Hersbruck
Polizei-Fahndung

Giftköder-Alarm in Franken: Hund „Simba“ frisst Happen - und stirbt Sekunden später

Nach einem mutmaßlichen Giftköder-Fund bei der Fackelmann Therme in Hersbruck ermittelt die Polizei. Die Besitzerin des kleinen Hundes "Simba" ist geschockt. Karin Zimmermann hatte ihr Tier auf einer Hundewiese nur kurz von der Leine gelassen, Sekunden später lag der Rüde tot im Gras.
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Wieso musste Hund "Simba" sterben? Die Besitzerin glaubt an einen gezielten Giftköder-Anschlag auf eine Hundewiese in Hersbruck (Mittelfranken). Foto: Karin Zimmermann
Wieso musste Hund "Simba" sterben? Die Besitzerin glaubt an einen gezielten Giftköder-Anschlag auf eine Hundewiese in Hersbruck (Mittelfranken). Foto: Karin Zimmermann

Giftköder im Kreis Nürnberger Land? Familie Zimmermann aus Hersbruck (Mittelfranken) trauert um ihren toten Hund. Am Dienstagmorgen, 16.04.2019, ging Frauchen Karin mit ihrem "Simba" Gassi. Auf einer Hundewiese bei der Fackelmann Therme ließ sie gegen 8 Uhr den Rüden laufen, erzählt sie inFranken.de. Die Besitzerin kann bis heute nicht fassen, was dann passierte.

Hund frisst mutmaßlichen Giftköder und verliert Leben

"Simba" rannte sofort los, schnappte nach etwas Großem auf dem Boden und rannte damit an seinem Frauchen vorbei. Karin Zimmermann ging ein paar Schritte weiter, schaute nach ihrem Hund und sah ihn leblos auf der Wiese liegen. Nachdem er einen Happen von dem grünlich-braunen Klumpen gefressen hatte, starb er.

Frauchen: "Er war wie ein Kind für uns!"

Seit dem Verlust von "Simba" habe sich alles verändert, sagt Zimmermann. Der Hund habe ihnen so viel Freude beschert: "Er war wie ein Kind für uns! Seit seinem Tod wirkt alles sinnlos."

Die Besitzerin hat einen schrecklichen Verdacht. Sie glaubt, dass jemand gezielt einen Giftköder auf der Hundewiese platziert hatte, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Die Tierärztin von "Simba" konnte den Hund nicht mehr retten, sie konnte aber einen Teil des Klumpens, von dem der Rüde gefressen hatte, sichern und an ein Labor schicken. Dort wird nun geprüft, um was es sich konkret handelt.

Familie des toten Hundes setzt Belohnung aus

Auch die Polizei in Hersbruck ermittelt, das bestätigt sie gegenüber inFranken.de. Sie ist auf der Suche nach einem Hunde-Hasser. Gleichzeitig hat die Familie Zimmermann eine Belohnung ausgesetzt. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, bekommen Zeugen 5000 Euro. Die Polizei Hersbruck ist unter Telefon 09151/86900 zu erreichen.

In Franken verenden regelmäßig Hunde an Giftködern. Hündin "Leeluu" hatte Menschen gerettet und musste qualvoll sterben.

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