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Entspannung

Bier-Yoga in Nürnberg: Biertrinken für das Karma

Auf das Karma: Beim "Bier-Yoga" in Nürnberg gehen Gerstensaft und Meditation eine genauso erfrischende wie schweißtreibende Symbiose ein.
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Entspannung beim Bier-Yoga in Nürnberg. Foto: Nikolas Pelke
Entspannung beim Bier-Yoga in Nürnberg. Foto: Nikolas Pelke
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Beer Yoga- ein neuer Trend? Yoga und Bier sind wie Yin und Yang ein ungleiches Geschwisterpaar. Die fränkische Yogalehrerin Kerstin Gnodtke will trotzdem aus beiden Elementen eine neue Trendsportart machen. "Bier und Yoga passen hervorragend zusammen. Beim genussvollen Trinken geht es genauso wie beim Yoga um Bewusstsein und Konzentration", erklärt Gnodtke und schnappt sich den Bieröffner.
In Nürnberg haben sich am Wochenende zahlreiche Freiwillige an der neuer Symbiose aus Körper und Hopfen versucht.


Das richtige Bier ist wichtig

"Om" und "Zisch": Beim "Bier-Yoga" geht es um Genuss für Leib und Seele. "Erstmal suchen wir uns eine schöne Flasche aus", sagt Kerstin Gnodtke und zeigt auf eine beachtliche Bierauswahl, die schön aufgereiht auf dem Kühlschrank steht.

Der Hopfensaft ist nicht aus dem Supermarkt. Beim "Bier-Yoga" kommt mit viel Liebe gebrautes "Craft Bier" zum Einsatz. "Wir nehmen kein Bier von der Stange. Industrie-Bier hat nicht einfach so gut Schwingungen wie ,Craft Bier`", sagt Gnodtke und reicht den Flaschenöffner weiter. Aneta und Marlene beäugen derweil noch etwas skeptisch das Getränkeangebot.

"Das Dumme daran sind nur die Kalorien. Aber man kann ja das Nützliche mit dem Spaßigen verbinden", sagt Marlene und greift zur Flasche. "Ich finde die Kombination einfach witzig. Gerade nach der Arbeit oder am Wochenende stelle ich mir das super vor", sagt Aneta und setzt den Bieröffner an den Flaschenhals. "Ich bin zum ersten Mal beim Yoga. Meine Freundin hat mich überredet. Die Kombination mit dem Bier hat mich am Ende des Tages überzeugt", sagt derweil ein männlicher Teilnehmer und stellt das Bier neben die Yogamatte auf den Boden.


So funktioniert Bier-Yoga

Dann geht es auch schon los. Kerstin Gnodtke zeigt den Kursteilnehmern, wie der neue Trendsport funktioniert. Sanfte Beates plätschern aus den Boxen. Vorsichtig wird die Bierflasche über den Kopf gehoben. "Die Arme zu den Ohren. Passt auf, dass nichts überschwappt. Das Bier ist noch voll", warnt die Yogalehrerin ihre Schüler.

Erste Schweißperlen rennen über die Gesichter. Bevor es in die Hocke geht, dürfen die Teilnehmer zum ersten Mal die Flasche an die Lippen führen. "Cheers!", sagt die Trainerin und prostet der kichernden Truppe zu. "Jetzt nehmt die Flasche mal ein bisschen von unten und streckt euch", sagt Gnodtke und geht, das leckere Bier wie einen heiligen Gral in Händen haltend, ins Hohlkreuz.

Anschließend müssen sich die Bier-Yogis ganz langsam kopfüber nach vorne beugen und Arme und Kopf ganz locker baumeln lassen. Danach geht es in den schweißtreibenden Liegestütz. "Bitte nicht auf die Bierflasche schauen", warnt die Trainerin die Teilnehmer. Die Minuten vergehen wie in Zeitlupe. Immer mehr Teilnehmer blinzeln nach dem Bier neben der Matte. Endlich erfolgt das Signal zum Trinken. "Jetzt dürft ihr einen kleinen Schluck nehmen", sagt Gnodtke während sich man sich auf der Matte bereits gesellig zuprostet.


Die Idee hinter der neuen Art der Entspannung

Beim "Bier-Yoga" gehe es darum, Bier und Körper bewusst zu spüren, ermahnt die Trainerin die Mannschaft. Die Flasche dürfe nicht in einem Zug geleert werden. Selbst schlückchenweise ist das beste Bier irgendwann ausgetrunken. Eine gute "Bier-Yoga-Trainerin" legt vor dem Kurs deshalb immer genug Bier in den Kühlschrank. Allerdings sollten pro Teilnehmer und Yogastunde nicht mehr als zwei kleine Flaschen getrunken werden.

Die genauso anstrengende wie erfrischende Art der Meditation kommt nicht nur bei den Herren der Schöpfung gut an. "Wir haben ganz viele Paare beim ,Bier-Yoga`", sagt Gnodtke. Die Männer würden schnell merken, wie anstrengend Yoga selbst mit Bier sein kann. "Ich will Sport und Spaß miteinander kombinieren. Das klappt beim ,Bier-Yoga` super", freut sich die fränkische Trendsetterin. Nur was Spaß mache, könne die Leute langfristig für die Yogamatte begeistern.


Neuer Trendsport

Bier-Yoga ist eine Kombination aus einer "normalen" Yogastunde und zwei Flaschen Bier. Die Idee der Symbiose lautet ungefähr so: Mit Yoga und Bier lassen Menschen seit Jahrhunderten die Seele baumeln und entspannen Körper und Geist.


Ziel von Bier-Yoga

Die Gemütlichkeit des Biertrinkens und das Körperbewusstsein der Meditation sollen beim "Bier-Yoga" neue Energien freisetzen. Der Gerstensaft soll "Bier-Yoga" bewusst, genussvoll und vor allen Dingen langsam getrunken werden.


Yogalehrerin

Kerstin Gnodtke aus Fürth arbeitet seit 2016 als selbstständige Yogalehrerin. Als Trainerin will Gnodtke dabei Spaß an Bewegung und Gesundheit fördern. Durch individuell abgestimmte Yogatechniken sollen Körper und Geist wieder in Einklang gebracht werden. Mehr Informationen über die Arbeit der Fürther Yogalehrerin gibt hier.
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