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Demo in Nürnberg: Türkische Flagge brennt bei Protesten - immer wieder Auseinandersetzungen

Bereits 70.000 Syrer mussten wegen der Angriffe der Türkei ihre Heimat verlassen. Das UN-Menschenrechtsbüro spricht von "verstörende Berichten". Gegen die Angriffe gingen nun rund 400 Demonstranten in Nürnberg auf die Straße.
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Zu einer Versammlung mit Aufzug kam es am Donnerstag in Nürnberg. Immer wieder musste die Polizei einschreiten, um Auseinandersetzungen zu unterbinden. Symbolfoto: Tobias Hase/dpa
Zu einer Versammlung mit Aufzug kam es am Donnerstag in Nürnberg. Immer wieder musste die Polizei einschreiten, um Auseinandersetzungen zu unterbinden. Symbolfoto: Tobias Hase/dpa

Demonstration in Nürnberg: Am Donnerstag (10. Oktober 2019) gab es in der Nürnberger Innenstadt eine Versammlung mit Aufzug, an dem rund 400 Teilnehmer teilnahmen. Grund für den Protest waren die Angriffe der Türkei auf Nordsyrien.

Ab 17.30 Uhr zogen die Teilnehmer vom Lorenzplatz aus zum Ludwigsplatz, wobei es immer wieder zu Provokationen zwischen den Teilnehmern und Passanten kam. Die Einsatzkräfte mussten dazwischengehen. Der Aufzug bewegte sich letztlich über die Breite Gasse und Pfannenschmiedsgasse zurück zum Lorenzer Platz. Kurz nach 19.30 Uhr beendete der Leiter die Versammlung.

Demonstrant zündet türkische Flagge an - 46-Jähriger geht dazwischen

Wie die Polizei mitteilte, verbrannte einer der Demonstranten eine türkische Fahne, was einem 46-jährigen Passanten nicht gefiel. Auch hier musste die Polizei die Situation regeln, um eine Auseinandersetzung zu verhindern.

Der wütende Fußgänger leistete jedoch Widerstand und schlug einem der Beamten ins Gesicht. Ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung wurde eingeleitet. Mittlerweile konnte die Polizei auch die Identität des Demonstranten feststellen, der die türkische Fahne angezündet hatte.

Das Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei prüft nun etwaige Verstöße im Verlauf der Versammlung.

 

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