Nürnberg
Kriminalität

Irre Verfolgungsjagd quer durch Nürnberg: Mordkommission ermittelt

Zwei Männer lieferten sich am Donnerstagmorgen eine Verfolgungsjagd mit mehreren Streifenwagen der Polizei in Nürnberg. Die Mordkommission ermittelt.
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Am Donnerstagmorgen kam es zu einer wüsten Verfolgungsjagd im Nürnberger Stadtgebiet. Zwei Beschuldigte wurden festgenommen. Symbolfoto: Ronald Rinklef
Am Donnerstagmorgen kam es zu einer wüsten Verfolgungsjagd im Nürnberger Stadtgebiet. Zwei Beschuldigte wurden festgenommen. Symbolfoto: Ronald Rinklef
Ein Auto fiel einer Streife der Nürnberger Polizei am Donnerstag im Bereich des Nürnberger Plärrers auf und sollte deshalb angehalten werden. Wie die Polizei mitteilt, hatten die Beamten dazu deutliche Anhaltesignale gegeben. Der Fahrer gab jedoch Gas und flüchtete entlang des Spittlertorgrabens weiter nach Norden. Inzwischen nahmen mehrere Polizeifahrzeuge die Verfolgung auf.
Am Nürnberger Nordklinikum fuhr der Flüchtige in eine Sackgasse. Beamte versperrten zwar die Rückfahrt mit ihren Dienstfahrzeugen, das hinderte den Fahrer aber nicht, die Sperre zu durchbrechen und erneut zu flüchten. Zuvor fuhr er ungebremst auf eine Beamtin zu. Sie konnte sich im letzten Moment mit einem Sprung zur Seite retten.

Bei der weiteren Verfolgung rammte das Auto noch zwei Sperrfahrzeuge der Polizei. Zum einen im Bereich der Höfener Spange, zum anderen am Nordwestring. Letztlich aber gelang es, das flüchtende Fahrzeug am Sankt-Gallen-Ring zu stellen und die Insassen unter Anwendung unmittelbaren Zwanges festzunehmen.


Jetzt ermittelt die Mordkommission

Die beiden Männer, 29 und 33 Jahre alt, wurden im weiteren Verlauf der Nürnberger Mordkommission zur Sachbearbeitung überstellt. Die Hintergründe ihrer Flucht sind noch unklar, die Ermittlungen diesbezüglich dauern noch an.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte beim Ermittlungsrichter Antrag auf Erlass eines Haftbefehls wegen des Verdachts des versuchten Mordes und des Verdachts des Auto-Diebstahls.


Geschädigte sollen sich bei der Polizei melden

Der von den Beschuldigten angerichtete Gesamtsachschaden an den Polizeifahrzeugen sowie an ihrem Fluchtfahrzeug beträgt nach ersten Schätzungen rund 60.000 Euro. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Kraftfahrer, die durch das Fahrverhalten des flüchtenden BMWs behindert, gefährdet oder gar geschädigt wurden, werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112 - 3333 in Verbindung zu setzen.

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