Stein bei Nürnberg
Fassungslosigkeit

Gaffer-Irrsinn im Palm Beach: Schaulustige stören Retter während Wiederbelebung

Nach einem Badeunfall im Palm Beach störten Gaffer die Retter. Als ein Vater und sein zweijähriger Sohn wiederbelebt werden mussten, scharten sich Schaulustige neben den Rettungskräften. Der Feuerwehr-Kommandant ist fassungslos.
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Vater und Sohn mussten am Sonntag in Palm Beach reanimiert werden. Gaffer behinderten die Arbeit der Rettungskräfte. Foto: NEWS5 / Fechner
Vater und Sohn mussten am Sonntag in Palm Beach reanimiert werden. Gaffer behinderten die Arbeit der Rettungskräfte. Foto: NEWS5 / Fechner

Feuerwehr ärgert sich über Gaffer bei Rettungseinsatz im Palm Beach: Am Sonntagnachmittag (30.06.2019) kam es im Wasserpark Palm Beach in Stein bei Nürnberg zu einem tragischen Unglück: Ein 45-jähriger Vater und sein 2-jähriger Sohn trieben leblos im Wasser.Besucher und Einsatzkräfte konnten das Leben der beiden retten - doch nicht alle Besucher waren hilfreich.

Feuerwehr rügt Gaffer von Palm Beach

Die Feuerwehr Stein empört sich einen Tag nach dem Unglück auf ihrer Facebook-Seite über unzählige Gaffer, die die Arbeit der Einsatzkräfte "massiv behindert" hätten. "In diesem Fall wurde um das Leben von zwei Menschen gekämpft", ärgern sich die Retter. Das Verhalten der Gaffer bezeichnen sie als "nicht sozialverträglich".

Schaulustige versammeln sich an Scheibe

Eine große Menge an Schaulustigen drängte sich laut Dominik Datz, Kommandant der Feuerwehr Stein, an einer Glasscheibe, die zwischen Becken und Ruhebereich steht. Dies störte die Feuerwehrleute, die um das Leben von Vater und Sohn kämpften: "Wenn man von allen Seiten beobachtet wird, lenkt das ab und stört die Arbeit".

Für das Verhalten der Gaffer hat Datz kein Verständnis. "Wie kann man einfach nur dastehen und glotzen, während jemand anderes gerade reanimiert wird."

Feuerwehrmann hat wichtige Botschaft an Gaffer

Für alle Gaffer hat Feuerwehrkommandant Datz eine wichtige Botschaft. Die Schaulustigen sollten sich in die Rolle des Opfers versetzen: "Jeder sollte sich überlegen, ob er selbst von 200 Menschen begafft werden möchte, wenn er selbst auf dem Boden liegt."

Im Mai hatte ein couragierter Polizist in Franken für Aufsehen versorgt. Nach einem tödlichen Unfall auf der Autobahn stellte er Gaffer zur Rede, und die Kamera lief mit.

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