Nürnberg
Großeinsatz

Lithium-Desaster verhindert: Feuerwehr löscht brennenden Laster neben Recyclinghof

Neben einem Recyclinghof in Nürnberg stand am Mittwochmorgen ein Lastwagen in Flammen, in welchem sich gefährliche Lithium-Batterien befanden. Durch schnelles Eingreifen hat die Feuerwehreine Katastrophe verhindern können.
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Die Feuerwehr Nürnberg löschte am Mittwochvormittag (3. Juli 2019) in der Maybachstraße einen brennenden Lastwagen, der sich neben einem Recyclinghof befand. Weil zunächst vermutet wurde, dass der Laster hochgiftiges Lithium geladen hat, griff die Feuerwehr mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften ein und konnte dadurch einen schwerwiegenderen Brand verhindern.

Große Rauchsäule über Nürnberg

Kurz vor zehn Uhr waren die Einsatzkräfte gerufen worden, denn über dem südlichen Teil Nürnbergs hing eine große Rauchwolke. Feuerwehr und Polizei rückten an und sperrten die Maybachstraße zwischen Nopitschstraße und Sandreuthstraße ab.

Ursache der Rauchsäule war ein brennender Lastwagen direkt vor der Lagerhalle des Recyclingbetriebs, auf die der Brand überzugreifen drohte. Der Brandort war so stark verraucht, dass das Fahrzeug zeitweise nicht mehr zu sehen war. Dadurch war es schwierig festzustellen, was sich auf dem brennenden Laster befand.

Gefährliche Lithium-Batterien in der Lagerhalle

So war die Feuerwehr zunächst davon ausgegangen, dass der Lastwagen mit Lithium beladen sei - ein Stoff, der im Brandfall extrem giftig ist. Polizei und Rettungsdienst evakuierten die umliegenden Bereiche.

Glücklicherweise stellte sich kurz darauf heraus, dass sich im brennenden Anhänger nur Recyclingschrott von Elektrogeräten befand. Aufgrund des hohen Kunststoffanteils verbrannte dieser mit starkem Qualm. Die Lithium-Batterien befanden sich hingegen in der Lagerhalle, die fast vollständig vor dem Brand bewahrt werden konnte.

Maybachstraße auch nach dem Brand noch gesperrt

Nachdem das Feuer gelöscht worden war, wurde der Lastwagen samt Anhänger zurück auf den Hof des Betriebs gebracht. Dort wurde er entladen und die schwelenden Reste abgelöscht. Da Teile des Anhängers durch die Hitze geschmolzen, abgetropft und mit der Fahrbahn verbacken waren, blieb die Maybachstraße noch bis zur Absicherung des Bereichs gesperrt.

Trotz umfangreicher Maßnahmen der Polizei hatten uneinsichtige oder unaufmerksame Autofahrer immer wieder versucht, in die Straße einzufahren.

Keine Verletzten

Kurz vor 13 Uhr konnten die Nachlöscharbeiten eingestellt werden. Dank der schnellen Räumung der verrauchten Bereiche wurde niemand verletzt. Insgesamt 80 Personen wurden von Rettungskräften versorgt. Im Einsatz befanden sich rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr, 30 Einsatzkräfte von Rettungs- und Sanitätsdienst sowie zahlreiche Polizeibeamte. Zum Ausmaß des Sachschadens können derzeit noch keine Angaben gemacht werden, teilte die Feuerwehr mit.

Die Brandursache ist derzeit noch unklar, teilte die Polizei am Mittag mit. Die Kripo Nürnberg hat die Ermittlungen übernommen.

Bereits am Dienstag hatte es in Nürnberg gebrannt: Feuer greift auf Wohnung über - zwei mögliche Opfer.

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