Schwabach
Unfall

Dramatische Rettungsaktion: Franke rettet ertrinkenden Mann aus dem Chiemsee

Ein Held aus Franken: Fast eine Stunde kämpfte ein Schwabacher um das Leben eines ertrinkenden Mannes im Chiemsee. Seine Frau bangte derweil am Ufer um ihn.
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Ein Stand-Up-Paddler aus Franken hat am Chiemsee einen Mann vor dem Ertrinken gerettet. Symbolfto: Daniel Karmann/dpa
Ein Stand-Up-Paddler aus Franken hat am Chiemsee einen Mann vor dem Ertrinken gerettet. Symbolfto: Daniel Karmann/dpa

Heldenhafter Franke rettet untergehenden Mann aus dem Chiemsee: Am Montag hat die Polizei Schwabach eine beeindruckende Geschichte veröffentlicht, die sich bereits Ende Juli zugetragen hat. Zwei Stand-Up-Paddler - darunter ein 73-jähriger Schwabacher - wurden auf einen Mann aufmerksam, der sich wild gestikulierend neben seinem Schlauchboot weit ab vom Ufer im Wasser befand. Die Situation war durchaus bedrohlich: Im vergangenen Jahr sind insgesamt mindestens 504 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen.

Die beiden Helfer paddelten sofort zu der Person, sprangen von ihren Brettern ins Wasser und versuchten erfolglos, den immer schwächer werdenden Mann auf eines der Boards zu hieven. Als der Mann kraftlos den Halt am Brett verlor, geriet er unter Wasser, wo er von einem der Helfer aus etwa einem Meter Tiefe wieder tauchend an die Oberfläche geholt wurde.

Paddler kämpfen fast eine Stunde, um den Mann zu retten

Im weiteren Verlauf verlor der Mann immer wieder das Bewusstsein. Der erschlaffte Körper bot kaum Haltemöglichkeiten für die Retter, weshalb auch der Kopf des Verunglückten mehrfach unter Wasser geriet.

Ein zufällig vorbeifahrender Kajakfahrer begab sich auch ins Wasser, griff dem Bewusstlosen geschickt von hinten unter die Arme und hielt sich selbst am Rand seines Paddelbootes fest, während der Schwabacher Rentner von der Gegenseite das wackelige Wasserfahrzeug stabilisierte.

In dieser Zeit gelang es dem zweiten Helfer per Handy aus seinem Drybag den Notruf 112 zu alarmieren. Innerhalb einer Viertelstunde waren alle vor Ort: Rettungshubschrauber, Polizei, Sanitäter, Wasserwacht- und Feuerwehrboot.

Bis zum Eintreffen der Profis kämpften die beiden Stehpaddler"45 Minuten um das Leben des Mannes. Die Polizei schreibt dazu anerkennend: "Diese körperliche Anstrengung verdient - angesichts des gesetzten Alters unseres Schwabachers - höchsten Respekt."

Ehefrau erlebt ebenfalls Horror

Einen Schrecken ganz anderer Art erlebte die Ehefrau des Schwabacher Retters. Diese glaubte das Aufgebot der Rettungskräfte gilt ihrem längst überfälligen Mann, mit dem sie sich verabredet hatte.

Bekräftigt wurde ihre Sorge erst recht, als sie beobachtete, wie das SUP (Stand-Up-Paddle-Bord) ihres Mannes gerade in das Feuerwehrboot gehoben wurde. Wenig später löste sich die Situation Gott sei Dank auf und die Frau konnte ihren Helden in die Arme schließen.

Der verunglückte Mann ist wieder wohlauf. Im droht allerdings nun ein Strafverfahren, da er - wie sich herausstellte - betrunken ein Wasserfahrzeug führte.

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