Nürnberg
Verkehrskontrolle

Blitzer-Messung in Nürnberg: Raser rastet aus und schlägt auf Polizeiauto ein

Am Wochenende hat die Nürnberger Polizei mehrere Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Die Bilanz: 230 Verwarnungsgelder, 30 Bußgeldverfahren. Ein Fahrer drehte komplett durch, nachdem er geblitzt worden war.
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Die Nürnberger Polizei führte am Wochenende Geschwindigkeitsmessungen durch. Dabei rastete ein 75-Jähriger aus, nachdem er geblitzt worden war. Symbolfoto: News5 / Grundmann
Die Nürnberger Polizei führte am Wochenende Geschwindigkeitsmessungen durch. Dabei rastete ein 75-Jähriger aus, nachdem er geblitzt worden war. Symbolfoto: News5 / Grundmann

Die Verkehrspolizei Nürnberg führte am Wochenende (14.06. - 16.06.) Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet durch. Rund zehn Prozent der kontrollierten Autofahrer mussten beanstandet werden, teilt die Polizei mit.

75-Jähriger wird geblitzt, rastet aus und beleidigt Polizistin

Besonders heftig war die Reaktion eines 75-jährigen Autofahrers. Als er geblitzt wurde, stoppte der Mann am Straßenrand. Er stieg aus, ging zum Blitzerauto und schlug mit beiden Fäusten gegen die Seitenscheibe. Anschließend wechselte er zur Beifahrerseite und beleidigte die Polizistin mit Kraftausdrücken.

Ob ein Schaden am Polizeiauto entstanden ist, wird geprüft. Auf den Mann kommt nicht nur ein Verfahren wegen überhöhter Geschwindigkeit, sondern auch wegen Beleidigung zu.

Messungen in verschiedenen Straßen: 2.900 Kraftfahrer kontrolliert

In der Gleiwitzer Straße, der Von-der-Tann-Straße, der Nopitschstraße und der Hafenstraße maßen die Beamten rund 2.900 Kraftfahrer. Circa 230 Personen müssen mit einem Verwarnungsgeld rechnen. 30 Autofahrer erhalten ein Bußgeldverfahren und bekommen möglicherweise noch einen Bescheid. Erst vor Kurzem wurde ein Mann mit 111 km/h von der Polizei erwischt - seine Strafe wurde sogar verdoppelt.

Traurige Spitze: Autofahrer rast mit 105 km/h bei erlaubten 50

Zwei Kraftfahrer fielen durch besonders erhöhte Geschwindigkeiten auf. Am Freitagnachmittag fuhr ein Auto mit 85 Kilometern pro Stunde in den Blitzer in der Gleiwitzer Straße. Der Fahrer bekommt ein Bußgeld von 160 Euro, zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot.

Ein Autofahrer in der Nopitschstraße toppte dies noch: Mit 105 Kilometern pro Stunde fuhr er durch das Radar. Hier werden 280 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein zweimonatiges Fahrverbot fällig. In beiden Fällen waren 50 Kilometer pro Stunde erlaubt.

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