Nürnberg
Entschärfung

Fliegerbombe am Nürnberger Hauptbahnhof: Die Bombe ist entschärft - Sperrungen werden aufgehoben

Nach dem Fund der Fliegerbombe am Nürnberger Hauptbahnhof gibt die Stadt Entwarnung: Die Bombe wurde nach erheblichen Verzögerungen um 20:28 Uhr entschärft.
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Aufgrund der Entschärfung einer Fliegerbombe kam es zu erheblichen  Beeinträchtigungen am Nürnberger Hauptbahnhof.  Anwohner wurden evakuiert - 8.400 Personen waren betroffen. Um 20:28 Uhr wurde die Bombe schließlich entschärft. NEWS5 / Schlelein
Aufgrund der Entschärfung einer Fliegerbombe kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen am Nürnberger Hauptbahnhof. Anwohner wurden evakuiert - 8.400 Personen waren betroffen. Um 20:28 Uhr wurde die Bombe schließlich entschärft. NEWS5 / Schlelein
Bei Gleisarbeiten am Nürnberger Hauptbahnhof wurde am Montag eine 45 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der Bahnhof war für den gesamten Zugverkehr komplett gesperrt. Die Bombe sollte ursprünglich um 18.15 Uhr entschärft werden, dann wurde der Start auf 19 Uhr verschoben. Auch dieser Termin konnte nicht gehalten werden, da es zu Verzögerungen bei der Evakuierung kam.

Update: Soeben erreichte uns die Meldung der Stadt Nürnberg, dass die Bombe um 20.28 Uhr entschärft wurde. Sprengmeister Michael Weiß und sein Kollege Dietmar Penkova hatten um 20.16 Uhr mit der Entschärfung begonnen. Wie die Bahn mitteilt, wurde die Sperrung des Bahnhofs Nürnberg Hbf aufgehoben. Der Zugverkehr wird auf allen Relationen wieder aufgenommen, Fahrgäste müssten jedoch noch mit Folgeverzögerungen rechnen.


Reisende wurden gebeten, auf die Lautsprecherdurchsagen am Bahnhof zu achten.


Ursprüngliche Meldung, 12.02.2018, 11:29 Uhr

Nach dem Fund einer Fliegerbombe am Nürnberger Hauptbahnhof wurden seit 16 Uhr Einwohner der Nürnberger Südstadt evakuiert. Laut Angaben der Stadt Nürnberg sind rund 8.400 Menschen in dem Gebiet gemeldet, rund 4.000 sind von der Evakuierung betroffen. Es wurden Sammelstellen eingerichtet. Zudem bietet die Stadt Nürnberg ein Bürgertelefon an.

Im Einsatz sind derzeit 315 Helfer: 60 Kräfte der Feuerwehr, 90 der Polizei, 130 der Rettungsdienste sowie 35 des THW. Die Sammelstellen in den beiden Schulen wurden gegen 16 Uhr geöffnet. Je zwei Sozialbetreuer sind dort vor Ort.


Evakuierung in Nürnberg: Mit Bussen zu den Sammelstellen

Das Evakuierungsgebiet ist in vier Abschnitte eingeteilt. Für jeden Abschnitt steht ein VAG-Bus zur Verfügung, mit dem Personen in eine Sammelstelle gefahren werden können. Die U-Bahn kann durchgängig auch während der Evakuierung verkehren. Das Bürgertelefon unter 6 43 75-8 888 bleibt noch bis zwei Stunden nach Abschluss der Evakuierung besetzt.

Die Polizei riet Autofahrern, den Hauptbahnhof zu meiden, da es durch den Einsatz zu Verkehrsbehinderungen komme.


Für den Regionalverkehr sind die Gleise 20 bis 23 gesperrt. Achten Sie deshalb aufgrund von Gleisverlegungen auf die örtlichen Ansagen am Bahnsteig. Mit Verzögerungen in der Ankunft und Abfahrt von Zügen ist zu rechnen, wie die Deutsche Bahn mitteilt. Fahrgäste werden gebeten, von Zugreisen zwischen 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr ab dem Nürnberger Hauptbahnhof abzusehen.

Betroffen seien vor allem Verbindungen nach Oberfranken und in die Oberpfalz sowie Fernzüge nach Augsburg und München und die S4 Richtung Ansbach. Die Verbindungen im Detail:


Betroffen sind folgende Verbindungen:

KBS 910: Augsburg - Treuchtlingen - Nürnberg
KBS 805: Nürnberg - Würzburg
KBS 820: Nürnberg - Bamberg - Lichtenfels - Sonneberg
KBS 860: Nürnberg - Bayreuth - Hof/ - Marktredwitz - Hof/Cheb
KBS 870: Nürnberg - Neukirchen (b. Sulzb.) - Schwandorf/Weiden - Neustadt (WN)
KBS 880: Nürnberg - Regensburg - Passau
KBS 891: Nürnberg - Neunkirchen am Sand - Simmelsdorf-Hüttenbach
KBS 900: Nürnberg - Ingolstadt - München
S 4: Nürnberg - Ansbach

Die S-Bahnen verkehren wie folgt:
Die S-Bahnen der Linie S 1 aus Richtung Bamberg verkehren bis Fürth Hbf und enden dort vorzeitig.
Die S-Bahnen der Linie S 1 aus Richtung Hartmannshof verkehren bis Mögeldorf und enden dort vorzeitig.
Die S-Bahnen der Linie S 2 aus Richtung Altdorf verkehren bis Feucht und enden dort vorzeitig.
Die S-Bahnen der Linie S 2 aus Richtung Roth verkehren bis Schwabach und enden dort vorzeitig.
Die S-Bahnen der Linie S 3 aus Richtung Neumarkt verkehren bis Feucht und enden dort vorzeitig.
Die S-Bahnen der Linie S 4 aus Richtung Ansbach verkehren bis Schweinau und enden dort vorzeitig.

Zwischen Fürth Hbf und Nürnberg bitte alternativ die U-Bahnlinie U 1 nutzen, sowie zwischen Schweinau und Nürnberg Hbf die U-Bahnlinie U 2.

Zwischen Mögeldorf und Nürnberg Hbf verkehrt die Straßenbahnlinie 5.

Von Feucht wurde ein Pendelverkehr mit Bus nach Langwasser Mitte / U-Bahnlinie U 1 eingerichtet.
Von Schwabach verkehrt der Linienbus 61 bis Röthenbach zur U-Bahnlinie U 2.

Bitte beachten Sie, daß es bei den Ersatzverkehren zu Kapazitätsengpässen kommen kann.


Fliegerbombe: Offizielle Stellungnahme der Stadt Nürnberg

"Um 10.39 Uhr am heutigen Montag, 12. Februar 2018, wurde bei Gleisarbeiten am Nürnberger Hauptbahnhof Hinterm Bahnhof 33 ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Zurzeit besteht keine Gefahr für die Anwohner. Eine städtische Koordinierungsgruppe hat in Absprache mit dem Sprengmeister entschieden, die Bombe am Montag, 12. Januar 2018, gegen 18.15 Uhr zu entschärfen. Aus Sicherheitsgründen muss vor der Entschärfung des Blindgängers das Gebiet um den Fundort geräumt werden. Bewohnerinnen und Bewohner in unmittelbarer Umgebung des Fundorts müssen daher ihre Häuser und Wohnungen verlassen. In dem betroffenen Gebiet sind rund 8.400 Personen amtlich gemeldet.

Vor der Entschärfung der 45-Kilo-Bombe wird in einem Umkreis von 300 Meter nach Norden und 500 Meter nach Süden evakuiert. Ab 16 Uhr gehen Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften vor Tür zu Tür. In den Schulen Wiesenstraße 68 und in der Berufsschule Schönweißstraße, Schönweißsstraße 7, wurden Sammelstellen eingerichtet. Die Entschärfung ist heute ab 18.15 Uhr vorgesehen. Kurz vor der Entschärfung werden Bahnsteige und Züge geräumt, das Bahnhofsgebäude selbst wird nicht evakuiert.

Es ist ein Bürgertelefon geschaltet unter der Rufnummer 6 43 75-888. Es wird bis zwei Stunden nach Ende der Evakuierung besetzt sein.

Die VAG hält den Verkehr noch aufrecht, jedoch wird nicht mehr an der Haltestelle Celtisplatz gehalten.

Wegen der bevorstehenden Entschärfung einer Fliegerbombe am Nürnberger Hauptbahnhof sind folgende Straßen und Zufahrten gesperrt:

Der Celtistunnel westlich des Hauptbahnhofs ist komplett für den Verkehr gesperrt. Die Allersberger Unterführung ist weiter befahrbar, die Allersberger Straße in südliche Richtung aber in der Folge gesperrt. Das Abbiegen in die Köhnstraße und von der Köhnstraße in die Allersberger Unterführung ist weiter möglich. Südlich kann das Evakuierungsgebiet über die Landgrabenstraße und die Wölckernstraße umfahren werden. Das Abbiegen von diesen beiden Hauptverkehrsstraßen in nördliche Richtung ist jedoch nicht möglich. Der Stadtteil Galgenhof ist weitgehend abgeriegelt, die Zufahrten aus den angrenzenden Stadtteilen St. Peter, Tafelhof, Gleißhammer und Steinbühl nach Galgenhof sind nicht möglich."
mit dpa
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