittels erweiterter Videoüberwachung garantieren. Dadurch sollen auch Bewegungsprofile erfasst werden. Zusätzlich soll die Präsenz von Polizisten erhöht werden.

Weitere Informationen zum Kandidaten finden Sie auf der Website der Partei.

Steckbrief des FDP-Kandidaten Ümit Sormaz

  • Name: Ümit Sormaz
  • Alter: 40 Jahre
  • Partei: FDP
  • Beruf: Leiter einer Bildungseinrichtung

Das ist ihm wichtig

  • Mobilität: Ümit Sormaz steht für den Erhalt der Mobilität in Nürnberg ein, für alle Verkehrsteilnehmer. Der ÖPNV soll in kürzeren Taktungen fahren.
  • Bauen und Wohnen: Der FDPler möchte "ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Miet- und Eigentumswohnungen, genossenschaftlichen und baugemeinschaftlichen Wohnformen und zukunftsweisenden Modellen". Er steht für mehr Neubauten.
  • Umwelt: Sormaz setzt sich für erneuerbare Energien ein. Er fordert die Stadt auf, alle verfügbaren Möglichkeiten der "regenerativen Energiegewinnung sowie der Energieeinsparung" stärker zu nutzen.
  • Soziales: Die Nürnberger FDP setzt sich insgesamt für familienfreundliche Arbeitszeitmodelle sowie hochwertige Kinderbetreuung ein. Das wohnortnahe Pflegeangebot und die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum sind den Liberalen ebenso wichtig.
  • Sicherheit: Alle Sicherheitsbehörden und -organisationen sollen mit "smarten Einsatzfahrzeugen" ausgestattet werden, um eine automatische Übermittlung von Positionsdaten zu gewährleisten. Außerdem soll die Polizei sowohl personell als auch materiell bestmöglich versorgt werden.

Weitere Informationen zum Kandidaten finden Sie auf seiner Website.

Die Linke schickt Titus Schüller ins Rennen um die OB-Wahl

  • Name: Titus Schüller
  • Alter: 34 Jahre
  • Partei: Die Linke
  • Beruf: Orthopädie-Techniker

Mit diesen Punkten will Schüller OB werden

  • Mobilität: Der Kandidat tritt für eine "sozial gestaltete Verkehrswende" ein. Die Fahrpreise der öffentlichen Verkehrsmittel sollen gesenkt, der Fahrplan ausgebaut werden. Auch das 365-Euro-Ticket möchte Schüller etablieren, sowie ein "Sozialticket" für 15 Euro pro Monat. Der Radverkehr soll besonders gefördert werden.
  • Bauen und Wohnen: Die Linke und deren OB-Kandidat Schüller wollen öffentliche und genossenschaftliche Wohnungen mit bezahlbaren Mieten fördern. Dazu soll ein Mietstopp für die nächsten sechs Jahre eingeleitet werden. Außerdem sollen leerstehende Gewerberäume in Wohnraum umgewandelt werden.
  • Umwelt: Wie auch die Grünen-Kandidatin will auch Titus Schüller die Stadt bis zum Jahr 2035 klimaneutral machen. Außerdem will er mehr Bäume entlang der Hauptverkehrsstraßen pflanzen lassen.
  • Soziales: Schüller ist ein seniorenfreundliches Nürnberg wichtig. Deswegen soll eine "Stadt der kurzen Wege" geschaffen werden. Für Kinder und Jugendliche soll eine kostenfreie Betreuung und Bildung bereitgestellt werden. Für Senioren sowie Kinder und Jugendliche soll es mehr Freizeitangebote geben.
  • Sicherheit: Um für mehr Sicherheit zu sorgen, will die Linke die Hilfe für Obdachlose erweitern, statt wohnungslose Menschen zu vertreiben. Außerdem sollen Streetworker eingesetzt werden. Die Videoüberwachung des öffentlichen Raums soll hingegen nicht ausgeweitet werden.

Weitere Informationen zum Kandidaten finden Sie auf seiner Website.

ÖDP-Kandidat: Christian Rechholz

  • Name: Christian Rechholz
  • Alter: 47 Jahre
  • Partei: ÖDP
  • Beruf: Lehrer an FOS/BOS und beruflichen Schulen

Dafür steht der ÖDPler

  • Mobilität: Christian Rechholz will den Nahverkehr attraktiver gestalten. Dafür soll das Streckennetz verbessert, ein engerer Takt etabliert und der Nahverkehr vergünstigt werden. Auf lange Sicht sollen die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos werden.
  • Bauen und Wohnen: Bezahlbarer Wohnraum soll auch durch alternative Wohnformen, wie Genossenschaften oder Mehrgenerationenhäuser, geschaffen werden.
  • Umwelt: Der Kandidat setzt sich für den Ausbau der Radwege ein und will sich ein Beispiel an Amsterdam nehmen. Zusätzlich sollen Fassaden und Dächer begrünt werden.
  • Soziales: Rechholz steht für eine weltoffene und tolerante Stadt. Besonders fördern will er Kinder- und Familien, aber auch Senioren. Dafür sollen unter anderem mehr Stadtgärten eingeführt werden.
  • Sicherheit: Wohngebiete sollen verkehrsberuhigt werden, um mehr Platz für Kinder, Straßencafés und Fußgänger zu schaffen und so für deren Sicherheit zu sorgen.

Weitere Informationen zum Kandidaten finden Sie auf seiner Website.

Die AfD schickt Roland Hübscher ins Rennen

  • Name: Roland Hübscher
  • Alter: 59 Jahre
  • Partei: AfD
  • Beruf: Diplom-Kaufmann

Dafür steht die Partei und ihr OB-Kandidat in Nürnberg

  • Mobilität: Die AfD will das Straßen- und Schienennetz erhalten. Außerdem sollen "Verkehrsmittel ohne Schikanen" frei nutzbar sein. Stärken wollen Hübscher und die AfD insbesondere die ländlichen Regionen.
  • Bauen und Wohnen: Die AfD sieht "unkontrollierte Zuwanderung" als Ursache für knappen Wohnraum. Die Partei will dafür sorgen, dass eine "angemessene Wohnung kein unbezahlbarer Luxus wird". 
  • Umwelt: "Naturschutz darf nicht zu Lasten der Menschen gehen "lautet das Motto von Hübscher und seiner Partei. Die AfD will den "unkontrollierten Ausbau" der Windenergie stoppen. Zusätzlich will Hübscher konsequent Tierschutzgesetze durchsetzen und Zonen erhalten, in denen die Natur sich selbst überlassen ist. 
  • Soziales: Die AfD will die Bürger vor "aggressiver Bettelei" schützen. Dafür sollen "Banden [...] des Landes" verwiesen werden. Der zunehmenden Verschmutzung will die AfD mit rigorosen Geldstrafen entgegenwirken. Die Gelbe Tonne soll flächendeckend eingeführt werden.
  • Sicherheit: Die AfD will bereits bestehende Regelungen konsequenter durchsetzen. Personenkontrollen sollen verstärkt werden. Die Rolle der Polizei will sie "mit allen rechtlichen und technischen Mitteln" stärken.

Weitere Informationen zum Kandidaten finden Sie auf seiner Website.

Kandidatin der Linken Liste: Marion Padua

  • Name: Marion Padua
  • Alter: 55 Jahre
  • Partei: Linke Liste
  • Beruf: Pädagogische Fachkraft

Das will die Kandidatin erreichen

  • Mobilität:  Marion Padua will die Fahrpreise der VAG reduzieren. Dafür fordert sie ein 365-Euro-Ticket. Auch ein Sozialticket für 15 Euro im Monat soll es geben. Für Schüler soll der öffentliche Nahverkehr kostenlos sein, Studenten und Senioren sollen starke Vergünstigungen erhalten. Langfristig soll der ÖPNV kostenlos werden. Der Individualverkehr soll eingeschränkt werden. 
  • Bauen und Wohnen: Padua will das Grundrecht auf Arbeit und Wohnen verwirklichen. Dafür soll ein Mietpreisstopp eingeführt werden. Für Hartz-IV-Bezieher sollen tatsächliche Miet- und Heizkosten übernommen werden. Städtische Immobilien sollen vermehrt gekauft werden und als Sozialwohnungen genutzt werden. 
  • Umwelt: Mehr Bäume und Grünflächen sollen in der Stadt geschaffen werden. Die Busse will Padua mit einem klimaneutralen Antriebssystem ausstatten. N-ERGIE soll dazu bewegt werden, den Handel mit Atomstrom abzuschaffen. Außerdem will die Linke Liste die Abholzung im Nürnberger Reichswald stoppen.
  • Soziales: Die Linke Liste will besonders Integration fördern und so eine diskriminierungsfreie Kultur gewährleisten. Weitere wichtige Punkte für die OB-Kandidatin Padua sind Inklusion, Toleranz und Vielfalt. So soll es beispielsweise keine Abschiebungen aus Nürnberg geben.

Weitere Informationen zur Kandidatin finden Sie auf der Website der Partei.

Die PARTEI / Piraten: Florian Betz will OB werden

  • Name: Florian Betz
  • Partei: Die PARTEI / Piraten
  • Beruf: IT

Mit diesen Zielen geht er an den Start

  • Mobilität: Florian Betz und seine Partei wollen einen fahrscheinfreien Nahverkehr, bei dem die Kosten auf alle Bürger umgelegt werden. Verkehrsmittel der Zukunft soll das Fahrrad werden: 35 Prozent aller Wege sollen künftig mit dem Rad zurückgelegt werden. Dafür soll bei Planungen mehr Mut an den Tag gelegt werden.
  • Bauen und Wohnen: Bei Neubauten mit mehr als fünf Wohneinheiten will Betz eine Quote für Sozialwohnungen erstellen - diese soll bei 60 Prozent liegen. Zusätzlich möchte er, dass die Stadt Nürnberg ihre Grundstücke selbst bebaut und die neu geschaffenen Wohnungen nach sozialen Gesichtspunkten vermieten. Vorbild dafür ist das "Wiener Modell".
  • Umwelt: Mit modernen Energiekonzepten will der Kandidat punkten. Er plant einen "Stadtteil mit Vorbildfunktion", in dem zukunftsfähige Technologien an der Tagesordnung sein sollen. Zusätzlich will die Partei Grünflächen speziell auf städtischen Flächen schaffen. Auch eine Ausweitung der bereits bestehenden Flächen ist angedacht. 
  • Soziales: Drogenkonsumräume, Jugendfreiräume und mehr pädagogische Arbeit: Das fordert Betz für Nürnberg. Die Gruppen in Betreuungseinrichtungen für Kinder sollen verkleinert werden, damit eine individuelle Förderung leichter möglich ist. Für Familien soll es ein verpflichtendes kostenfreies letztes Kindergartenjahr geben sowie zahlreiche offene Angebote für Kinder aus prekären Verhältnissen. 

Mehr Informationen zum Kandidaten finden Sie auf der Website der Partei.

Bürgerinitiative Ausländerstopp Nürnberg: Fridrich Luft

  • Name: Fridrich Luft
  • Alter: 57
  • Partei: BIA
  • Beruf: Bus- und Straßenbahnfahrer

Das will die Initiative erreichen

  • Bauen und Wohnen: Die Initiative will den sozialen Wohnungsbau fördern, allerdings zuerst für "Einheimische". Wichtige ist ihr, dass traditionelle und historische Bauten erhalten bleiben.
  • Sicherheit: Der Ordnungsdienst und die Sicherheitswacht sollen gestärkt werden.
  • Umwelt: Gegen "Umwelt- und Müllsünder" soll besonders hart vorgegangen werden. Außerdem sollen städtische Erholungsflächen unangetastet bleiben. 
  • Sonstiges: Die BIA will sich gegen "Überfremdung in Nürnberg" einsetzen und illegale Einwanderung verhindern. Dadurch soll der "deutsche Charakter erhalten bleiben."

Wählergemeinschaft DIE GUTEN e.V. Nürnberg: Philipp Schramm

  • Name: Philipp Schramm
  • Alter: 51
  • Partei: Wählergemeinschaft DIE GUTEN e.V. Nürnberg
  • Beruf: Kunsthistoriker und Unternehmer

Das will der Kandidat erreichen

Bei "den Guten" handelt es sich um eine Wählergemeinschaft. Jeder tritt hier für seine eigenen Werte und Vorstellungen ein. Ein kleiner Einblick in die Arbeit des Stadtrat der "Guten" findet sich auf deren Website.

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