Nürnberg
Abschiebeflug

Erste Sammelabschiebung am Airport Nürnberg: 19 Georgier müssen zurück in ihr Heimatland

Am Freitagvormittag sind insgesamt 19 abgelehnte Asylbewerber aus Georgien bei einer Sammelabschiebung zurück in ihr Heimatland geführt worden. Unter den Abgeschobenen befanden sich elf Personen, die in Deutschland straffällig wurden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Am Freitagvormittag wurden 19 abgelehnte georgische Asylbewerber im Rahmen einer Sammelab schiebung von Nürnberg nach Tiflis zurückgeführt. Symbolfoto: Stefan Puchner/dpa
Am Freitagvormittag wurden 19 abgelehnte georgische Asylbewerber im Rahmen einer Sammelab schiebung von Nürnberg nach Tiflis zurückgeführt. Symbolfoto: Stefan Puchner/dpa

Insgesamt 19 abgelehnte Asylbewerber aus Georgien wurden am Freitagvormittag (13.09.) bei einer Sammelabschiebung zurück in ihr Heimatland geführt. Das teilt das Bayerische Landesamt für Asyl und Rückführungen (LfAR) mit.

Elf Personen wurden in Deutschland straffällig: Keiner wollte freiwillig gehen

Alle abgeschobenen Personen waren der gesetzlichen Ausreisepflicht nicht freiwillig nachgekommen, obwohl sie finanzielle und organisatorische Fördermöglichkeiten erwartet hätten. Unter den Abgeschobenen waren elf Personen, die während ihres Aufenthalts in Deutschland durch unterschiedliche Delikte straffällig wurden, zum Beispiel Bandendiebstahl oder Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Acht Personen wurden direkt aus der Strafhaft abgeschoben. In Nürnberg protestierten mehrere Personen gegen die Abschiebung von Habib (26).

Erster Sammelabschiebeflug aus Nürnberg - weitere in Planung?

Erstmals startete am Freitag ein Sammelabschiebeflug aus Nürnberg. Bisher gingen die Rückführungen nur von München aus los. "Wenn es neben München in Bayern noch einen weiteren Flughafen gibt, von dem Rückführungsflüge durchgeführt werden können, dann erhalten wir noch mehr Flexibilität, um dem gesetzlichen Auftrag nachzukommen, schnell und konsequent den Aufenthalt von vollziehbar ausreisepflichtigen Personen zu beenden, die unser Land nicht freiwillig verlassen wollen", so Thomas Hampel, Präsident des Landesamts für Asyl und Rückführung.

"Albrecht Dürer Airport" geprüft: Voraussetzungen für Sammelabschiebungen sind gegeben

Das LfAR hat in enger Abstimmung mit der Polizei und dem Flughafen Nürnberg den "Albrecht Dürer Airport geprüft" und ist zu dem Schluss gekommen, dass alle Voraussetzungen für internationale Sammelabschiebungsmaßnahmen vorhanden sind. Die notwendigen Schutzmaßnahmen für die Flüge koordiniert das Polizeipräsidium Mittelfranken.

 

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.