Altdorf

19-Jähriger stirbt auf A3 bei Altdorf - Mehrere Autos wenden in der Rettungsgasse

Ein 19-Jähriger stirbt bei einem Unfall auf der A3. Zwei weitere Menschen werden aus dem Auto geschleudert. Mehrere Autos wenden in der Rettungsgasse.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein 19-Jähriger starb bei einem Unfall auf der A3. Zwei weitere Menschen wurden aus dem Auto geschleudert. Die Polizei ging massiv gegen Gaffer vor. Foto: NEWS5 / Merzbach
Ein 19-Jähriger starb bei einem Unfall auf der A3. Zwei weitere Menschen wurden aus dem Auto geschleudert. Die Polizei ging massiv gegen Gaffer vor. Foto: NEWS5 / Merzbach
Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich Sonntagnachmittag ein folgenschwerer Verkehrsunfall auf der A3 bei Altdorf in Fahrtrichtung Nürnberg. Ein Mann wurde hierbei tödlich verletzt. Er und zwei weitere Menschen waren aus ihrem Auto geschleudert worden. Viele Autofahrer filmten den Unfallort - die Polizei ging massiv gegen die Gaffer vor.

Wie die Polizei mitteilt, fuhr gegen 16.45 Uhr ein mit sechs Personen besetzter Opel Vivaro die A 3 in Fahrtrichtung Nürnberg. Kurz vor dem Autobahnkreuz Altdorf verlor der Fahrer beim Wechsel von der linken auf die rechte Fahrspur aus noch nicht geklärter Ursache die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Opel überschlug sich daraufhin. Hierbei wurden drei Männer aus dem Auto geschleudert. Zwei Männer im Alter von 20 und 25 Jahren wurden dadurch so schwer verletzt, dass sie mit je einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus verbracht werden mussten.
Für den dritten Mann (19 Jahre alt) kam jede Hilfe zu spät. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Die drei im Fahrzeug verbliebenen Personen (Zwei junge Frauen 16 und 20 Jahre und ein 40-jähriger Mann) wurden leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht.


Autobahn war komplett gesperrt

Die A3 war bis 18:45 Uhr in Fahrtrichtung Nürnberg komplett gesperrt. Die Freiwillige Feuerwehr Altdorf, die Verkehrspolizei Feucht, das THW und die umliegenden Rettungsdienste waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Zur Klärung des Unfallgeschehens wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger beauftragt. Wer das Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt fuhr, ist noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.


Kontrolle gegen Gaffer

Polizeisprecher Michael Petzold zeigte sich mit der Rettungsgasse grundsätzlich zufrieden. Allerdings hatten sechs Fahrzeugführer sie genutzt, um auf der Autobahn zu wenden und entgegen der Fahrtrichtung zur Anschlussstelle Altdorf zu gelangen. Diese wurden von Beamten der Feuchter Verkehrspolizei entsprechend sanktioniert. Die Fahrzeugführer erwartet ein Bußgeld in Höhe von circa 200 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot.

Mehr Probleme machten Gaffer: Die Polizei kontrollierte mehrere Autos, deren Fahrer das Unfallgeschehen gefilmt hatten. "Es ist für uns schwer nachvollziehen, was Menschen zu solcher Situationsgier bewegt", sagte Petzold. "Uns fehlt da jegliches Verstädnis".

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.