Nürnberg
Nügida

Steinwürfe im Umfeld der Nügida-Demo in Nürnberg

Im Umfeld der Nügida-Demo in Nürnberg wurden Steine auf Polizisten geworfen. Ansonsten verliefen die Veranstaltungen laut Polizei allerdings störungsfrei.
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Foto: Marcus Führer/dpa
Foto: Marcus Führer/dpa
Am Montagabend fanden im Süden Nürnbergs drei Veranstaltungen statt. Während sich bereits ab 18:30 Uhr etwa 600 Teilnehmer der "Initiative rassistische Hetze stoppen" an der Kreuzung Pillenreuther Straße / Frankenstraße trafen und ihren Protest zum Ausdruck brachten, begann unweit des U-Bahnhofs Frankenstraße kurz nach 20:00 Uhr die Versammlung der Nügida mit ca. 40 überwiegend dem rechten Spektrum zuzuordnenden Teilnehmern.

Nach der Auftaktkundgebung setzte sich gegen 20:20 Uhr der Zug über die Frankenstraße in Richtung Bundesamt für Migration (BAMF) in Bewegung. Immer wieder versuchten Personen in den abgesperrten Demobereich einzudringen. Dies konnte von den Einsatzkräften unter anderem durch den Einsatz von Pfefferspray unterbunden werden. Ein Mannn wurde daraufhin ambulant vor Ort vom Rettungsdienst behandelt.
Auf Höhe Rieppelstraße kam es zu Steinwürfen gegen die Einsatzkräfte, verletzt wurde dabei niemand.

Etwa zeitgleich begann die Versammlung der IG Metall im Bereich des Hiroshimaplatzes / Frankenstraße mit zunächst 60 Teilnehmern. Durch weiteren Zulauf erhöhte sich die Zahl auf rund 500 Teilnehmer, die lautstark protestierten.

Nach der Zwischenkundgebung von Nügida gegen 20:50 Uhr auf Höhe Allersberger Straße / Ecke Frankenstraße zogen die Teilnehmer um 22:00 Uhr wieder zurück zum Ausgangspunkt. Auf dem Weg dorthin versuchten erneut Gegendemonstranten erfolglos in den Aufzugsbereich vorzudringen. Gegen 22:15 Uhr beendete der Leiter der Nügida die Versammlung.

Ein Teilnehmer wurde nach Störungen vom Versammlungsleiter ausgeschlossen und leistete nach einem Platzverweis gegenüber den Einsatzkräften Widerstand. Er wurde später wieder auf freien Fuß gesetzt.

Bereits vor den Veranstaltungen ab etwa 16:00 Uhr (mit Errichtung der Verkehrssperren) kam es in den angrenzenden Straßen, insbesondere in der Münchener, Bayern-, Nopitsch-, Katzwanger, Pillenreuther und Allersberger Straße über mehrere Stunden zu massiven Verkehrsbehinderungen, die sich bis in die frühen Abendstunden hinzogen.
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