Nürnberg

Gericht verhandelt über Schmerzensgeldprozess einer Intersexuellen

Im Prozess um die Schadenersatzforderung einer Intersexuellen gegen die Uniklinik Erlangen will das Landgericht Nürnberg-Fürth am Donnerstag (14.00) verkünden, ob die Beweisaufnahme fortgesetzt wird.
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Die Intersexuelle Michaela Raab wartet am 26.02.2015 im Landgericht Nürnberg-Fürth in Nürnberg im Zivilprozess um eine Schmerzensgeldklage gegen die Uni-Klinik Erlangen auf den Verhandlungsbeginn. Foto: Daniel Karmann/dpa
Die Intersexuelle Michaela Raab wartet am 26.02.2015 im Landgericht Nürnberg-Fürth in Nürnberg im Zivilprozess um eine Schmerzensgeldklage gegen die Uni-Klinik Erlangen auf den Verhandlungsbeginn. Foto: Daniel Karmann/dpa
Die 40 Jahre alte Michaela Raab wirft dem Universitätsklinikum und einem behandelnden Arzt vor, sie vor einer Hormontherapie und einer Operation nicht über die Tragweite und Folgen der Behandlung aufgeklärt zu haben. Durch die Hormonbehandlung vor rund 20 Jahren sei sie so schwer erkrankt, dass sie heute voll erwerbsunfähig sei. Außerdem hätten die Mediziner ihr verschwiegen, dass sie zwar äußerlich weibliche Geschlechtsorgane hatte, laut Chromosomensatz jedoch ein Mann ist.

Beim Prozessbeginn Ende Februar hatte ein Gutachter erläutert, heutzutage gehöre die Besprechung der Chromosomenanalyse dazu. Damals sei es jedoch üblich gewesen, die Patienten nicht über ihren Chromosomensatz aufzuklären. Vor 20 Jahren seien die Mediziner noch der Meinung gewesen, dass diese Information einen zu großen Schock für die Patienten bedeuten würde. 

Raab verlangt 250.000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld sowie eine monatliche Rente von 1600 Euro.

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