Nürnberg
Gefängnis

Banden-Betrug in Nürnberg: Falscher Polizist erbeutet mehr als 230.000 Euro

Ein 31-Jähriger hat in Nürnberg dabei geholfen, zwei Seniorinnen um insgesamt mehr als 230.000 Euro zu bringen. Er gab sich als Polizist aus und sorgte für die Weiterleitung der Tatbeute ins Ausland.
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Weil er sich als "falscher Polizist" ausgab und damit zwei Rentnerinnen Geld aus der Tasche zog, muss ein 31-Jähriger für zwei Jahr und acht Monate ins Gefängnis. Symbolfoto: Fredrik von Erichsen/dpa
Weil er sich als "falscher Polizist" ausgab und damit zwei Rentnerinnen Geld aus der Tasche zog, muss ein 31-Jähriger für zwei Jahr und acht Monate ins Gefängnis. Symbolfoto: Fredrik von Erichsen/dpa

In Nürnbergbetrog ein 31-Jähriger zwei Seniorinnen um über 230.000 Euro, indem er sich als falscher Polizist ausgab. Jetzt wurde das Mitglied einer Bande zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Das berichtet die dpa.

Anrufer aus Türkei gibt sich als Polizist aus - Seniorinnen verlieren 230.000 Euro

In einem Telefonat gaukelte ein Anrufer aus einem Call-Center in der Türkei vor, er sei Polizeibeamte und müsse das Vermögen von einer 78-jährigen und einer 90-jährigen Nürnbergerin vor Einbrechern in Sicherheit bringen. Die beiden Seniorinnen übergaben daraufhin Bargeld, Goldbarren und eine Münzsammlung im Gesamtwert von über 230.000 Euro an die Betrüger. Bereits im Juli wurde eine 22-Jährige Betrügerin festgenommen - die Polizei gab Verhaltenstipps zu Betrugsversuchen.

Falscher Polizist muss zwei Jahre und acht Monate in Haft - und 135.000 Euro zurückzahlen

Der jetzt verurteilte falsche Polizist sorgte dabei für die Weiterleitung der Tatbeute an die Drahtzieher in der Türkei. Seinen Gewinnanteil zog er vorher ab. Der 31-Jährige gab zu, Teil einer Bande zu sein, deren Mitglieder sich als Polizisten ausgeben. Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte den Mann zu zwei Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe. Außerdem wurde die Entziehung der Tatbeute von 135.000 Euro angeordnet, wie ein Gerichtssprecher gegenüber der dpa bestätigte.

Zuvor waren bereits zwei weitere Mitglieder der Bande bereits zu Haftstrafen von zwei Jahren und zehn Monaten sowie vier Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

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