Nürnberg
Dieselfahrverbote

Deutsche Umwelthilfe will Diesel-Fahrverbote in Nürnberg durchsetzen - und verklagt Freistaat Bayern

Die Deutsche Umwelthilfe verklagt den Freistaat Bayern, um saubere Luft in Nürnberg durchzusetzen. Dafür sollen auch Fahrverbote für Dieselautos kommen.
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Die Deutsche Umwelthilfe verklagt Bayern auf saubere Luft in Nürnberg. Auch Dieselfahrverbote sind im Gespräch. Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpa
Die Deutsche Umwelthilfe verklagt Bayern auf saubere Luft in Nürnberg. Auch Dieselfahrverbote sind im Gespräch. Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

Die DUH will in Nürnberg saubere Luft durchsetzen. Dafür hat sie den Freistaat Bayern auf Einhaltung des Stickoxid-Grenzwertes verklagt. Unter anderem fordert die Deutsche Umwelthilfe Fahrverbote für Dieselautos in Nürnberg.

6 Mikrogramm zu viel gemessen - Nürnberg über EU-Höchstwert

Der Höchstwert für Stickstoffdioxid (NO2) liegt in der EU bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel. An der Messstation in der Von-der-Tann-Straße in Nürnberg wurden im vergangenen Jahr 46 Mikrogramm gemessen. Laut DUH-Anwalt Remo Klinger würde der Grenzwert aber in vielen Teilen des Stadtgebiets überschritten.

"Unumgänglich ist dabei ein umfassendes Fahrverbot für schmutzige Diesel-PKW" - DUH verklagt Bayern

Beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof habe sie den Freistaat jetzt auf Einhaltung des Stickoxid-Grenzwerts im ganzen Stadtgebiet bis spätestens Ende 2019 verklagt, teilte die DUH am Mittwoch mit. "Unumgänglich ist dabei ein umfassendes Fahrverbot für schmutzige Diesel-Pkw und Nutzfahrzeuge bis einschließlich Abgasstandard Euro 5", sagte Vereinsgeschäftsführer Jürgen Resch.Ein Wirt aus Stuttgart hat aus Protest gegen die Dieselfahrverbote eine Rabattaktion für Dieselfahrer gestartet.

DUH-Klage bereits in München erfolgreich - Luftreinhalteplan wird ausgearbeitet

Die Deutsche Umwelthilfe fordert auch die Überprüfung der aufgestellten Messstationen in Nürnberg. In München wurde der Freistaat bereits auf eine DUH-Klage hin verurteilt und muss einen Luftreinhalteplan für die Landeshauptstadt mit der Möglichkeit von Diesel-Fahrverboten vorlegen. Bei eigenen Messungen der Stadt München wurde im Anschluss allerdings festgestellt, dass die Luft in den Wohngebieten besser ist als bisher angenommen. Fahrverbote lehnten sowohl Stadt als auch Staatsregierung als unverhältnismäßig ab.

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