Nürnberg

Hund durch Stromschlag getötet: Tor zu Nürnberger U-Bahn stand unter 230 Volt

Ein Hund erhielt am Eingang zur U-Bahnstation Nürnberg Langwasser-Nord einen tödlichen Stromschlag. Der Besitzer rastete aus.
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Am U-Bahntor zur Station Nürnberg Langwasser-Nord erhielt der Hund einen tödlichen Stromschlag. Symbolfoto: Christopher Schulz
Am U-Bahntor zur Station Nürnberg Langwasser-Nord erhielt der Hund einen tödlichen Stromschlag. Symbolfoto: Christopher Schulz
Für einen Hund hatte ein Stromschlag, den er offenbar durch einen technischen Defekt an einem Metalltor zur U-Bahnstation Langwasser-Nord in Nürnberg bekam, tödliche Folgen. Die Polizeiinspektion Nürnberg-Süd ermittelt.
Ein 32-Jähriger war gegen 23:00 Uhr mit seinem 15 Jahre alten Schäferhundmischling "Amy" am Zugang zum U-Bahnhof Langwasser-Nord unterwegs. Als der Hund mit dem Zugangstor zum U-Bahnabgang in Berührung kam, erhielt er plötzlich einen Stromschlag und verendete unmittelbar danach.

Polizei, Feuerwehr sowie Verantwortliche der Nürnberger Verkehrsbetriebe wurden unverzüglich verständigt und kamen vor Ort. Messungen ergaben, dass an dem Zugangstor eine Spannung von 230 Volt anlag. Bei der Ursachenerforschung wurde ergründet, dass dafür ein Kabel verantwortlich war, das von einem Verteiler durch den Torrahmen zu einem am Tor angebrachten Schaukasten verlegt war. Offensichtlich scheuerte es durch das tägliche Öffnen und Schließen des Tores bei zunehmenden Alter des Materials durch.

Das Kabel wurde umgehend entfernt, Personen sind nach bisher vorliegenden Erkenntnissen nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.


Hundehalter musste in Gewahrsam genommen werden

Der Hundehalter war durch den Tod seines Hundes derart aufgebracht, dass er zu randalieren begann und deshalb unter Anwendung unmittelbaren Zwanges für eine Stunde in Gewahrsam genommen werden musste. Erst danach hatte er sich beruhigt und konnte wieder entlassen werden. Strafrechtliche Konsequenzen wird sein Verhalten wohl nach bisherigem Ermittlungsstand nicht haben.

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