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Nürnberg
Open-Air-Festival

Bardentreffen in Nürnberg: So ist das Musik-Festival entstanden

Das Bardentreffen ist seit etlichen Jahren ein wichtiger Bestandteil in der Nürnberger Hochkultur. Jedes Jahr werden Leute vom In- und Umland von diesem musikalischen und eindrucksvollen Spektakel angezogen. Doch kaum jemand kennt die Geschichte des Nürnberger Bardentreffens - wir klären Sie auf. von Rebecca Sauber
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Während das erste Bardentreffen klein anfing, ist es heute aus den Nünberger Sommerevents nicht mehr wegzudenken. Foto: Uwe Niklas
Während das erste Bardentreffen klein anfing, ist es heute aus den Nünberger Sommerevents nicht mehr wegzudenken. Foto: Uwe Niklas

Vom Liederwettbewerb zum Open-Air-Festival: Während das erste Bardentreffen klein anfing, ist es heute aus den Nünberger Sommerevents nicht mehr wegzudenken. Dennoch hat es einige Jahre gedauert, bis sich das Bardentreffen im Herzen Frankens etablieren konnte. Jedoch scheiterte dieser Aufstieg nie an der Motivation der Nürnberger, sondern lediglich an den finanziellen Mitteln. Nichtsdestotrotz kann man heute auf eine Massenveranstaltung blicken, denn Millionen Besucher haben das Festival seitdem erlebt, in 40 Jahren sind rund 5.000 Musiker aufgetreten, fast 2.000 Konzerte hat es auf den offiziellen Bühnen gegeben. Von diesem Erfolg hatte man 1976 noch geträumt.

1976 gab es das erste Bardentreffen

Anlässlich des 400. Todestages des Liedsängers Hans Sachs veranstaltete man 1976 das erste Bardentreffen. Damals scheiterte es bei den drei Initiatoren Leo Loy, Johannes Härtel und Herbert Walchshöfer vor allem an den mangelnden finanziellen Mitteln. Das Bardentreffen startete als Sängerwettstreit von ungefähr 200 Barden, die sich mit den unterschiedlichsten Texten bewarben. Der Andrang war auch schon 1976 verhältnismäßig groß: Über 20.000 Zuschauer konnten sich die Initiatoren freuen.

In den nächsten Jahrzehnten sah man das Bardentreffen immer weiter wachsen. Jedoch stellte man immer wieder fest, dass die Musik in einer tief liegenden Krise steckte. So musste man umdenken und aus dem Amateurfestival wurde das Sängerfest der Profis. Während es den Musikern am Anfang an Musikinstrumenten und Ausstattung fehlte, konnte man erleben, dass das Bardentreffen diesen Musikern die Möglichkeit bot, sich weiterzuentwickeln und zu Stars zu werden. Mittlerweile beschränkt sich das Bardentreffen nicht mehr nur auf nationale Künstler, sondern hat längst einen interkulturellen Anklang gefunden.

Bardentreffen in Nürnberg ist und bleibt umsonst

Den unterschiedlichsten Musikrichtungen und Künstlern wird nun eine Bühne geboten. Der Musikmanager und Saxophonist Rainer Pirzkall ist der Kopf der Organisation des Bardentreffens und macht es sich zur Aufgabe, die weitreichende Tradition des Bardentreffens zu erhalten und immer wieder neu umzusetzen. Trotz der Jahrzehnte, in denen sich das Bardentreffen an ansteigender Beliebtheit erfreut hat, ist der Gratis-Charakter geblieben. Mit zunehmendem Interesse und dem ansteigenden Anspruch an ein solches Event sind die Kosten rasant angestiegen. Zuletzt beliefen sie sich auf 400.000 Euro. Diese Summe wird größtenteils von Sponsoren getragen, obwohl auch die Stadt Nürnberg einiges dazu beiträgt.

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