Nürnberg
Einsatz

Staubsaugerwerfer löst SEK-Einsatz aus: Mann im Nürnberger Osten festgenommen - Mit Gas hantiert

Ein 30-Jähriger ist am Dienstagnachmittag im Nürnberger Stadtteil Laufamholz vom SEK festgenommen worden. Er hatte zunächst Gegenstände vom Balkon geworfen und dann der eintreffenden Polizei mitgeteilt, in seiner Wohnung mit Gas zu hantieren.
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Ein Großaufgebot an Polizisten und Spezialkräften der Polizei rückte am Dienstagnachmittag  in Nürnberg aus. Ein 30-Jähriger wurde festgenommen, nachdem er sich Gegenstände aus dem vierten Stock geworfen und dann in der Wohnung verschanzt hatte. Foto: NEWS5/Friedrich
Ein Großaufgebot an Polizisten und Spezialkräften der Polizei rückte am Dienstagnachmittag in Nürnberg aus. Ein 30-Jähriger wurde festgenommen, nachdem er sich Gegenstände aus dem vierten Stock geworfen und dann in der Wohnung verschanzt hatte. Foto: NEWS5/Friedrich
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Am Dienstagnachmittag (14.08.2018) kam es in Nürnberg-Laufamholz zu einem größeren Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Anlass war laut Meldung des Polizeipräsidiums Mittelfranken eine Gefährdungslage, die durch einen 30-Jährigen ausgelöst worden war. Gegen 13 Uhr erhielt die Polizei die Mitteilung, dass in der Happurger Straße Gegenstände von einem Balkon geworfen werden sollen. Darunter sollen sich auch ein Staubsauger sowie ein Fernsehgerät befunden haben.


Mann öffnet die Wohnung nicht und sagt der Polizei mit Gas zu hantieren


Beim Eintreffen der Polizei lagen auf einer Wiese tatsächlich mehrere Haushaltsgegenstände. Der Mieter der im vierten Stockwerk gelegenen Wohnung, ein 30-Jähriger, öffnete nicht und war für die Polizei nicht zugänglich. Er teilte lediglich mit, dass er in der Wohnung mit Gas hantiere.

Auf Grund der Gesamtschau und der Erkenntnisse, die über den Bewohner gewonnen werden konnten, entschloss sich die Polizeieinsatzleitung der PI Nürnberg-Ost, Spezialeinheiten der Nürnberger Polizei sowie speziell geschulte Beamte der Verhandlungsgruppe Mittelfranken zu alarmieren.


"Wohl nicht frei von psychischen Störungen"


Unmittelbar nach Eintreffen der Kollegen ergab sich die günstige Gelegenheit, den Mann festzunehmen. Diese Gelegenheit nutzten Beamte des Unterstützungskommandos und griffen zu. Dabei verletzte sich der 30-Jährige leicht. Nach erster Inaugenscheinnahme und Untersuchung durch einen Notarzt wurde der Mann abtransportiert. Es liegen Hinweise vor, dass er wohl nicht frei von psychischen Störungen zu sein scheint.


11-Kilogramm-Gaskartusche in der Wohnung


In der Wohnung fand man anschließend tatsächlich eine 11-kg-Gaskartusche, die nach Angaben der Berufsfeuerwehr Nürnberg bei einer Explosion erhebliche Sachschäden hätte verursachen können.
Zudem bestand die Möglichkeit, dass Personen zu Schaden hätten kommen können. Zweieinhalb Wohnhäuser mussten am Dienstag geräumt, eine Straße gesperrt und der Schienenverkehr in der Nähe zeitweise gestoppt werden, wie ein Polizeisprecher sagte.

Der Mann wird wohl auf Grund seines psychischen Zustandes einer Fachklinik zugeführt werden müssen. Derzeit dauern die Ermittlungen zum Sachverhalt noch an. Durch die herunterfallenden Gegenstände wurde niemand verletzt.



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