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Consumenta in Nürnberg: Fränkische Spezialitäten ganz groß auf der Verbrauchermesse

Hefezöpfe aus der Oberpfalz, Opernkugeln aus Bayreuth und Märzenbier aus Bad Windsheim - bei der Consumenta 2019 in Nürnberg kommen prämierte Spezialitäten aus der Region ganz groß raus.
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Die Consumenta 2019 bietet viele regionale Spezialitäten. Auf dem Foto sind Spezialitäten aus dem Knoblauchsland zu sehen. Foto: Daniel Karmann/dpa
Die Consumenta 2019 bietet viele regionale Spezialitäten. Auf dem Foto sind Spezialitäten aus dem Knoblauchsland zu sehen. Foto: Daniel Karmann/dpa
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Die thematisch sehr breit gefächerte Verbrauchermesse "Consumenta" mit 1400 Ausstellern ist am Samstag (26.10.) im Messzentrum Nürnberg gestartet. An den ersten beiden Messetagen kamen mehr als 33.500 Besucher, die Tore sind noch bis zum 3. November geöffnet.

Fränkische Seele: "Aus der Region - Für die Region" ist das Motto

"In der Birne steckt die fränkische Seele", sagt Franz Hümmer vom Verein zur Förderung Fatschenbrunnern Hutzeln. Er steht in der Halle 1, in der Produkte "Aus der Region - Für die Region" präsentiert werden. Vor Hümmer liegen zum Probieren Scheiben gedörrter, schwarzbrauner Birnen, Fränkisch: Hutzeln. Sie sind eines der 169 Gewinnerprodukte des Spezialitätenwettbewerbs, den die Metropolregion Nürnberg nach einer Erstauflage von 2011 nun wiederholt hat. Auf einer "Kulinarischen Landkarte" sind alle Spezialitäten samt Bezugsquellen eingezeichnet.

Spezialität aus der Oberpfalz: Allerheiligenspitzl wird Firmlingen geschenkt

Viele prämierte Produkte basieren auf alten Rezepten und bewahren Traditionen. Die Hutzeln wurden sogar zum Immateriellen Kulturerbe erklärt. Den Allerheiligenspitzl, ein Hefezopf mit Rosinen, schenken noch heute in der Oberpfalz Firmpaten ihren Firmlingen. Er ist das letzte Geschenk, ehe die Patenschaft mit der Ehe endet. "Für Hochzeiten werden bei uns schon mal vier Meter lange Spitzl bestellt", erzählt die Bäckerin Ruth Herbst aus Hohenkemnath.

 

Löschauer Urtyp aus Bad Windsheim: Märzenbier nach Rezept des Großvaters

Neu aufgelegt, aber gebraut nach dem Rezept des Großvaters aus der Nachkriegszeit ist der Löschauer Urtyp, ein Märzenbier der Brauerei Döbler aus Bad Windsheim. Unter den gezeigten Gewinnerprodukten sind aber auch ganz neue Erfindungen wie die Bayreuther Opernkugeln, Schokokonfekt gefüllt mit Zwetschgenmasse, oder Apfelbeißer, geräucherte Würste mit Apfelaroma verfeinert, aus Burgbernheim im Landkreis Neustadt an der Aisch.

"Franken backt": Mainstockheimer backt das beste Brot

Am Wochenende wurde im Finale von "Franken backt" auf der Eventbühne das beste Brot gekürt. Gewonnen hat Thomas Opolka aus Mainstockheim mit einem Mischbrot mit Urgetreide. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten ein Wein-Zwiebel-Schinken-Brot und Schinken-Zwiebel-Roggenmischbrot.

Veranstalter kürt fränkischen Gemüsestand zum "schönsten Stand der Messe"

Nicht nur Brot, auch das Gemüse aus Franken kann sich sehen lassen. Als "schönsten Stand der Messe" bezeichnet Henning Könicke, einer der beiden Geschäftsführer des Messeveranstalters AFAG, die Fläche von Franken-Gemüse, gleich neben den prämierten kulinarischen Spezialitäten. Wie auf einer Stadiontribüne sitzen hier Salatköpfe mit Wurzelballen in Plastikrinnen übereinander.

Messe-exklusiv: Ingwer aus dem Knoblauchsland

Nur auf der Messe erhältlich ist Ingwer aus dem Knoblauchsland, den Gartenbauschüler für ein Projekt angebaut haben. Ebenfalls aus dem Knoblauchsland kommt die junge Marke "Das Gemüse". Sie bringt Gurken und Tomaten in Snackboxen aus Papier und fränkische Antipasti in Schraubgläsern auf den Markt.

"Citybottles" vertreibt wiederauffüllbare Edelstahltrinkflaschen mit Städtesilhouetten

Wer vom Probieren durstig wird, kann beim Stand von "Citybottles", ebenfalls in Halle 1, mitgebrachte Flaschen kostenlos mit Wasser auffüllen. Das erst zu Beginn des Jahres gegründete Unternehmen mit Sitz in Nürnberg vertreibt leichte, pulverbeschichtete Edelstahltrinkflaschen mit Städtesilhouetten und QR-Code. Scannt man diesen mit dem Handy, startet ein Tourguide. Wer eine Flasche kauft, kann auf der Messe ohne Aufpreis individuelle Schriftzüge eingravieren lassen.

Fränkische Kosmetik: Unternehmerin aus Nürnberg lässt ehemaligen Fischkutter in Messehalle karren

Fränkisches gibt es auf der Consumenta auch in anderen Hallen. Einen der größten und auffälligsten Stände auf der ganzen Messe betreibt die Kosmetikerin und Unternehmerin Monika Gruber aus Wendelstein bei Nürnberg. Sie hat ein schwarz-lila gestrichenes Schiff mit echter Meerjungfrau auf dem Dach zur "Fem" in die Halle 2 karren lassen. Der ehemalige Fischkutter, in dem künftig Schmink-Workshops zu Land und zu Wasser angeboten werden, wird während der Messe getauft. Gruber und ihre Mitarbeiterinnen bieten auf der Messe unter anderem Zahnaufhellung, Bodypainting und Fotoshooting an - mit Meerjungfrauenflossen für sie und mit Superhelden-Kostümen für ihn.

Consumenta für Familien: Halle 7a bietet zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten - vor allem für Kinder

Für Familien interessant ist die Halle 7a. Kinder können dort unter anderem kochen, Gokart fahren, die neusten Brettspiele ausprobieren und ihre Sporthelden treffen. Zum ersten Mal mit einem eigenen Stand dabei sind die Nürnberg Ice Tigers. Jeden Tag geben andere Spieler Autogramme, Fans können in der Mini-Hockeyarena selbst zum Schläger greifen oder sich im Icehockey-Outfit mit ihren Helden ablichten lassen. Eigens für die Consumenta hat der Eishockey-Erstligist T-Shirts produziert, der Slogan: "Für uns. Für euch. Für Nürnberg." Ein Motto, das gut zu der vielfältigen Verbrauchermesse passt, die der Großvater der beiden Geschäftsführer-Cousins bereits 1952 zum ersten Mal in der Frankenmetropole veranstaltet hat.

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