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Flughafen Nürnberg mit Rekorden in 2018 - Wie ist die Prognose für 2019?

Das vergangene Jahr lief am Albrecht-Dürer-Airport in Nürnberg gut. 2019 steht der Flughafen jedoch vor Herausforderungen.
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Am Albrecht Dürer Airport in Nürnberg lässt sich auf ein Rekordjahr zurückblicken. Symbolbild: Daniel Karmann/dpa
Am Albrecht Dürer Airport in Nürnberg lässt sich auf ein Rekordjahr zurückblicken. Symbolbild: Daniel Karmann/dpa

2018 war für den Albrecht-Dürer-Airport das beste Jahr seiner Geschichte. Doch die Pleite der Germania stellt den Airport heuer vor Herausforderungen. Im Herbst startet eine weitere neue Fluglinie vermeldet die deutsche Presseagentur (dpa).

Höchstmarken beim Passagieraufkommen am Nürnberger Flughafen

Mit neuen Höchstmarken bei Passagieraufkommen und Gewinn hat der Flughafen Nürnberg das Jahr 2018 abgeschlossen. Mit 4,46 Millionen Passagieren übertraf der Airport den bisherigen Rekord von 2008 (4,27 Millionen). Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 6,7 Prozent, wie Geschäftsführer Michael Hupe am Donnerstag sagte.

Der Umsatz kletterte auf 109,6 Millionen Euro nach 106,5 Millionen im Vorjahr. Auch der Gewinn unterm Strich erreichte mit 4,1 Millionen Euro (2017: 2,67 Millionen) eine neue Bestmarke. Hupe betonte: "2018 war das erfolgreichste Jahr in der 64-jährigen Geschichte des Albrecht-Dürer-Airports." Die Entwicklung sei angesichts der Insolvenz der Fluglinie Air Berlin im Jahr 2017 sehr erfreulich.

Nach dem Aus der Fluggesellschaft Germania rechnet der Flughafen für 2019 aber mit rückgängigen Zahlen. Die im Februar in die Insolvenz geratene Airline war in Nürnberg die größte Urlaubs-Fluglinie und mit einem Marktanteil von rund elf Prozent der drittgrößte Anbieter.

Trotz Germania-Aus: Geschäftsführer zuversichtlich

Der Ausfall könne nicht vollständig ausgeglichen werden, da zum Zeitpunkt der Insolvenz der Germania die Sommerflugkapazitäten der Mitbewerber schon verplant gewesen seien, räumte Geschäftsführer Hupe ein. "Wir sind aber zuversichtlich, dass am Ende dieses Jahres kein Verlust stehen wird."

Die Fluglinien Tuifly und Lauda/Ryanair schließen die durch das Germania-Aus entstandene Lücke nach Hupes Worten zu rund 30 Prozent. Zusätzlich wird ab 28. September die Charterfluggesellschaft Corendon Airlines von Nürnberg aus Ziele in Griechenland, auf den Kanaren in Ägypten und der Türkei anfliegen.

Ryanair wird mit der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ein skandinavisches Ziel in den Flugplan einbringen. Außerdem wird die irische Airline Athen nonstop anfliegen und den Airport Nürnberg wieder direkt mit Tel Aviv in Israel verbinden.

Investitionen um den Flugplatz geplant

Etwa zwei Drittel des Umsatzes verdient der Airport mit Flughafen- und Abfertigungsentgelten, ein Drittel durch Einzelhandels-, Park- und Mieterlöse. In ein viertes Parkhaus, in den Ausbau von Einzelhandelsflächen und in die Erweiterung des Terminals West will der Flughafen in diesem Jahr rund 20 Millionen Euro investieren.

Der Airport beschäftigt derzeit 1067 Mitarbeiter, am gesamten Flughafenstandort sind es mehr als 4000. Unter den rund 20 deutschen Flughäfen rangiert er auf Rang 10. Gesellschafter sind je zur Hälfte die Stadt Nürnberg und der Freistaat Bayern.

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