Fürth
Mutter klagt an

Franken: Junge (10) nässt sich in Klasse ein, weil Lehrerin ihn nicht zum Klo lässt

"Erniedrigung und Demütigung" in Fürth: Eine Mutter berichtet inFranken.de, dass ihr Kind trotz mehrmaliger Bitten von seiner Lehrerin nicht auf die Toilette gelassen wurde. Als es der Junge (10) dann nicht mehr aushielt, musste er sich vor den Augen seiner Mitschüler einnässen.
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Nach dem Malheur im Unterricht in einer Fürther Schule musste das Kind bis zum Abend eine nasse Unterhose tragen. Symbolfoto: PublicDomainPictures/Pixabay.com
Nach dem Malheur im Unterricht in einer Fürther Schule musste das Kind bis zum Abend eine nasse Unterhose tragen. Symbolfoto: PublicDomainPictures/Pixabay.com

  • Schüler nässt sich während Unterricht ein
  • Lehrerin ließ Jungen nicht zum Klo
  • Mutter fordert Konsequenzen

Nach einem Vorfall in der Grundschule Frauenstraße im mittelfränkischen Fürth hat sich eine wütende Mutter an die Redaktion von inFranken.de gewandt. Weil die Lehrerin ihn nicht zur Toilette gelassen habe, machte sich ihr zehnjähriger Sohn in die Hose. Was war also genau am Montagvormittag (1.07.2019) passiert?

Bis zum Abend in nasser Unterwäsche

Die Mutter schildert den Vorfall wie folgt: In einer Zwischenstunde sowie mehrere Male danach habe ihr Sohn gebeten, zum Klo gehen zu dürfen. Die Lehrerin habe dies nicht erlaubt. Und dann sei das Unglück passiert. Neben seinen Mitschülern habe sich ihr Sohn in die Hose gemacht. Erst danach habe die Pädagogin ihrem Sohn gestattet, die Toilette aufzusuchen und seine Hose zu wechseln.

Ihr Kind habe noch eine Sporthose dabei gehabt, die der Junge überziehen konnte. "Die nasse Unterwäsche musste er aber bis zum Abend tragen", ärgert sich die Mutter. Nach der Schule ging der Schüler zu einer Tagesstätte, und dort sei es ihm viel zu peinlich gewesen, über das Malheur zu sprechen.

"Schreckliche Erniedrigung und Demütigung"

Das geschilderte Verhalten der Lehrerin kann die Mutter absolut nicht nachvollziehen. Sie spricht von einer "schrecklichen Erniedrigung und Demütigung" für ihren Sohn. Dass ihr Kind mit seinem Fehlverhalten immer wieder für Ärger sorgt, gibt die Mutter unumwunden zu. Im laufenden Schuljahr habe er bereits mehrere Verweise erhalten. Allerdings sei dies auch auf seinen "labilen" Gesundheitszustand zurückzuführen.

Die Reaktion der Lehrerin macht die Mutter indes wütend. "Es ist sein Grundrecht, die Toilette aufzusuchen", erklärt sie. Darüber hinaus hätte die Schule sie nach dem Unglück anrufen müssen, dann hätte sie ihrem Kind helfen können.

Schule sieht Fall als abgeschlossen an

Drei Tage danach sieht die Schule den Fall als "geklärt" an, sagt Konrektorin Frau Vogel inFranken.de. Zum konkreten Ablauf möchte sie keine Erklärung abgeben. Es habe ein "einvernehmliches Gespräch zwischen allen Beteiligten" gegeben, so die Konrektorin. Die Mutter des kleinen Jungen sieht das anders: Sie wünscht sich eine aufrichtige Entschuldigung.

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