Nürnberg
Deutscher Lehrerpreis

Der beste Lehrer kommt aus Nürnberg

Beim diesjährigen Deutschen Lehrerpreis hat Bayern fünf Auszeichnungen abgeräumt - mehr als jedes andere Bundesland. Neben Christine Frank aus Augsburg bekam der Nürnberger Johannes Uschalt einen Einzelpreis.
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Johannes Uschalt vom Dürer Gymnasium in NürnbergFoto: Michael Kappeler/dpa
Johannes Uschalt vom Dürer Gymnasium in NürnbergFoto: Michael Kappeler/dpa
Ein Lehrerteam vom Gymnasium im oberbayerischen Olching (Landkreis Fürstenfeldbruck) erhielt ferner bei dem bundesweiten Wettbewerb den ersten Preis für innovative Unterrichtsprojekte. Zudem waren zwei weitere Teams aus dem Freistaat erfolgreich: Lehrer aus Coburg erhielten den dritten Preisund Kollegen aus Landshut den Sonderpreis, wie die Organisatoren berichteten.

Insgesamt wurden 13 einzelne Lehrer und sechs Lehrerteams aus ganz Deutschland prämiert. Bayern holte mit den fünf Preisen die meisten Auszeichnungen eines Bundeslandes, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen folgten mit jeweils vier Preisen. Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) meinte zu dem Erfolg, dass die in Berlin Ausgezeichneten stellvertretend für die vielen bayerischen Lehrer stünden, "die in der Bildung und Erziehung junger Menschen mit besonderem Engagement, innovativen Ideen und motivierenden Methoden Wege höchst modernen Unterrichts beschreiten".


Besonders anschaulich und innovativ

Christine Frank, Lehrerin für Mathematik und Physik am Maria-Ward-Gymnasium in Augsburg, und Johannes Uschalt, der Deutsch, Geschichte und Sozialkunde am Dürer-Gymnasium in Nürnberg unterrichtet, waren in der Kategorie "Schüler zeichnen Lehrer aus" erfolgreich. Die Schüler hatten die zwei Pädagogen wegen ihres besonders anschaulichen und innovativen Unterrichts vorgeschlagen.

Über Mathelehrerin Frank schrieb ein Schüler: "Mit ihrer ruhigen, aber doch strengen Art hat sie es sogar geschafft, den von den meisten Schülern verhassten Signifikanztest näher zu bringen." Über ihren Nürnberger Kollegen Uschalt wurde berichtet: "Sein Unterricht verlässt sich darauf, dass die Schüler sich den Stoff erarbeiten, und erstaunlicherweise funktioniert es."

Sieger in der Kategorie "Lehrer: Unterricht innovativ" wurde ein zwölfköpfiges Pädagogen-Team vom Gymnasium Olching. Es hatte das Projekt "My Science" für alle Jahrgangsstufen initiiert. Schüler konnten dabei in eine Forscherrolle schlüpfen. Dafür wurde ein "Science Lab" eingerichtet, ein gut ausgestattetes Labor mit Werkstatt. Ältere Schüler betreuten jüngere bei dem Modell, das teilweise in Form einer Casting-Show organisiert war. Die Ergebnisse wurden dann bei einer größeren Veranstaltung öffentlich präsentiert.

Rund 3800 Schüler und Lehrer beteiligten sich heuer an dem Wettbewerb. Er wird seit 2009 jährlich von der Vodafone-Stiftung und dem Deutschen Philologenverband veranstaltet.

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