Nürnberg
Bauarbeiten im Frühling

“Echte Strand-Perle“ in Franken: Wöhrder See bekommt Strand-Café mit Beachbar

Für das neue "See-Café" am Wöhrder See in Nürnberg beginnen die Bauarbeiten im April. Die Eröffnung der Beachbar mit Blick auf den beliebten Sandstrand ist allerdings erst nach der Badesaison geplant.
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Wöhrder See in Nürnberg: Direkt an der Promenade am Nordufer soll das neue Strand-Café im September eröffnen. Foto: Nikolas Pelke
Wöhrder See in Nürnberg: Direkt an der Promenade am Nordufer soll das neue Strand-Café im September eröffnen. Foto: Nikolas Pelke

Wöhrder See in Nürnberg bekommt "See-Café" mit Beachbar: Im April starten die Bauarbeiten für das neue Strand-Restaurant am beliebten Nordufer des Wöhrder Sees in Nürnberg. Für rund 1,5 Millionen Euro wird das "See-Café" an dem vom früheren Umweltminister und heutigen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) runderneuerten Stausee im Herzen der Stadt von der Nürnberger Wohnungsbaugesellschaft WBG gebaut.

 

 

Lebenshilfe wird die Bar am Wörhder See betreiben

Das Baugrundstück befindet sich direkt am Promenadenweg am frisch verlängerten Sandstrand. Betrieben werden soll das neue "See-Café" von der Nürnberger Lebenshilfe. Horst Schmidbauer, Vorstand der Lebenshilfe, will für die Gäste einen lebendigen Treffpunkt mit guten Speisen und guter Laune schaffen. "Wir wollen eine echte 'Strand-Perle' für den Wöhrder See auf die Beine stellen", sagt Schmidbauer auf Anfrage von inFranken.de. Damit wolle die Lebenshilfe zeigen, dass Teams aus behinderten und nicht-behinderten Menschen auch anspruchsvolle Gäste begeistern können.

Beim Essen wird auf Fränkisch gesetzt

Die neue Strandbar soll laut Schmidbauer ganzjährig geöffnet haben. Auf der Speisekarte sollen fränkische Tapas für Gaumenfreuden sorgen. "Alles soll frisch gemacht werden. Auch die Kuchen wollen wir selber in Spitzenqualität herstellen", kündigt der ehemalige SPD-Bundesabgeordnete Horst Schmidbauer für die Nürnberger Lebenshilfe an. "Wir werden bei diesem Inklusionsprojekt das Gute mit dem Nützlichen verbinden", freut sich auch Bürgermeister Christian Vogel (SPD) über die Pläne zur Umgestaltung des Nordufers des Wöhrder Sees. Zur Architektur der geplanten "Beach-Bar" äußerte sich Vogel mit dem bekannten, fränkischen Understatement. "Das neue 'See-Café' schaut ein bisschen aus wie eine Garage." Allerdings mit erstklassigem Blick auf die schillernde Wasserfläche.

Neue Wege und Grünflächen in Planung

Damit das neue Café für die Besucher des Wöhrder Sees zum Publikumsmagnet werden kann, will die Stadt Nürnberg die Grünflächen rund um die geplante "Strand-Perle" in Schuss bringen. Teile der bestehenden Parkanlage sollen dabei entsiegelt und großzügige Rasenflächen geschaffen werden. Außerdem sollen die Fahrradwege neu angelegt und verbreitert werden. Damit die vielen Besucher sich nicht auf die Füße treten, sollen die Wege rund um die geplante Strandbar auf eine Breite von fünf Metern erweitert werden. Die vorbereitenden Rodungsarbeiten sollen bereits laufen. Die zwölf gefällten Bäume sollen anschließend durch neue Pflanzungen ersetzt werden. Beginnen sollen die Bauarbeiten bereits im April. Bürgermeister Christian Vogel rechnet allerdings damit, dass das neue Strand-Café erst nach der Badesaison im Herbst eröffnet werden kann.

Rund 2,2 Millionen Euro für neuen Park in Eberhardshof

Umso mehr freut sich Vogel, dass Nürnberg in diesem Jahr weitere Mittel in die Erneuerung und den Erhalt der städtischen Grün- und Parkanlagen investieren kann. Insgesamt steckt die Stadt heuer rund sieben Millionen Euro in ihre Grünflächen. Für rund 2,2 Millionen Euro soll neben dem ehemaligen "Quelle"-Versandhaus im Stadtteil Eberhardshof im Westen der Stadt ein komplett neuer Park mit Grün- und Spielflächen entstehen. "Darauf bin ich wirklich stolz, dass wir als Großstadt das durchgesetzt haben. Es ist ein Wahnsinn, das uns das gelungen ist", freut sich Vogel im Hinblick auf den Park-Neubau, der in Zeiten von Wohnungsknappheit in dieser Größenordnung keine Selbstverständlichkeit sei. Auf einer Fläche von rund 1,3 Hektar sollen die Bürger im relativ grauen Nürnberger Westen mithilfe der Städtebauförderung in den Genuss von neuem Stadtgrün kommen. Aufgrund der geplanten Dimension von knapp zwei Fußballfeldern spricht die Stadt bei der Neuanlage der Parkfläche in Eberhardshof von einem Leuchtturmprojekt.

Auch Altstadt bekommt neue Grünanlage

 

 

Vorbildcharakter soll auch die neue Grünanlage in der Nonnengasse in der Nürnberger Altstadt haben. Hier ist allerdings nicht die Größe entscheidend. Das Gegenteil macht diesen Park besonders. Ab März soll auf kleinen 240 Quadratmetern Nürnbergs erster Park im Westentaschen-Format entstehen. Die Stadtplaner haben dafür sogar einen neuen Begriff erfunden: "Pocketpark". Auf einem ehemaligen Parkplatz soll für 300.000 Euro eine grüne Oase in der Lorenzer Altstadt bei der Insel Schütt entstehen. Eigentlich sollten die Bauarbeiten in den Nonnengasse schon im letzten Jahr beginnen. Doch im Jahr 2018 hatte sich keine Baufirma für den städtischen Auftrag beworben. Heuer soll alles ganz schnell gehen. Bis zum September 2019 soll der erste "Pocketpark" in Nürnberg fertiggestellt werden und gestresste Großstädter auf wenig Raum in gechillte Müßiggänger verwandeln.

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