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Verkehr

Frankenschnellweg in Nürnberg: Baustelle verursacht Staus - nur ein Vorgeschmack auf Umbau

Von einer geglückten Generalprobe auf dem "Frankenschnellweg" spricht die Stadt Nürnberg. Autofahrer haben durch die Baustelle "An den Rampen" einen Vorgeschmack auf den geplanten Umbau bekommen.
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Generalprobe auf dem Frankenschnellweg: In Nürnberg kam es durch die Baustelle "An den Rampen" zu erheblichen Behinderungen des Verkehrs. Symbolfoto: David Ebener / dpa
Generalprobe auf dem Frankenschnellweg: In Nürnberg kam es durch die Baustelle "An den Rampen" zu erheblichen Behinderungen des Verkehrs. Symbolfoto: David Ebener / dpa

  • Baustelle: Von Montag, 5. August, bis Dienstag, 13. August, hat die Stadt die Fahrbahn des Frankenschnellwegs rund um das Nadelöhr "An den Rampen" saniert.
  • Engstelle: Der Verkehr in Richtung Süden ist auf die Gegenspur umgeleitet worden, sodass in beide Richtungen für die Autofahrer lediglich eine Fahrspur zur Verfügung stand. Die Arbeiten seien notwendig gewesen, weil die verschlissene Fahrbahndecke des Frankenschnellwegs erneuert werden musste.
  • Staustelle: Besonders am ersten Tag der Baustelle haben sich lange Staus gebildet. Teilweise brauchten Autofahrer bis zu einer Stunde länger.
  • Stillstand: Durch den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs soll das Nadelöhr langfristig beseitigt werden. Derzeit streitet die Stadt Nürnberg noch immer mit dem Bund Naturschutz über das Verkehrsprojekt. Wann der Startschuss für den kreuzungsfreien Ausbau fällt, steht noch immer in den Sternen.

Nürnberg: Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei SÖR hat Stauzeiten genau im Blick

Die aktuellen Staumeldungen auf dem Frankenschnellweg in Nürnberg hat André Winkel genau im Blick. "Gerade beträgt die Zeitverzögerung für Autofahrer in beiden Fahrtrichtungen in Höhe der Baustelle genau elf Minuten", sagt Winkel und erinnert sich an schlimmere Zeiten. "Am allerersten Baustellentag haben wir Stauzeiten von über einer Stunde gehabt", erklärt Winkel von SÖR. Der erste Tag einer Baustelle sei immer besonders kritisch. "Da wird die Baustelle eingerichtet und nicht jeder Autofahrer kommt auf Anhieb mit der neuen Situation zurecht", erklärt Winkel weiter. Anfang Juli stürzte ein Laster auf dem Frankenschnellweg eine Böschung runter.

"Beim Start der Baustelle ist alles schief gelaufen"

Im Radio warnte André Winkel vor dem drohenden Verkehrschaos. "Aber beim Start der Baustelle ist alles schief gelaufen", erinnert sich Markus Balek, Verkehrsexperte bei "Charivari 98.6". Schon ab sechs Uhr morgens hätten sich die Fahrzeuge an der Baustelle kilometerweit gestaut.

Knackpunkt Ampelschaltung: Besonders Autofahrer aus dem Norden hatten Schwierigkeiten

Der Knackpunkt bei der Baustelle "An den Rampen" sei die Ampel an der Landgrabenstraße gewesen, ist sich André Winkel mittlerweile sicher. Besonders die Autofahrer aus dem Norden seien dort offensichtlich in ernsthafte Schwierigkeiten geraten.

Wer von Fürth gekommen sei und in die Nürnberger Südstadt abbiegen wollte, habe offensichtlich die Ampelschaltung nicht auf Anhieb richtig verstanden. "Für die Linksabbieger in Richtung Südstadt gab es eine eigene Spur und eine Ampel. Wenn diese Ampel auf Rot gesprungen ist - es war extra ein Linksabbiegepfeil auf das Ampellicht montiert - dann hätten die Linksabbieger warten müssen und die Geradeausfahrer hätten weiterfahren können", erklärt Winkel.

Kurze Stopps wegen Verunsicherung führen zu Stauzeiten von bis zu einer Stunde

Dummerweise seien einige Autofahrer auf der Geradeausspur anscheinend etwas verunsichert gewesen und hätten deshalb wohl fälschlicherweise ebenfalls angehalten. Diese allgemeine Verunsicherung auf der Geradeausspur habe immer wieder zu kurzen Zwischenbremsungen geführt. "Es waren zwar immer nur kurze Stopps. Aber genau diese Stopps haben dazu geführt, dass sich Staus mit Wartezeiten von bis zu einer Stunde bildeten", erklärt Winkel.

Umgewöhnung ging schnell: Verkehrschaos rund um Baustelle entspannt sich nach dem ersten Tag

Bereits am nächsten Tag hätten sich die Verkehrsteilnehmer laut Winkel an die neue Baustellen-Situation gewöhnt. Dadurch hätte sich das Verkehrschaos rund um die Baustelle wieder entspannt. Zwar hätten sich die Autofahrer durch die Fahrbahnarbeiten immer noch durch eine Engstelle quetschen müssen. Aber die Stauzeiten hätten sich deutlich verkürzt und schließlich bei zehn bis 22 Minuten eingependelt.

Stadt nutzt Ferienzeit - um die Autofahrer zu schonen

Vom 5. August bis zum 13. August ist die Fahrbahn des Frankenschnellwegs rund um das Nadelöhr "An den Rampen" saniert worden. Um die Autofahrer zu schonen, hat die Stadt die Bauarbeiten extra in die Ferienzeit gelegt. "Wir nutzen die Zeiträume mit geringeren Verkehrsaufkommen. Deshalb legen wir solche klassischen Fahrbahnsanierungen häufig in die Ferienzeit", erklärt Winkel. Staus würden sich aber nie ganz vermeiden lassen.

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